Frankenberger
Zeitung
Sonnabend,
8. Oktober 2011, Seite 21


Hecker
füllt Forschungslücke

Der
Historiker und Stadtarchivar Dr. Horst Hecker aus Haubern hat ein
knapp 600
Seiten starkes, grundlegendes Buch über das "jüdische Leben
in Frankenberg"
verfasst und damit ein lange "vergessenes" Stück
Zeitgeschichte dokumentiert.
Archivfoto: vk
Frankenberg/Haubern.
Es ist sein Lebenswerk, wie er sagt. Es könnte seine zweite Doktorarbeit
sein, sagen heimische Historiker-Kollegen: Dr. Horst Hecker aus Haubern hat in
mühevoller Kleinarbeit die Geschichte des "jüdischen Lebens in Frankenberg"
erforscht und trotz seiner schweren Krankheit ein knapp 600 Seiten starkes, großformatiges
Buch über die einstige jüdische Gemeinde und all ihre Familien vorgelegt.
Hecker
hat dafür in Archiven recherchiert, Kontakte zu Nachfahren – teils in Übersee
– aufgenommen und zahlreiche Dokumente gesammelt, gesichtet und eingeordnet. Mit
seinem grundlegenden Werk regt er zur Auseinandersetzung mit einem lange "vergessenen"
Teil der Stadtgeschichte an. Dr. Hecker setzt mit seiner gründlich recherchierten,
wissenschaftlich versierten, klar gegliederten, souverän geschriebenen und reich
illustrierten Monografie historiografische Maßstäbe – und ist damit unser Vorbild
im September. (apa/-sg-/vk)
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