geb. 16. März 1839 in Vöhl
gest. 22.3.1927, Nachmittags um zehn Uhr in Vöhl (Todesursache:
Arterienverkalkung, Herzlähmung)
Eltern:
Simon (1780-nach 1861)
Esther Katzenstein, geb. Löwe (1800-1870)
Geschwister:
Koppel (1823- ca 1876)
Amalie (1829- 1918)
Abraham (1833- 1903)
Samuel (1844- ?)
Ehegatte:
Fanny, geb. Wertheim
Heirat: 6. Nov. 1872
Kinder:
Wohl keine; sein Erbe ist sein Neffe Siegmund.
Wohnung:
Im 19. Jahrhundert in der unteren Mittelgasse, dann Umzug in das neue
Haus in der heutigen Henkelstraße 7, damals Haus Nr. 106
Beruf:
Händler, Kaufmann
1859
Im Verzeichnis der Militärdienstpflichtigen wird er mit folgenden
Angaben geführt:
Name: Mannes; Geb.-datum: 16.12.1839; Beruf: Handelsmann; Vermögensverhältnisse:
reich
1863
In diesem Jahr – wahrscheinlich am 31. Dezember –
gründeten einige Vöhler Männer den Singverein zu Vöhl,
der dann zum Männergesangverein „Sängerlust“ wurde.
Emanuel Katzenstein gilt als eines der Gründungsmitglieder.
1864
E. Katzenstein wurde am 2.12. "wegen Mißhandlung und Bedrohung
in eine Gefängnißstrafe von Vier Tage verurtheilt".
[1]
1865
Emanuel Katzenstein ist in einer Liste der aktiven Mitglieder
des Gesangvereins Sängerlust Vöhl notiert. [1a]
1871-1923
Er gehört zur höchstbesteuerten Hälfte der Einwohner.
1872
Emanuel Katzenstein wird im August in die Vöhler Ortsbürgerliste
aufgenommen; Geb.-ort: Vöhl, Beruf: Händler.
Am 6. November heiratet er Fanny, geb. Wertheim, aus Helmarshausen bei
Hofgeismar.
1877
Nach der Steuerliste der Vöhler Juden bezahlt er eine Normalsteuer
von 4,32 Mark; einen Beitrag für 6 "Ziele" von 38,82
Mark; damit gehört er zum "jüdischen Mittelstand";
außerdem zahlt er gemeinsam mit Levi Kaiser eine Normalsteuer
von 4 Pfennig und einen 6-"Ziele"-Beitrag von 36 Pfennig.
[2]
Wahrscheinlich gemeinsam mit seinen Brüdern ist er in der Steuerliste
vermerkt mit einer Normalsteuer von 2 Mark, einem Beitrag für 6
"Ziele" von 17,94 Mark, damit gehören sie gemeinsam zum
"unteren jüdischen Mittelstand"; außerdem zahlen
sie gemeinsam mit Levi Kaiser eine Normalsteuer von 52 Pfennig und einen
6-"Ziele"-Beitrag von 4,68 Mark.
1878
Gemäß Vöhler Rezeß von 1878 besitzt er "Auf
der Steinkaute" 26 a 35 qm, "Im Werber Grund" 93 a 41
qm, Summa 1 ha 19 a 76 qm; seine Grundstücke werden insgesamt mit
1,7762 ha angegeben; die von ihm zu zahlende Grundsteuer beträgt
2,49 M.
1879
Für einen Hund zahlt er 3 fg 43 kr Steuern.
1880-1922
In diesen 42 Jahren ist er fast ununterbrochen Vorstandsmitglied der
jüdischen Gemeinde (Unterbrechung 1899-1902, Angaben nach 1910
nicht ganz vollständig).
1880
Er ist Mitbegründer des Verschönerungsvereins.
1883
Am 15.12. erhält die bei E. Katzenstein als Magd beschäftigte
Louise Spitze aus Oberwerbe einen Heimathschein.
