Julius Laser

geb. 23.10.1878 in Neheim, Kreis Arnsberg

Eltern:
Joseph Laser (1848- 1906)
Karoline Laser, geb. Heymann (1859- 1885)

Stiefmutter:
Bertha Laser, geb. Speier, ab 1886 (1857- wohl nach 1929)

Geschwister:
Mathilde Elise (1883- wahrscheinlich 1935)
Leopold (1884- 1942/44 verschollen in Auschwitz)
Halbgeschwister:
Flora Irma (geb. 1888)
Johanna (geb. 1890- nach 1941 für tot erklärt in Riga)
Arthur (geb. 1891)
Ella (geb. 1896- 1965)
Gerta (geb. 1898)

Wohnung in Vöhl:
Haus Nr. 10 (jüdische Schule), heute: Arolser Straße 8


1882
Der Vater beginnt seine Tätigkeit an der jüdischen Schule in Vöhl. Das Ehepaar Laser zieht mit dem noch nicht 4jährigen Sohn dorthin und wohnt in dem Haus, in dem sich auch die jüdische Schule befindet.

1883
Am 19. Januar wird Schwester Mathilde geboren.

1884
Am 29. Februar wird Bruder Leopold geboren.

1885
Am 2. Juli stirbt Mutter Karoline nach einer 3 Tage zuvor erfolgten Totgeburt.

1886
Am 15. März heiratet Vater Joseph Bertha, geb. Speier.

1887
Am 23. Januar 1887 vormittags um drei Uhr gebärt die Stiefmutter ein Mädchen, das bei der Geburt stirbt.

1888
Am 5. Februar kommt Halbschwester Flora Irma zur Welt.

1890
Am 22. März wird Halbschwester Johanna geboren.

1891
Am 24. Juli wird Halbbruder Arthur geboren.

1892-95
Julius Laser besucht die Alte Landesschule in Korbach und schließt sie mit dem "Einjährigen" ab.

Zeugnis
über
die wissenschaftliche Befähigung für den einjährig-freiwilligen Dienst.
Julius Laser

Geboren am 23. Oktober 1878 zu Neheim, Kreis Arnsberg
Jüdischer Religion, Sohn des Lehrers Laser zu Vöhl, hat die hiesige Anstalt von der Klasse Untertertia an besucht und der Unter-Sekunda ein Jahr angehört. Er hat in den von ihm besuchten Klassen an allen Unterrichtsgegenständen teilgenommen, mit Ausnahme der Religion.
1. Schulbesuch und Betragen. Sein Schulbesuch war regelmäßig, sein Betragen gut.
2. Aufmerksamkeit und Fleiss. Durch Aufmerksamkeit und Fleiß erwarb er sich die volle Zufriedenheit seiner Lehrer.
3. Mass der erreichten Kenntnisse. Die Untersekunda hat er mit gutem Erfolg besucht und ist nach Obersecunda versetzt.
Corbach, am 3. April 1895
Direktor und Lehrerkollegium.
Fürstlich Waldecksches Landesgymnasium zu Corbach.
(Unterschriften)

Sein Abgangszeugnis enthält in allen Fächern (Deutsch, Latein, Griechisch, Französisch, Mathematik, Geschichte, Geographie, Naturkuinde) die Note Gut, ebenso in Fleiß und Betragen.

1896
Am 31. August kommt Halbschwester Ella zur Welt.

1898
Halbschwester Gerda wird am 20. Februar geboren.

1906
Am 24. März stirbt Vater Joseph im Alter von 58 Jahren.