Amalie Alexander [1]
geb. Katzenstein

geb. 19.4.1829 in Vöhl
gest. 3.9.1918, vormittags um drei Uhr

Eltern:
Simon Katzenstein (1780- nach 1861)
Esther Katzenstein, geb. Löwe (1800- 1870)

Geschwister:
Abraham Katzenstein (1833- 1903)
Emanuel Katzenstein (1839- 1927)
Samuel Katzenstein (1844-?)

Ehegatte:
Kaufmann Abraham Alexander zu Landau/Waldeck

Kinder:
? (Der unten erwähnte Max war vielleicht eher ein Enkel)

Wohnung:
untere Mittelgasse


1848
4. Dezember: Mahlchen Katzenstein erhält einen Heimathschein für Felsberg; Gültigkeitsdauer: 2 Jahre

1850
4. Januar: Sie erhält einen Heimathschein für Gudensberg mit unbestimmter Gültigkeitsdauer

1853
Am 29. November erhält sie einen Heimathschein für eine Tätigkeit als "Dinst Macht" in Frankfurt für 2 Jahre.

1902-1904
Sie beschäftigt von Februar 1902 bis März 1903 Ida Alexander (geb. 20.1.1881 in Niedermarsberg (Baden)) und von Mai 1903 bis April 1904 Alwine Alexander (geb. 9.8.1886 in Niedermarsberg) als Lehrmädchen ("Stütze der Hausfrau") in Vöhl [2].
Blanche (aus Calais) und ihr Mann Max Alexander [3] sind 1904 mit ihren Kindern Heinrich und Ivonne zur Sommerfrische in Vöhl. Max, geb. in Landau i.W., ist Kaufmann; 1906 besucht er mit den Kindern Ivonne und Andrea Abraham Katzenstein in Vöhl; 1909 sind Blanche, Max, Yvonne, Andrea und Martha in Vöhl


Grab auf dem jüdischen Friedhof Vöhl (Reihe 9 Grab 6):

Hebräische Inschrift
Deutsche Inschrift
Hier ruht
Amalie Alexander
geb. Katzenstein
geb. 19.4.1829. gest. 3.9.1918

Ich weiß, daß mein Erlöser lebt.
Übersetzung
Bild

Hier liegt begraben
die Frau Malchen (1), die Tochter
Simeons, des Priesters. Sie starb
am 26. Elul (2) 678 (3) kleiner Zählung.

Ihre Seele möge eingebunden sein in das Bündel des Lebens.

(1) Die hebräischen Buchstaben umgeschrieben lauten; M(a)lch(e)n.
(2) August/September/Oktober
(3) 1918


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[1] Als Kind und im Alter wohnte sie wohl in Vöhl. Da ihr Mann in den Unterlagen nicht erwähnt ist, kann unterstellt werden, dass er bereits verstorben war, als Amalie Alexander wieder nach Vöhl zog.

[2] Die 1902 bis 1904 von ihr beschäftigten Hausangestellten waren mit einiger Wahrscheinlichkeit Verwandte aus der Familie ihres Mannes.

[3] Wenn der oben erwähnte Max Alexander ein Sohn Amalies war, spricht dies dafür, dass sie während ihrer Ehe in Landau in Waldeck wohnte.