geb. 2.4.1816 in Oppenheim
gest. nach 1888, evtl. in Offenbach
Eltern:
Emanuel Liebmann (geb. wohl Ende des 18. Jh.)
Johannette Liebmann, geb. Salomon (geb. wohl Ende des 18. Jh.)
Geschwister:
evtl. Wilhelmine, verh. Baer (gen. Minna; wahrscheinlich vor 1830- nach
1887) [1]
Ehefrauen:
1.(?) Ehe: NN (oder Hermann ist kein ehelicher Sohn) [2]
2.(?) Ehe: Philippina, geb. Brück (1835- vor Juni 1857)
ein Ehevertrag wurde 1854 geschlossen
3.(?) Ehe: Regina, geb. Feist (geb. 1833)
ein Ehevertrag wurde 1857 geschlossen
4.(?) Ehe: Rosa, geb. Ruthenburg (1825- 1884)
Heirat: ? [3]
Kinder:
Hermann Liebmann (ca. 1840- nach 1888) > vgl. Fußnote [2]
Emanuel Liebmann (1855- ?)
Beruf:
Seifensieder
Wohnung:
Haus Nr. 25, zwischen Selig Stern u. Salomon Kugelmann; heute Arolser
Straße 21
1846
Am 2.2. 1846 wird er im Vöhler Gesinde-Register genannt als "Dienstbote",
der als Seifensieder selbständig arbeitet; wahrscheinlich ist er
an jenem Tag oder kurz vorher aus Oppenheim (wird im Register als Herkunftsort
genannt) in Vöhl eingetroffen
um 1850
Er besitzt Haus und Grundstück in der heutigen Arolser Straße
zwischen den Häusern von Selig Stern und Salomon Kugelmann.
1853
Salomon Liebmann erhält eine Einnahmeanweisung von der Gemeinde
über 1 Gulden 45 Kreuzer. Dann gibt es eine Einnahme-Anweisung
über 22 Gulden 30 Kreuzer "von Salomon Liebmann zu Vöhl
Einzugs Geld als Geländer 5 fg für besonderes, an Einzugsgeld
15 fg, gebürtig von Oppenheim ... für seine Braut Geboren
Lina Brück von Werfelden Kreis Alzei 2fg 30 kr."
1854
No. 3781.
13. Februar 1854 |
Ehevertrag
zwischen
Herrn Salomon Liebmann in Vöhl
und
Glle Philippina Brück in Fürfeld |
| Vor Carl Josef Guerdan Großherzoglich
Hessischer Notar für den Kanton Möllstein im Amtssitze
zu Möllstein begleitet von den nachbenannten Zeugen
erschienen:
Herr Salomon Liebmann, Seifenbinder in Voehl, Provinz Oberhessen
wohnhaft, und
Dslle (?Demoiselle?) Philippina Brück, ohne Geschäft
in Fürfeld wohnhaft, volljährige Toch-
ter des in Rürfeld wohnhaft gewesenen und daselbst
verstorbenen Handelsmanne Herrn Simon Brück, und seiner
nunmehrigen Wittwe Jacobine geborene Herz Handelsfrau in
Fürfeld wohnhaft.
Indes erklärten die Erschienenen:
Herr Salomon Liebmann und Dslle (? ) Philippina Brück,
daß sie in Ansehung der zwischen ihnen beschlossenen
ehelichen Verbindung und in der Absicht die Vermögensverhältnisse
ihrer künftigen Ehe festzustellen folgende Uebereinkunft
miteinander getroffen hätten welche sie als Ehevertrag
hiermit aufstellen:
Erster Artikel
Es soll zwischen den künftigen Ehegatten keine andere
Gütergemeinschaft bestehen als jene der Errungenschaft
welche sie zu gleichen Theilen anzusprechen haben . Es bleiben
daher bewegliche und unbewegliche Güter, welche dieselben
gegenwärtig besitzen und in die Ehe
einbringen, sowie auch alles dasjenige, was Einem oder dem
anderen von ihnen während der Ehe durch Schenkung oder
Erbschaft anfallen wird, von der Gemeinschaft ausgeschlossen
und ausschließliches persönliches Eigenthum desjenigen
der Ehegatten von dem es gegenwärtig in die Ehe eingebracht
oder dem es während derselben auf die vorgedachte Weise
zufallen wird. Desgleichen sollen auf alle Passivem welche
beim Abschluß der Ehe bestehen oder während derselben
durch Schenkung oder Erbschaft von einem der Ehegatten übernommen
werden überhaupt alle persönliche Schulden der
künftigen Ehegatten von der Gemeinschaft ausgeschlossen
und demjenigen von ihnen allein zu Last fallen und bleiben,
von dem sie herrühren.
