HNA - Frankenberger Allgemeine
Samstag, 24. September 2005

Stolpersteine
Wenn Sie mich fragen...


Meike
Schilling

... entsteht Betroffenheit vor allem durch Nähe. Diese Nähe erzeugen die Stolpersteine. Sie zeigen uns: Hier, in diesem Haus, hat ein jüdischer Mitbürger gewohnt. Von hier wurde er deportiert und in den Tod geschickt.

Die Erinnerung an die Gräueltaten im Nationalsozialismus wird damit in den Alltag geholt, man kann über sie stolpern - beim Gang durch die Stadt. Die Stolpersteine rücken Einzelschicksale in den Vordergrund, erinnern an die Opfer, die sonst in Vergessenheit geraten könnten.

Dass das Projekt nun auch in Frankenberg umgesetzt werden soll, ist erfreulich. Denn die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte bleibt wichtig. Gerade wenn es darum geht, sich an das zu erinnern, was in der eigenen Stadt geschah.

frankenberg@hna.de