1884-1889
Im Auszug aus der Gewerbesteuer-Rolle des Kreises Frankenberg heißt
es für Emanuel Katzenstein:
Steuerklasse: A II; Gewerbe: Handel mit Eisenwaren + Fruchtgeschäft;
Umfang des Gewerbebetriebes: gut; monatl. Steuersatz 1888: 2,50
M.
Steuerklasse B II; Gewerbe: Branntweinkleinhandel; monatl. Steuersatz:
0,50 M (Der Eintrag ist gestrichen) Bemerkungen: 1.4.84 abderlarirt
(?). |
Im Auszug aus der Gewerbesteuer-Rolle des Kreises Frankenberg pro
1883/84 pro 1888/89 sind die "Gebrüder Katzenstein" erwähnt
und als Inhaber Abraham, Emanuel und Samuel genannt. Das Wort Gebrüder
und die Namen Emanuel u. Samuel sind jedoch gestrichen. Abraham hat
also dann wohl das Geschäft allein übernommen.
1886
Er ist Mitglied der Wegekommission.
1886-1898
Er ist Gemeinderatsmitglied.
1888:
Basdorfer Rezeß: Emanuel Katzenstein wird als letztes von 9 Mitgliedern
des Vöhler Gemeinderats genannt, der den Rezeß zu unterschreiben
hatte; er und ein weiteres Mitglied waren "ausgeblieben".
1890
In einem Schreiben des Amtsgerichts ans Ortsgericht Vöhl ist mit
Bleistift möglicherweise von einem Sachbearbeiter des Ortsgerichts
der Name E. Katzenstein notiert. Aus dem Zusammenhang heraus hat dies
wohl die Bedeutung, dass E. Katzenstein zu diesem Zeitpunkt ein Geschäft
betreibt und ins Handelsregister eingetragen werden soll.
1893
Er wird im Januar mit einer Buße von 1 Mark belegt.
1897
Corbacher Zeitung No 132, ca 8. Nov.:
Vöhl. Am 6.d.M. feierten Herr E. Katzenstein
und Frau hierselbst im Kreise ihrer Familie und Freunde das schöne
Fest der silbernen Hochzeit. Der Gesangverein brachte Abends ein
Ständchen, wobei Herr Bürgermeister Müller eine
schwungvolle Anrede hielt. Wir wünschen dem Jubelpaar, daß
ihm auch die Feier der goldenen Hochzeit beschieden sein möge. |
Die Ansprache des Dirigenten und Bürgermeisters ist im Wortlaut
erhalten:
"Im Namen des Vereins übernehme ich das Wort, unseren Gesangesfreund
und Vereinsmitglied Emanuel Katzenstein, nebst seiner Gemahlin, welche
heute das Ehrwürdige Fest der Silbern Hochzeit feiern, unsere herzlichsten
Glück- und Segenswünsche darzubringen. Wolle Gott Ihnen verleihen,
daß Sie auch den hochehrwürdigen Tag der goldenen Hochzeit
noch in voller Frische und Rüstigkeit gesund und wohl verleben
möchten, wie Sie den heutigen angetreten und verlebt haben.
Gar manchen lieben Ehepaar ist dieser erinnerungsvolle Tag nicht vergönnt,
wo die Trennung aus diesen Leben inzwischen eingetreten ist und diesen
Freudentag vereidelt hat. Ihr aber, die Ihr heute vor 25 Jahren im jugendlichen
Myrthenschmucke standet, begrüßen wir Euch heute im Hochzeitssilberschmucke
und Silberhaar.
Zur Ehre unseren Silberpaar, ein dreimaliges Hoch."
Vöhl, d. 6. November 1897
Ad. Fr. Müller, Dirigent [2a]
1898
Er wird zum Gemeindeverordneten gewählt, und zwar in der sog. I.
Abteilung. [3]
1899
Auf einem Gruppenbild anlässlich des Jubiläums des Gesangvereins
ist Emanuel Katzenstein zu erkennen.
