Sophie Frankenthal
verh. Nussbaum

geb. 17.6.1889 in Vöhl, vormittags um vier und einhalb Uhr in der großelterlichen Wohnung in Vöhl
gest. + ? 1943 in Auschwitz[1]

Eltern:
Hermann Hirsch Frankenthal und Emma, geb. Katz

Geschwister:
Bertha Frankenthal (1887- 1944)

Ehegatte:
Kaufmann Emanuel Mendel Nussbaum (24.1.1881-23.12.1942 in Theresienstadt) aus Rhina, Krs Hünfeld (heute Ortsteil von Haunetal, Krs. Hersfeld-Rotenburg)
Heirat 10.4.1912

Kinder:
Joseph (15.1.1913 in Rhina -9.8.1986 in Philadelphia)
Tochter Siddi (26.2.1916 in Vöhl - 25.2.1992 in Michigan) [2]

Wohnung:
Elternhaus: Haus Nr. 15; später wohnhaft in Rhina, Kreis Hünfeld

Beruf:
?


1895- 1897
Lehrer Joseph Laser erwähnt sie beim Schuljahresbeginn zu Ostern als eine der Schülerinnen der israelitischen Elementarschule in Vöhl. 1895 wird sie in die Schule aufgenommen. [2a]

1907
Ab Juni ist sie Lehrmädchen in Kassel bei L. Ledermann.

1921
Sie ist verzeichnet im Ehren-Buch der Stifter für das Kriegerdenkmal Vöhl für die Gefallenen des 1. Weltkrieges.

1922
1922 wurde Tochter Sitti (!) Nußbaum in die israelitsche Volksschule in Rhina aufgenommen, wie der dortige Schulleiter Oppenheimer Lehrer Meyer von der Vöhler Schule schriftlich bestätigt. Bis dahin war sie in der Vöhler Schule. Vater Emanuel hatte sie am 21. April mit der Begründung abgemeldet, dass er die Tochter wieder zu sich nach Rhina nehme. [2b]



1942/43
Am 16. September wurde sie mit der Häftlingsnr. 820 in dem Transport XII/3 von Frankfurt nach Theresienstadt deportiert, von dort am 23.1.1943 mit der Häftlingsnummer 1563 in dem Transport Cr von Theresienstadt nach Auschwitz.[3]

1954
Eine Mitteilung über eine Feststellung eines Todes des Standesamts Berlin I in Berlin-Charlottenburg vom 12.1.1954 erging an das Standesamt Vöhl: Der Tod der Sophie Nussbaum, geb. Frankenthal, wurde durch Entscheidung des Amtsgerichts Frankfurt a.M. am 19. März 1953 festgestellt und der Tag des Todes auf den 31.12.1945 festgelegt.


Lebensdaten nach Descendancy Chart: 1889 - 1942

[1] Quelle: Yad Vashem: The Central Database of Shoah Victim's Names
[2] Siddi Frankenthal heiratete am 11.12.1938 Max Blumenthal aus Bad Hersfeld in Cali, Kolumbien
[2a]Quelle: Schulchronik, The Central Archives for the History of the Jewish People, Jerusalem 8273/3
[2b] Quelle: Schulchronik, The Central Archives for the History of the Jewish People, Jerusalem 8273/3
[3] Quelle: Yad Vashem: The Central Database of Shoah Victim's Names, Angaben nach: list of Theresienstadt camp inmates found in the Terezinska Pametni Kniha/Theresienstaedter Gedenkbuch, Terezinska Inciativa, vol. I-II Melantrich, Praha 1995, vol. III Academia Verlag, Prag 2000 106 Es