Johanna Laser
verh. Jacobs

geb. 22.3.1890 nachmittags um fünf Uhr in der elterlichen Wohnung in Vöhl
gest. ? für tot erklärt in Riga

Eltern:
Joseph Laser (1848- 1906)
Bertha Laser, geb. Speier (1857 -wohl nach 1929)

Halbgeschwister:
Julius (geb. 1878)
Mathilde Elise (1883- wahrscheinlich 1935)
Leopold (1884- 1942/44 verschollen in Auschwitz)
Geschwister:
Flora Irma (geb. 1888)
Arthur (geb. 1891)
Ella (geb. 1896- 1965)
Gerta (geb. 1898)

Ehemann:
Justus Jacobs, geb. 22.4.1878 in Heiligen...?, Kreis Nolt....? (Rest unleserlich)
Beruf: Klempner

Wohnung in Vöhl:
Haus Nr. 10 (jüdische Schule), heute: Arolser Straße 8


1891
Am 24. Juli wird Bruder Arthur geboren.

1896
Am 31. August kommt Schwester Ella zur Welt.

1898
Schwester Gerda wird am 20. Februar geboren.

1906
Am 24. März stirbt Vater Joseph im Alter von 58 Jahren.
Johanna ist zu diesem Zeitpunkt kaufmännisches Lehrmädchen, wird später auch Abteilungsleiterin.

1907
Mutter Bertha zieht - wahrscheinlich mit Johanna und den jüngeren Geschwistern - nach Kassel.

1931
Am 12.10. teilt das Standesamt Kassel dem Standesamt Vöhl mit, dass Johanna Laser geheiratet hat. Die Geburtsregister-Nr. wird mit 14/90 angegeben.

1939
Die Personenstandspapiere werden um den Vornamen "Sara" ergänzt, der Eintrag 1955 wieder gelöscht [1].

1942
Johanna Jacobs wurde "evakuiert" (!) [2].

1955
Vom Amtsgericht Gelsenkirchen wird sie für tot erklärt; Zeitpunkt des Todes: 31.Dez. 1945, 24 Uhr.


[1] Nach der 2. Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Änderung von Familiennamen und Vornamen vom 17. August 1938 müssen alle Juden ab 1.1.1939 den zusätzlichen Vornamen "Sara" bzw. "Israel" annehmen. Dies wurde auf den Geburtsurkunden ergänzt.
[2] Nach Auskunft Monika Kingreens wurde Johanna Laser von Gelsenkirchen nach Riga deportiert. Möglicherweise geschah dies schon im Rahmen der Dezember-Deportation 1941.