geb. um oder vor 1780
Er wohnte in Basdorf, stellte "Pfeifen-Röhre" her und
verkaufte sie, z.B. auf den Märkten der Umgebung.
1803
Er hatte sich vor dem Stadtrichter in Waldeck mit einer Klage
der Catherine Ritter aus Hemfurth wegen ihrer Schwängerung auseinanderzusetzen.
Sie beschuldigte ihn, mehrmals das "Concubinatum stehend"
mit ihr "exerciret" zu haben. Er kam mit Anwalt, benannte
Zeugen dafür, dass er an den genannten Tagen gar nicht mit ihr
zusammen gewesen sein konnte, und verwies außerdem auf den gerichtsbekannten
schlechten Leumund der Frau. Die Denunziantin bestand darauf, dass die
fürstliche Regierung in Arolsen entscheiden solle. Die wiederum
erlegte ihr auf, innerhalb von 3 Wochen ihre Beschuldigung zu beweisen.
Anderenfalls müsse sie ihre Anschuldigungen lassen und die Kosten
des Verfahrens tragen.
[1] Itzig muss nicht unbedingt der
richtige Vorname dieser Person gewesen sein. Häufig wurde dieser
Name als Ruf- oder auch Schimpfname für Juden gebraucht, besonders,
wenn der Vorname so ähnlich klang, z.B. Isaak oder Isai)