
Meike
Schilling |
... entsteht Betroffenheit vor allem durch Nähe. Diese Nähe
erzeugen die Stolpersteine. Sie zeigen uns: Hier, in diesem Haus,
hat ein jüdischer Mitbürger gewohnt. Von hier wurde
er deportiert und in den Tod geschickt.
Die Erinnerung an die Gräueltaten im Nationalsozialismus
wird damit in den Alltag geholt, man kann über sie stolpern
- beim Gang durch die Stadt. Die Stolpersteine rücken Einzelschicksale
in den Vordergrund, erinnern an die Opfer, die sonst in Vergessenheit
geraten könnten.
Dass das Projekt nun auch in Frankenberg umgesetzt werden soll,
ist erfreulich. Denn die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte
bleibt wichtig. Gerade wenn es darum geht, sich an das zu erinnern,
was in der eigenen Stadt geschah.
frankenberg@hna.de
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