Ehemalige Synagoge um 1950
Die Synagoge ging Anfang 1939 in den Besitz der Stadt Frankenberg über und wurde zum Wohnhaus
umgebaut. 1943 wurde das Haus weiter verkauft.
Ursprünglich war der rechts neben dem Eingang liegende Teil eingeschossig. Hier befand sich der
Betsaal mit jeweils einer Empore an den Längsseiten. Im linken Teil - zweigeschossig - befand sich
die Hausmeisterwohnung und vor 1913 die Räume der jüdischen Schule. In diesen Räumen wurden
im Sommer 1942 u.a. das aus ihrem Haus in der Bahnhofstraße vertriebene Ehepaar Rosalie (72 Jahre)
und Jakob (77 Jahre) Katzenstein zwangsuntergebracht, bevor sie im August ins KZ Theresienstadt
deportiert wurden.
Quelle: Dolenschall; a.a.O.