HNA - Frankenberger Allgemeine
Dienstag, 21. März 2006

Stolpersteine
Wenn Sie mich fragen...


Matthias
Müller

... dann sind die Stolpersteine von Gunter Demnig in Frankenberg Steine des Anstoes. Im besten Sinne: Den Anstoß zum Nachdenken geben sie; den Anstoß, sich mit der Geschichte der eigenen Stadt auseinanderzusetzen.

Sie sind nicht groß, nicht auffällig um jeden Preis. Doch sie sind markant genug, um aus dem Pflaster herauszustechen. Gerade darin liegt die Stärke der Steine. Man stolpert über sie - mit den Augen. Kommt näher, bleibt stehen, beugt sich nach vorn, um die Schrift zu lesen. Und nimmt sogleich Anteil an einem Schicksal.

So hebt Demnig die Opfer aus der abstrakten Nummer von Millionen Ermordeten hervor, gibt ihnen ihre Namen zurück - und erinnert uns alle daran, wo das Grauen begann: direkt vor der eigenen Haustür.

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