1900-1906
Er ist weiterhin Gemeinderatsmitglied.
1900-1913
Er erhält jährlich eine Legitimationskarte für Gewerbetreibende.
1901
Er hat am 19. Dez. 1901 bei der Sparkasse Frankenberg ein Darlehen von
800 Mark aufgenommen
1903
Die Corbacher Zeitung berichtet am 4. Juli:
Vöhl. Das schwere Gewitter in vor. Woche ist auch hier nicht spurlos
vorbeigegangen. Der Blitz schlug in das Haus des Kaufmanns Katzenstein
und verursachte kleinere Schäden am Giebel; die Fernsprechleitung ist
beschädigt, auch Telegraphenstangen und ein Baum an der Alrafter Straße
wurden getroffen.[3a]
1909
Neben Abraham Blum und Ferdinand Kaiser gehört er dem Vorstand
der jüdischen Gemeinde Vöhl an.
1909-1911
Eine Hedwig Katz arbeitet als "Stütze der Frau" bei E.
Katzenstein.
1910
Er zeigt den Tod seiner Frau beim Standesamt an.
1911
Mit Abraham Blum und Ferdinand Kaiser bildet er weiterhin den Vorstand
der jüdischen Gemeinde Vöhl.
Am 20.11. halten sie schriftlich bezüglich der Umzäunung des
Friedhofs fest: "...Man soll, wenn wieder eine Reparatur notwendig
ist, diese machen, indem es für uns ein Heiligthum ist." [4]
1913
Am 1. Juni wird E. Katzenstein als Gründungsmitglied und
wegen 50jähriger Mitgliedschaft zum Ehrenmitglied des Gesangvereins
Sängerlust ernannt. An diesem Tag darf er zusammen mit vier weiteren
Ehren- und Gründungsmitgliedern direkt hinter der neuen Vereinsfahne
im Festzug gehen. Die fünf Ehrenmitglieder erhalten anschließend
eine Gedenkmünze. [4a]
Gewerbesteuer 1895-1920
Emanuel Katzenstein ist als Kaufmann angegeben, seine Wohnung ist in
Haus No 106.
1895 Steuerklasse IV 16 Mark, 11 Steuerzahler zahlen zusammen 216 Mark
1896 Steuerklasse IV 16 Mark, 11 Steuerzahler zahlen zusammen 216 Mark
1908 Steuerklasse IV 12 Mark, 12 Steuerzahler zahlen zusammen 204 Mark
1909 Steuerklasse IV 12 Mark, 12 Steuerzahler zahlen zusammen 208 Mark
1910 Steuerklasse IV 12 Mark, 12 Steuerzahler zahlen zusammen 216 Mark
1911 Steuerklasse IV 12 Mark, 14 Steuerzahler zahlen zusammen 244 Mark
1913 Steuerklasse IV 12 Mark, 15 Steuerzahler zahlen zusammen 252 Mark
1914 Steuerklasse IV 12 Mark, 15 Steuerzahler zahlen zusammen 256 Mark
1915 Steuerklasse IV 12 Mark, 15 Steuerzahler zahlen zusammen 252 Mark
1916 Steuerklasse IV 12 Mark, 15 Steuerzahler zahlen zusammen 240 Mark
1917 Steuerklasse IV 12 Mark, 13 Steuerzahler zahlen zusammen 220 Mark
1918 Steuerklasse IV 12 Mark, 13 Steuerzahler zahlen zusammen 212 Mark
1919 Steuerklasse IV 12 Mark, 13 Steuerzahler zahlen zusammen 216 Mark
1920 Steuerklasse IV 12 Mark, 14 Steuerzahler zahlen zusammen 224 Mark
vor 1914
Emanuel Katzenstein unterschreibt einen Aufruf, in dem es darum geht,
die Sparkasse der Herrschaft Itter nicht in die Kreissparkasse einzugliedern,
sondern selbständig zu belassen. Mit ihm unterzeichnen weitere
68 Männer aus Vöhl, Marienhagen, Oberwerbe, Altenlotheim,
Schmittlotheim, Basdorf und Obernburg. Katzenstein unterschreibt als
Gemeindevertreter.