Zweiter Artikel
Das gegenwärtige Vermögen des Bräutigams,
außer seinen Kleidungsstücken, Leibweißzeug
und Schmuck, besteht:
1. in einem Wohnhause samt Zubehör ...- gelegen in
Vöhl in der Ackerreihe, neben Salomon Kugelmann und
Selig Stern; und
2. in baarem Gelde, in Geschäft aus Ständen, in
einem Vorrathe von Seife und Lichter, Geschäfts-Utensilien,
in Hausmobilien, Bettung und Weißzeug, und in Früchten,
alles zu-sammen im Werthe von Zweitausend fünfzig Gulden.
Indes erklärte die Braut, dass sie die vorstehenden
Angaben des Bräutigams bezüglich seines
gegenwärtigen Vermögensstandes als richtig anerkenne.
Dritter Artikel
Das gegenwärtige Vermögen der Braut außer
ihren Kleidungsstücken, Leibweißzeug und Schmuck,
besteht:
1. in verschiedenen zu einer Hausküchen-Einrichtung
gehörigen Gegenständen, Bettung und Weißzeug,
zusammen im Werthe von Vierhundert ein und fünfzig
Gulden, und
2. in fünfhundert Gulden baarem Gelde.
Indes erklärte der Bräutigam, daß er im
Besitz des baaren Geldes sowie in jenem des Mobiliareffeckten
im vor angegebenen Werthe sich bereits befinde.
Vierter Artikel
Ueber jedes weitere Beibringen der künftigen Ehegatten
soll, wenn es nicht durch eine oeffentliche Urkunde feststeht,
in den ersten drei Monaten des jeweiligen Anfalls ein Verzeichnis
gemacht von beiden Theilen unterzeichnet und dem Ehevertrag
beigelegt werden.
Fünfter Artikel
Bei Auflösung der Ehe soll jeder Ehegatte seine alsdann
vorräthigen Kleidungsstücke, Leibweißzeug
und Schmuck überhaupt die ihm zum persönlichen
Gebrauche dienenden Gegenständen dieser Art als Ersatz
für die dermalen eingebrachten vor aller Theilung erhalten.
Sechster Artikel
Der Frau und ihren Erben bleibt das Recht auf die Gütergemeinschaft
der Errungenschaft bei Auflösung der Ehe zu verzichten
und ist dieselbe und ihren Erben im Falle einer solchen
Verzichtleistung befugt das sämtliche Vermögen
der Frau frei von allen während
der Ehe entstandenen Schulden zurückzunehmen und sich
so mit durch den Verzicht auf die Errungenschaft von allen
in der Ehe entstandenen Schulden zu befreien.
Siebenter Artikel
Die künftigen Ehegatten treffen für den Fall ihres
Ablebens hiermit folgende Verfügung unter dem Titel
einer Schenkung unter Lebenden.
Wenn bei Auflösung der Ehe kein .....................
aus derselben am Leben ist, dann soll der Überlebende
Ehegatte, Mann oder Frau, das sämtliche Vermögen
des verstorbenen Ehegatten im Eigenthum behalten.
