HNA
- Frankenberger Allgemeine
Donnerstag,
6. Oktober 2011
Auch Kahl kritisiert
Fehlen der Stadt
FRANKENBERG. Dass bei der öffentlichen Vorstellung
des Buches "Jüdisches Leben in Frankenberg", ein Werk des Stadtarchivars
Dr. Horst Hecker, kein Vertreter der Stadt anwesend war (HNA berichtete), ist
auch beim SPD-Landtagsabgeordneten Reinhard Kahl auf Kritik gestoßen.
"Wenn bei einem solch wichtigen Ereignis kein offizieller Vertreter der Stadt
anwesend ist, ist das mehr als befremdlich", schreibt Kahl in einer Pressemitteilung.
Der Bürgermeister sei dafür verantwortlich, dass bei seiner Verhinderung ein anderes
Mitglied des Magistrats an einer "so herausragenden Veranstaltung" teilnehme.
"Auch ist es peinlich, wenn sich die Stadt Frankenberg nicht an den
Kosten für ein solch wertvolles Werk über die Geschichte der Juden in Frankenberg
beteiligt", meint Kahl. Dem Frankenberger Stadtarchivar Dr. Horst Hecker
und dem Frankenberger Geschichtsverein sei es zu verdanken, dass die Geschichte
der Juden in Frankenberg und in zwei Stadtteilen in einem "so wichtigen Buch"
aufgearbeitet worden sei.
Dabei erinnert Kahl daran, dass er sich bereits
selbst eingehend mit der jüdischen Geschichte im Frankenberger Land beschäftigt
habe. (mjx)