Minna Lazarus

geb. 8.2.1879 in Oberwerba vormittags um acht Uhr in der elterlichen Wohnung
gest. 1941 oder später verschollen in Riga[1]

Eltern:

Hirsch Lazarus (vor 1850- nach 1897)
Schönchen Lazarus, geb. Blumenkohl (geb. wohl vor 1850)[1a]

Geschwister:
Markus (1867-1943)
evtl. Julchen (1871- ?)
Sigmund (ca 1872- ?)
Amalie (1876- ?)
Elise (vor 1879- ?)
Minna (1879- ?)

Wohnung:
mindestens bis 1878 in Ober-Werba
mindestens ab 1882 in Vöhl
Wohnungen in Kassel:
20.8.1915: Bahnhofstr. 9
27.3.1941: Landaustr. 9


1939
In Personalpapieren wurde der Name "Sara" ergänzt [2], 1951 der Eintrag wieder gelöscht.

1941
Am 9.12.1941 wurde sie in das Ghetto Riga deportiert; dort ist sie "verschollen", vermutlich ermordet.


[1] 290 Yad Vashem: The Central Database of Shoah Victim's Names, dort zit. nach Gedenkbuch - Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, Bundesarchiv (German National Archives), Koblenz 1986
[1a] der Vorname Schönchen leitet sich eventuell von dem Vornamen Jeanette ab
[2] Nach der 2. Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Änderung von Familiennamen und Vornamen vom 17. August 1938 müssen alle Juden ab 1.1.1939 den zusätzlichen Vornamen "Sara" bzw. "Israel" annehmen. Dies wurde auf den Geburtsurkunden ergänzt.