Worüber gegenwärtige Urkunde zu Freilaubersheim
in
dem Hause des Herrn Bürgermeisters heute den dreizehnten
Februar achtzehnhundert vier und fünfzig aufgenommen
wurde in Beisein des Herrn Philipp Wehr, Bürgermeister
und Hrn Philipp Jacob Wirth, Ackermann, beide in Freilaubersheim
wohnhaft, Zeugen welche mit Hrn
Salomon Liebmann, Dslle Philippina Brück und dem Notar
nach Verlesung unterzeichneten
Auf dem Original sind unterzeichnet: Philippina Brück,
Salomon Liebmann, Wehr, Philipp Jacob Wirth und Guerdan
................. zu Bingen den fünfzehnten Februar
1854,
sol. r.c. 5. erhalten ............... Gulden zwanzigvier
Kreuzer
gezeichnet Eger
Für richtige Ausfertigung
der großherzogliche Notar
Guerdan (Unterschrift) |
|
Im namentlichen Verzeichnis sämmtlicher
Gewerbesteuerpflichtigen für das Jahr 1854 wird er aufgeführt.
Sein Gewerbe: Seifensieder, Aschensammler, Spinnereikrämer
15. Mai: Das Großh. Hess. Kreisamt Vöhl schickt Heimathscheine
Liebmanns und seiner Frau an den Bürgermeister, mit dem Bemerken,
dass gegen den Aufenthalt der Liebmanns nichts mehr spreche. Der Polizeidiener
Nupp hatte vorher Anzeige gegen Salomon Liebmann wegen unerlaubter Beherbergung
erstattet.
18. Mai: Das Gesinde-Register verzeichnet: "Salomon Liebmann aus
Oppenheim mit Frau"; unter der Rubrik "dienen bei" heißt
es: Gemeinde Vöhl - selbstständig" (!); Beruf: Seifensieder
6. August: Salomon Liebmann wird in die Vöhler Ortsbürgerliste
aufgenommen; als Geburtsort ist dort Oppenheim, als Geb.-datum der 2.4.1816
notiert; sein Beruf: Seifensieder.
Dienstboten bei Salomon Liebmann sind laut diesem Register:
28. Dez.-? Emile (!) Brück aus Fürfeld als "Macht"
16.11.1858- 12.11.1859 Caroline Retberg aus Waldeck als Magt
4.10.1859- ? Katharina Bonäcker von Buchenberg als Amme
12.11.1861- 17.2.1862 Margaretha Schneider von Thalitter als Magd
Martini 1862- Martini 1863 Katharina Klein von Marienhagen als Magd
21. 2.1866- 12.11.1867 Katharina Schluckebier, Basdorf, als Magd (unter
"Bemerkungen" ist notiert: "geht nach Neukirchen")
12.6.1867- ? Louise Carl als Magt
1855
Er gehört zur höchstbesteuerten Hälfte der Einwohner
Friedrich Schäfer beschwert sich beim Bürgermeister über
seinen Nachbarn Salomon Liebmann, der schon einige Jahre vorher einen
Abtritt und einen Abgussstein aus seiner Küche auf Friedrich Schäfers
Grund und Boden gebaut habe, beide befänden sich in dem engen Zwischenraum
zwischen den beiden Häusern. Ebendort habe Liebmann auch eine "Mistestätte
angelecht", und die ganze Nässe komme nun in seine und Peter
Schäfers "Ställe und Bewohnung".
Ein Taxationsprotocol erwähnt, dass die Gemeinde einen Grabgarten
neben Salomon Liebmann und Peter Schäfer hat schätzen lassen.
1856
Im Januar beantragt Liebmann bei der Gemeinde einen Wohnhausanbau; ein
betroffener Nachbar ist Friedrich Schäfer.
1857
Geschehen Vöhl
den 22 ten Mai 1857
Betreff: |
Ehevertrag
zwischen
Salomon Liebmann zu Vöhl und
Regina Feist zu Sprendlingen Kreis Alzei |
| Es erschienen vor unterzeichnetem
Vorsteher des Großherzoglichen Ortsgerichts Vöhl
Salomon Liebmann und Regina Feist und erklärten:
Zwischen Salomon Liebmann und Regina Feist sey folgender
Ehevertrag unter Zustimmung der Braut Eltern verabredet
worden:
1. Es wollen sich beide Verlobte zur Ehe nehmen und dieselbe
demnächst durch kirchliche Trauung vollziehen lassen.
