HNA
- Frankenberger Allgemeine
Sonntag,
23. August 2009
HINTERGRUND
Kommunen erhalten eine Entschädigung
Mehr als 100 jüdische Friedhöfe befinden sich im Bereich des Kasseler
Regierungspräsidiums. Ähnlich wie bei Kriegsgräbern, denen ewiges Ruherecht
zusteht, erhalten Kommunen für Pflege und Instandsetzungen eine Ruherechtsentschädigung.
Jochen Petzold und Dagmar Frey vom RP Kassel sowie Vertreter der Kommunen
nahmen gemeinsam mit dem Wiesbadener Experten notwendige Reparaturmaßnahmen
auf. So müssen beispielsweise auf dem sehr alten jüdischen Friedhof
Battenfeld 30 Grabsteine repariert oder aufgerichtet werden. Sehr angetan
war Professor Werner auch von der würdigen Form, mit der in Volkmarsen
der jüdischen Toten gedacht wird: Aus den aufgesammelten Trümmern der
1938 zerstörten Grabsteine wurde 1948 eine Gedenkstätte gemacht. Im
Mai 2005 errichtete der Verein "Rückblende" eine Gedenkmauer
vor dem Friedhof am "Platz der gegenseitigen Achtung". (zve)
www.alemannia-judaica.de/waldeck_frankenberg_friedhoefe.htm
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