Johanna Blum
geb. Blum oder Katzenstein [1]

geb. vor 1835
gest. nach 1895

Ehegatte:
Levi Blum
Heirat im Sommer 1849

Kinder:
Sarah Blum (geb. 1851)
Marianne Blum (1853-57)
wohl auch Abraham Blum (geb. 1855)


1877
Im Steuerregister der Vöhler Juden ist sie mit einer Normalsteuer von 6,44 Mark und einem Beitrag für 6 „Ziele” von 57,84 Mark verzeichnet; unter den jüdischen Steuerzahlern ist sie damit an siebter Stelle von 41.

1878
Im Vöhler Rezess ist sie eingetragen als Besitzerin einer Grundfläche von 7 a 96 qm in der Gemarkungsfläche „Vorm Ascheborn am Hamm”; außerdem besitzt sie im Dorf Hofraum von 282 qm und einen Hausgarten von 92 qm.
Sie wird als Ehefrau des Levi Blum bezeichnet.

1884
Im Auszug aus der Gewerbesteuer-Rolle de Kreises Frankenberg pro 1883/84 pro 1888/89 wird sie als Wittwe bezeichnet.
Steuerklasse AII; Gewerbe: Kaufmannschaft. (Gemischtes Ma.... u. Branntweingeschäft); Umfang des Gewerbebetriebes: gut; monatl. Steuersatz: 3,50 M
Steuerklasse B I; Gewerbe: Branntweinkleinhandel als Nahrungserwerb; monatl. Steuersatz: 0,50 M

1890
In einem Schreiben des Amts- an das Ortsgericht Vöhl wird erwähnt, dass eine Firma Johanna Blum im Handelsregister eingetragen ist. Mit Bleistift ist dort ein Wort ergänzt, das „Inhaber” heißen kann, und dahinter steht der Name Abr. Blum


Gewerbesteuer
Für 1895, 1896 ist J. Blum als Steuerpflichtige genannt, danach Abraham Blum; 1895 ist als Wohnung nur „Vöhl” angegeben, danach Haus No 60, ab 1914 Haus No 84. [2]
1895 Gewerbesteuerklasse III: 64 M (Einziger Gewerbesteuerzahler der Klasse)
1896 dasselbe

[1] Mal wird die Ehefrau Levi Blums in den Akten als eine geborene Blum, mal als eine geborene Katzenstein aus Frankenau bezeichnet.
[2] Haus Nr. 60 wird auch als Wohnung von Bernhard Frankenthal angegeben. Es handelt sich um das Frankenthalsche Haus auf dem Schulberg. Haus Nr. 84 ist das Geschäftshaus in der Basdorfer Straße.