2. Ihren Wohnsitz nehmen die jungen Eheleute in dem Hause
des Bräutigams zu Vöhl
3. Die Braut wendet in die Ehe ein: 900 fg. Schreibe Neun
Hundert Gulden
a)
an Brautgabe, welche ihr die Eltern mitzugeben verspricht,
wie auch nach der
Braut Eltern Tod ihr noch zukommendes Vermögen.
(Handschriftl.
Anmerkungen, z.T. in anderer Schrift, vielleicht nachher
geschehen)
Bestätigt
in Bezug auf den Bräutigam
Vöhl
23 Juni 1857
Großherzogliches
Landgericht
Herrmann
(?)
b)
an sonstigem eigenen Vermögen, Nichts
4. Der Bräutigam wendet dagegen ein: sein sämtliches
Vermögen, welches ihm zustet (!)
a)
an Vermögen, welches im .... mitzugeben verspricht
(gestrichen)
b) an sonstigem
eigenen Vermögen Nichts
5. Sollte diese Ehe durch den Tod aufgelößt werden,
ohne daß Kinder aus derselben vorhanden sind, so ist
verabredet:
a)
wenn der jetzige Bräutigam vor der Braut verstirbt,
so soll die Braut ihr eingebrachtes Vermögen
und noch ein Kindstheil erhalten wen das Kind erster Ehe
noch am Leben ist. Ist
dasselbe aber verstorben so soll dieselbe alleinige Erbe
sein, und werden.
b)
wenn die jetzige Braut vor dem Bräutigam kinderlos
verstirbt, so soll der Bräutigam der Braut
sämtliches Vermögen erben.
Die Eltern der Braut verzichten in diesem Falle auf den
Ihnen zu kommenden Pflichttheil.
Vorgelesen genämigt und unterschrieben
Unterschriften: S. Liebmann, Regina Feist, Jacob Feist,
Johana Feist |
Zur Beglaubigung
Vöhl den 22 ten Mai 1857,
Der Vorsteher des
Großherzoglichen Orts-
gerichths Vöhl
Löwenstein |
Zur Beglaubigung von Jacob,
Johanna und Regina Feist
in Sprendlingen
Sprendlingen den 2. Juni
Großf. Bürgermeisterei
Sprendlingen
Hirschmann. |
| In Bezug auf die
zwischen dem Salomon Liebmann zu Vöhl und der Regina
Feist zu Sprendlingen beabsichtigten Ehe beantworte ich
Unterzeichneter nachstehende Fragen pflichtmäßig
wie folgt:
Frage 1: Wie alt ist der Bräutigam, wie alt die Braut?
Antwort: Ersterer 41 Letztere
24 Jahre
Frage 2. Wie heißen die Eltern der Verlobten; leben
sie noch oder sind sie verstorben?
Antwort: Der Name des Vaters des Bräutigams ist Emanuel
Liebmann
Der
Name der Mutter Johannette Salomon sind beide Tod (!)
Der
Vater der Braut heißt Jacob Feist
die
Mutter Johanna Neuman sind beide noch am Leben
Frage 3. Stehen die Verlobten, oder Einer von ihnen unter
Vormundschaft und wer ist der Vormund?
Antwort: Nein
Frage 4. War einer der Verlobten schon einmal verheirathet?
Antwort: Ja der Bräutigam
Frage 5. Sind Kinder aus einer früheren Ehe Eines der
Verlobten vorhanden und wie viele?
Ja
Eins
Wie alt sind diese Kinder und sind sie mit einem Curator
versehen?
Antwort: Ja 2 Jahr alt
Vöhl den 22 ten Mai 1857
Der
Vorsteher des Großherzoglichen Ortsgerichts Vöhl
Löwenstein
Dem Salomon Liebmann dahier wird hierdurch bescheinigt,
daß zum Zwecke seiner Verehelichung mit Regina Feist
von Sprendlingen Kreises Alzei in dem 18. Mai d. J. der
erforderliche Heirathschein ertheilt worden ist.
