geb. 5.10.1856 in Vöhl
gest. 25.8.1940 in Hackensack Hospital, Hackensack, Bergen, New Jersey
(USA)
Eltern:
Selig Frankenthal (1824- 1900)
Jettchen, verw. Kaiser, geb. Löwenstern (1827- 1911)
Geschwister:
Klärchen Kaiser (geb. 1846)
Hanchen (?) Kaiser (geb. 1849)
Lazerus Kaiser (geb. 1851)
Rickchen Kaiser (geb. 1854) (möglicherweise sind die Kinder auch
ein Jahr früher geboren, denn die Altersangaben datieren vom 20.
Febr. 1856)
Bertha Frankenthal (1858- 1944)
Lina Frankenthal (1861- 1941)
Bernhard Frankenthal (1863- 1934)
Julius Frankenthal (1865- ?)
Ehegatte:
Kate oder Katie Frankenthal (1863- vor 1940)
Heirat: 1890 in New York
Kinder:
wohl keine
Wohnung:
In Vöhl Haus Nr. 60 (auf dem Schulberg); später in New York,
USA.
Beruf:
Schaufenster-Dekorateur
1867
Hermann ist zusammen mit seinen Geschwistern Bertha und Lina sowie mit
Emil Liebmann und Adolph Bär Schüler der israelitischen Elementarschule
in Vöhl.
1871
Am 25. Mai erhält er einen Heimathschein für einen Aufenthalt
in Düsseldorf.
1881
Carol Davidson Baird:
Hermann Frankenthal verlässt Deutschland im Herbst 1881; er kommt
allein auf dem Schiff Pollux von Amsterdam aus am 25. Oktober in New
York an. Frankenthal arbeitet 35 Jahre lang als Dekorateur in "B.
Altman dept. Store" in New York. Er sendet ungewöhnliche Textilmuster
an die Familie seiner Schwester Lina nach Deutschland, wo sie in die
Kleider der Angehörigen eingearbeitet werden.
1890
Er heiratet die aus Deutschland stammende Kate in New York. Wahrscheinlich
bringt sie ein Kind mit in die Ehe, denn in seiner Todesanzeige wird
auch ein Stiefsohn erwähnt.
1900
Carol Davidson Baird:
Er steht auf einer Passagierliste der Hamburg-Amerika-Linie für
die "Kaiser Friedrich", ein Schiff von Hamburg nach New York,
am 16. August; wahrscheinlich handelt es sich um eine Geschäftsreise.
1921
Im Ehren-Buch der Stifter für das Kriegerdenkmal Vöhl für
die Gefallenen des 1. Weltkrieges ist er mit Wohnsitz in New York verzeichnet.
ca 1929
Carol Davidson Baird:
Als Hugo Davidsohn (Ehemann von Ida, geb. Frankenthal) ihn in der Zeit
der Wirtschaftskrise auffordert, der Familie zu helfen, nach Amerika
zu kommen, antwortet er, dass es in Amerika auch nicht so gut sei. [1]
1940
Kurz vor seinem Tod begegnet Hermann seinem Neffen Ernst Davidsohn,
der soeben von England aus in New York eintrifft.
Er stirbt nach Auskunft seines Neffen Alfred Solomon an einem Koronarverschluss
(Herzinfarkt), verursacht durch altersbedingte Arteriosklerose.
Als er stirbt, ist er bereits Witwer.
Beerdigt wird er am 28.8. 1940 auf dem Woodlawn Cemetery in Bronx, New
York.
Lebensdaten nach Descendancy-Chart: 1856-1940
[1] Gemeint ist hier die Zeit der
Weltwirtschaftskrise ab 1929.