Emma Hirsch
geb. Katz

geb. 2.1.1882 in Korbach
gest. nach Mai 1942 (3. Juni ?) [1]

Eltern:
Kaufmann Salomon Katz (1844-1929)
Johanna, geb. Mosheim (1855-1942)

Geschwister:
Hermine (1877- 1942; Ehefrau von Alfred Rothschild)
Siegfried (1879- ?, verschollen im Osten)
Meta (1883-1923)
Margarete (1885-?, verschollen im KZ Theresienstadt)

Ehemann:
Maximilian Hirsch aus Sachsenhausen (1873-1934)
Heirat: 30.1.1907


1937
Sie zieht am 23.6. von Sachsenhausen nach Korbach und wohnt dort im Haus Lengefelder Straße 11.

1939
Vom 25.9. bis zum 18.10. wohnt sie in Vöhl, dann wieder in Korbach unter der o.g. Anschrift bis Ende 1941, anschließend in der Kirchstr. 13.

1942
Am 31.5. ist sie "unbekannt verzogen", d.h. sie wurde deportiert. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gehörte sie zu jenem Transport nordhessischer Juden, der vom 1. Juni von Kassel aus über Lublin in das Vernichtungslager Sobibor ging.[1] Dort traf der Zug am 3. Juni ein; die Ankömmlinge wurden wahrscheinlich noch am selben Tag in den Gaskammern des Lagers umgebracht.


[1] Quelle: Die Geschichte der jüdischen Gemeinde Korbach, Bearbeiter: Karl Wilke; Hrsg. Kreisstadt Korbach, Korbach 1993.
Wilke schreibt auf S. 108, sie sei in Riga verschollen, auf S. 111 dagegen nennt er das KZ Majdanek. Ihr Name steht auf der Transportliste für Sobibor.