Vöhl am 20 Juni 1857
Großherzogliches Kreisamt Vöhl
Unterschrift (Pfuge?) |
|
Liebmann hatte 1857 bei folgenden Personen Schulden
[4]:
Schulden
Namen der Gläubiger
...
No. |
|
Gulden |
Kreuzer |
| 1 |
Heinzerling, Apotheker,
Vöhl |
22 |
43 |
| 2 |
Heinzerling, Kaufmann, Vöhl |
3 |
- |
| 3 |
Israelit. Gemeinde Vöhl |
15 |
30 |
| 4 |
... , Frankfurt |
9 |
- |
| 5 |
Müller Harseim (?),
Alraft |
5 |
- |
| 6 |
Mildenberg, Simon, Vöhl |
1 |
30 |
| 7 |
Moses Schaumburg, das. |
1 |
- |
| 8 |
Michel Mildenberg, das. |
2 |
12 |
| 9 |
Joseph Kugelmann, das. |
1 |
45 |
| 10 |
Ruben Rothschild, das. |
8 |
45 |
| 11 |
Blumenthal, Rennerthausen
(?) |
2 |
20 |
| 12 |
Morell u. Lamp. zu Friedberg |
5 |
10 |
| 13 |
Math. Schloß (?),
Kaufmann zu Frankfurt |
28 |
- |
| 14 |
Windecker, Kaufmann, Gießen |
32 |
- |
| 15 |
Bauermeister, Fabrikant,
Starlshausen |
24 |
30 |
| 16 |
Schönhof, Schuhmacher,
Vöhl |
2 |
46 |
| 17 |
Emilie Brück, Türfeld |
10 |
- |
| |
|
175 |
11 |
| 18 |
Daum, Schneider, Vöhl |
1 |
- |
| 19 |
Frankenthal, Vöhl |
1 |
10 |
| |
Summa |
177 |
21 |
| |
Auftrag: |
|
|
| 20 |
Friedrich Berges in Dorfitter |
56 |
45 |
| |
Hauptsumme |
234 |
6 |
Dem standen folgende Ausstände Salomon Liebmanns und Regina
Feists gegenüber:
lfd.
Nr. |
Namen der Schuldner |
Mann |
Frau |
Gemein.. |
| |
|
fg |
kr |
fg |
kr |
fg |
kr |
| 1 |
Jakob Vöhl in Frankenberg |
|
|
|
|
10 |
30 |
| 2 |
Meier, Meierhof, Medebach |
|
|
|
|
1 |
45 |
| 3 |
Heinrich Schütz, Minden |
|
|
|
|
21 |
- |
| 4 |
Albert Neumaier, Adorf |
|
|
|
|
33 |
15 |
| 5 |
Selig Schafte, Naumburg |
|
|
|
|
1 |
45 |
| 6 |
Gebrüder Linbert, Wolfhagen |
|
|
|
|
30 |
27 |
| 7 |
W. Walschmitt, Sachsenhausen |
|
|
|
|
25 |
9 1/4 |
| 8 |
Richard Sigmund, Wolfhagen |
|
|
|
|
26 |
46 1/2 |
| 9 |
S. Lewison, Wolfh. |
|
|
|
|
21 |
- |
| 10 |
Is. Katzenstein, Marienhagen |
|
|
|
|
- |
52 1/2 |
| 11 |
Heinzerling, Apotheker, Vöhl |
|
|
|
|
1 |
45 |
| 12 |
M. G....nhei...er, Altlotheim |
|
|
|
|
2 |
56 3/4 |
| 13 |
Emmerich, Sachsenhausen |
|
|
|
|
- |
30 |
| 14 |
Israeli. Gemeinde Vöhl |
|
|
|
|
27 |
25 |
| 15 |
David Adler, Frankfurt |
|
|
|
|
28 |
42 |
| 16 |