1915
Noch immer gehört er dem Vorstand d. jüdischen Gemeinde an.
In dieser Eigenschaft wird er mit einem Ordnungsgeld von 2 M belegt.
ca 1915
Richard Rothschild erzählt, Emanuel Katzenstein habe einen stolzen
Hahn gehabt, den er und andere Kinder mit Brot gefüttert hätten,
das in Branntwein getaucht war.
1920
Abraham Blum und Emanuel Katzenstein sind Trauzeugen bei der Hochzeit
von Hugo Davidsohn und Ida, geb. Frankenthal.
1921
Er ist im Ehren-Buch der Stifter für das Kriegerdenkmal Vöhl
für die Gefallenen des 1. Weltkrieges aufgeführt.
1922
R. Heinzerling, Nachbar und Apotheker, bringt ihn am 4.9.1922 zur Anzeige:
"Von Em. Katzenstein bringe ich zur Anzeige weil seine Klucke mit
7 Küken am 4.9.22 unbefugt in meinem Garten geweidet haben."
Nach der Feld- und Forstordnung wird er mit einem Ordnungsgeld von 5
Mark belegt.
??
Zu einem bisher nicht bekannten Zeitpunkt kaufte Emanuel Katzenstein
das Haus Nr. 106 in der Henkelstraße vom Schreinermeister Schaake
aus der Basdorfer Straße; er vererbte es seinem Neffen Siegmund
Katzenstein, der dort eine Eisen- und Fruchthandlung betrieb; in den
letzten Jahren ging Emanuel Katzenstein mit Stock.
Dienstboten gemäß Vöhler Gesinde-Register:
15.1.1883-? Louise Spitze aus Ober-Werba, 19 Jahre, klein,
graue Augen, gewöhnliche Nase und Mund, blonde Haare, keine besonderen
Merkmale, als Dinstmagd
16. 2. 1889-12.2.1890 Elisabeth Vesper aus Niederorke; 21.
Jahre, geb. den 31.1.1868, schlank, graue Augen, stumpfe Nase, gewöhnl.
Mund, blond, keine besond. Merkmale, als Magd; Zeugnis:
treu u. fleißig betragen gez. Abr. Blum
13.11.1890-21.11.1894 Louise Nordmeyer aus Freienhagen, 18
Jahre, geb. den 7.4.1872, mittelgroß gesetzt, blaue Augen, gewöhnl.
Nase u. Mund, hellblond, keine besond. Merkmale; als Magd; Zeugnis:
Betragen voller Zufriedenheit. gez. E. Katzenstein - z.Bgl. Müller
Bgstr.
13.11.1894-14.11.1896 Louise Geitz aus Thal Itter, geb.
den 10. Mai 1873; schlank mittel, blaue Augen, gewöhnl. Nase u.
Mund, hellblond, keine besond. Merkmale, als Magd; Zeugnis:
fleißig u. treu betragen. gez. E. Katzenstein - z. Bgl. Müller
13.11.1896-? Marie Hankel aus Meinringhausen, geb. am
23. Septbr. 1877, mittelgroß gesetzt, blaue Augen, gewöhnl.
Nase u. Mund, dunkelblond, keine besond. Merkmale, als Magd
1927
Frankenberger Zeitung am 26.3.:
| Dienstag abend 10 Uhr entschlief sanft nach mit
grosser Geduld ertragenem Leiden unser lieber guter Onkel,
der |
Kaufmann
Emanuel Katzenstein |
im 88. Lebensjahr.
