Frankenberger Zeitung
Freitag, 9. Oktober 2009

Besuch in der Synagoge

VÖHL. "Ich kann nicht glauben, dass dies dasselbe Land ist, aus dem wir damals vertrieben wurden": Werner Neuburger betrat berührt die Synagoge in Vöhl, ließ sich eine Kippa geben und setzte dann einen ersten Fuß in den Gebetsraum des jüdischen Gotteshauses.

Es sei schön zu sehen, welche Mühe sich viele Menschen machten, um die jüdische Geschichte der Region aufzuarbeiten, freute er sich. Die Mitglieder des Förderkreises der Vöhler Synagoge um Kurt-Willi Julius und Karl-Heinz Stadtler hatten Werner Neuburger gemeinsam mit Ehefrau Henny, Hannelore Dreifus und deren Enkel Dan nach Vöhl eingeladen. Gemeinsam machten sie sich in der restaurierten Synagoge und den Publikationen von Karl-Heinz Stadtler auf die Suche nach alten Spuren, kredenzten eine liebevoll gestalte Kaffeetafel. "Die Menschen laden uns plötzlich in ihre Häuser ein und kochen die feinsten Mahlzeiten", stellte Werner Neuburger fest, "das ist eine gute, eine berührende Erfahrung". (resa)

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