Eder-Diemel Tipp
25. März 2006

Stolpersteine

• FRANKENBERG - Wer durch Frankenberg geht, der sieht vor manchen Häusern auf der Straße Steine, bedeckt mit einer Messingplatte. Darauf steht: Hier wohnte ... Name, Daten und Todesort der Person sind vermerkt. Das sind Stolpersteine: Steine, auf denen Menschen verewigt sind, die zur Zeit des Zweiten Weltkrieges in Frankenberg gewohnt haben, in Gefangenlager deportiert wurden und starben oder als verschollen gelten. Zumeist gehörten diese Menschen dem Judentum an. In Frankenberg waren es über 40 Menschen, die so den Tod unter Hitlers Regime fanden. "Mit der Verlegung der Steine wollen wir ihnen die Existenz zurückgeben, die sie mal in der Stadt hatten", sagte Jutta Emde von der Initiativgruppe Stolpersteine Frankenberg. 16 Steine gegen das Vergessen verlegte der Kölner Künstler Gunter Demnig in der vergangenen Woche. Weitere 19 sollen noch hinzukommen. Dafür werden noch Paten gesucht. Interessierte, die das Projekt unterstützen möchten, können die Initiativgruppe finanziell unterstützen mit einer Spende auf das Konto der Sparkasse Waldeck-Frankenberg, Initiativgruppe Stolpersteine A. Limmroth, Stichwort: Stolpersteine, Kontonummer 917 34 36, Bankleitzahl 523 500 05. Die Patenschaft über einen Stolperstein beträgt 95 Euro. (ahf)