Vöhl, Calais, München-Gladbach, Wolfhagen, Steele,
den 24. März 1927. |
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Sigmund Katzenstein. |
| Die Beisetzung findet am 27.3., nachm. 2 Uhr statt. |
|
Frankenberger Zeitung am 14. April:
| Danksagung. |
| Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange
unseres lieben Onkels sagen wir allen unsern besten Dank. |
| Vöhl. Familie
Sigmund Katzenstein |
|
Reihe 8 Grab 1): [5]
| Hebräische
Inschrift |
Deutsche Inschrift |
 |
Hier
ruht in Gott
Emanuel
Katzenstein
geb. 16. März 1839
gest. 22. März 1927 |
| Übersetzung |
Bild |
|
Hier liegt begraben
der Grabstein eines gerechten Mannes (1).
Er lauerte auf Wahrheit
und ging mit den Frommen;
er war gerecht (im) Herzen
und haßte die Götzen.
Friede folgte (ihm) alle Tage (2).
Seine Seele möge eingebunden sein in das Bündel des Lebens.
(1) Hier zeigt sich, wie sehr sich die Formel "Hier
liegt begraben" verselbständigt hat. Sie gehörte schon automatisch
an den Anfang einer Grabinschrift, auch wenn es inhaltlich sinnlos
ist.
(2) Dieser Satz könnte auch heißen: "Er folgte dem Frieden alle
Tage" (d. h. sein ganzes Leben).
Anmerkung von Karl-Heinz Stadtler:
Emanuel Katzenstein war der Sohn Simon Katzensteins; seine Ehefrau
war Fanny, geb. Wertheim. Er gehörte zu den Honoratioren Vöhls.
|

|
weitere Bilder:
[1] Unterstreichung im Original
[1a] Quelle: Gesangverein "Sängerlust
Vöhl" 1863 e.V., Dokumentation über 140 Jahre Vereinsgeschichte
1863-2003, zusammengestellt von Karl Schäfer, Vöhl 2004, S.20.
[2] Ein 6-Ziele-Beitrag bedeutet
eine Zahlung in 6 Raten pro Jahr (alle 2 Monate).
[2a] Quelle: Gesangverein "Sängerlust
Vöhl" 1863 e.V., Dokumentation über 140 Jahre Vereinsgeschichte
1863-2003, zusammengestellt von Karl Schäfer, Vöhl 2004, S.38.
[3] Wahlberechtigte und Kandidaten
sind nach dem Steueraufkommen in verschiedene Abteilungen eingeteilt.
[3a] Es ist bisher nicht bekannt,
in das Haus welchen Kaufmanns Katzenstein der Blitz einschlug.
[4] Lt. Schreiben von Paul Arnsberg
an den Vöhler Brgm. von 1966 ist dieser Eintrag im Archiv der Jüdischen
Histor. Gesellschaft in Jerusalem vorhanden.
[4a] Quelle: Gesangverein "Sängerlust
Vöhl" 1863 e.V., Dokumentation über 140 Jahre Vereinsgeschichte
1863-2003, zusammengestellt von Karl Schäfer, Vöhl 2004, S.12
u. S.59; als der Verein am 14. Januar 1933 sein 70-jähriges Stiftungsfest
feierte, wurde die Vereinsgeschichte vorgetragen. Im Zusammenhang mit
der Gründung im Jahre 1863 wurden die Namen von 7 Gründungsmitgliedern
genannt; die Namen von Emanuel Katzenstein und Salomon Schönhof
fehlten.
[5] Auf seinem Grabstein
sind zwei segnende Hände. Sie sind ein Hinweis auf einen Cohen
zadegh. Kohanim sehen sich als Nachfahren von Moses' Bruder Aaron, der
nach der Bibel von Gott mit all seinen Nachfahren zum Priester eingesetzt
wurde. Sie waren für Tempel- und später Synagogendienste zuständig.
Familien mit Namen wie Kohn, Katz oder Katzenstein gehören zu dieser
Sippe. Sie nehmen bestimmte Funktionen in Gottesdiensten wahr und müssen
besondere Reinheitsgebote einhalten.