Izzig Simon [1]

1778
Im "INVENTARIUM aller der Gemeinde Marienhagen in der Herrschaft Itter zugehörigen Mobilien und Immobilien" heißt es:

X.) an Pahsivis
3. Ist die Gemeinde dem Schutz-Juden Izzig Simon zu Vöhl an Capital schuldig, so dieser ihr vor verschiedenen Jahren zu Betreibung eines Servitut -Prozesses entgegen den Gerichtschöffen Otto Friedrich Knoche vorgeschossen       - 66 xx -xx -xx3
10. Sind der Gemeinde auch noch folgende zu des Gemeindemannes Jacob Dorns Güthern gehöriger, dem Schutz-Juden Izzig Simon zu Vöhl unterpfändlich verschrieben gewesene Grundstücke in ermangelung eines andern Käufers unterm 26 May 1777 gerichtlich adjudiciert worden als:
(Aufzählung verschiedener Feldstücke mit insgesamt 1 1/2 Morgen 388 Ruten 9 Schu Ackerland)
... und ist die Gemeinde das auf diesen Stücken haftende Capital an den Juden Izzig Simon noch schuldig mit      110 xx 3 yy 7zz

[1] 1778 hatten die Juden häufig noch keine Familiennamen, sondern dem Vornamen wurde der Vorname des Vaters angehängt; deshalb erfolgt hier die Einordnung nach dem ersten Namen. "Izzig" muss allerdings nicht unbedingt der richtige Vorname dieser Person gewesen sein. Häufig wurde dieser Name als Ruf- oder auch Schimpfname für Juden gebraucht, besonders, wenn der Vorname so ähnlich klang, z.B. Isaak oder Isai.