Regierungsrath Fuhr, Vöhl |
|
|
|
|
3 |
30 |
| 17 |
Pfarrer Schulze, Fürstenberg |
|
|
|
|
4 |
9 1/2 |
| 18 |
Wilhelm Figge, Sudeck |
|
|
|
|
5 |
15 |
| 19 |
Wilhelm Prinz, Vöhl |
|
|
|
|
15 |
33 1/2 |
| 20 |
Heinrich Schmale, Vöhl |
|
|
|
|
8 |
- |
| 21 |
Faitor Mus, Hütte zu Berig |
|
|
|
|
3 |
12 1/2 |
| 22 |
Simon Mildenberg, Vöhl |
|
|
|
|
- |
5 |
| 23 |
Bauaufseher Blöcher, Herzhausen |
|
|
|
|
1 |
8 |
| 24 |
Moses Schaumburg |
|
|
|
|
10 |
27 1/2 |
| 25 |
Georg Prinz, Höringhausen |
|
|
|
|
1 |
6 |
| 26 |
Förster Klipstein, Niederorke |
|
|
|
|
- |
40 |
| 27 |
Ueberhorst, Dorfitter |
|
|
|
|
- |
48 |
| 28 |
Pfarrer Fritz, Kirchlotheim |
|
|
|
|
3 |
35 1/2 |
| 29 |
Joh. Brüne, Bringhausen |
|
|
|
|
5 |
18 |
| 30 |
Christian Brüne, Giflitz |
|
|
|
|
5 |
10 1/2 |
| 31 |
Wilhelm Höhle, Berig |
|
|
|
|
5 |
29 1/4 |
| 32 |
Wundarzt Schneider, Marienhag |
|
|
|
|
3 |
30 |
| 33 |
Wittib Höhle, Berig |
|
|
|
|
5 |
29 1/4 |
| 34 |
Lehrer Vögler, Obernburg |
|
|
|
|
1 |
45 |
| 35 |
Gering, Kaufm., Naumburg |
|
|
|
|
21 |
14 |
| 36 |
Wilh. Brüne, Bringhausen |
|
|
|
|
10 |
40 1/2 |
| 37 |
Wilh. Hillemann, Kirchlothm |
|
|
|
|
- |
54 |
| 38 |
Schreiner Höhle, Basdorf |
|
|
|
|
- |
25 |
| 39 |
Weinreich, Stechner (J?), Bringhsn. |
|
|
|
|
1 |
47 |
| 40 |
Mütze, Basdorf |
|
|
|
|
- |
10 1/2 |
| 41 |
Heinrich Höhle, Basdorf |
|
|
|
|
- |
27 |
| 42 |
Lehrer Henkel, Vöhl |
|
|
|
|
- |
36 1/2 |
| 43 |
Daniel Schrifner, Dorfitter |
|
|
|
|
- |
20 |
| 44 |
Hermann, Heinze Vöhl |
|
|
|
|
- |
5 |
| 45 |
Heinrich Nagel, Basdorf |
|
|
|
|
- |
6 |
| 46 |
Adam Scherf, Vöhl |
|
|
|
|
2 |
38 1/4 |
| 47 |
Salomon Bär, das. |
|
|
|
|
5 |
13 |
| 48 |
Schneider, Daume (?), das. |
|
|
|
|
1 |
41 |
| 49 |
Berges, Müller Dorfitter |
|
|
|
|
37 |
57 |
| 50 |
Best, Friedrich, das. |
|
|
|
|
- |
7 |
| 51 |
Friedr. Langendorf, Obernburg |
|
|
|
|
- |
25 |
| 52 |
Zimmermann, Christian, Vöhl |
|
|
|
|
- |
16 1/2 |
| 53 |
Baiemann (oder Beinmann?), Wagner, Vöhl |
|
|
|
|
- |
16 1/2 |
| 54 |
Jakob Meisner, Vöhl |
|
|
|
|
1 |
19 |
| 55 |
Ascher Rothschild das. |
|
|
|
|
25 |
11 1/4 |
| 56 |
Pfarrer Te..rag das. |
|
|
|
|
1 |
10 |
| 57 |
Bürgermeister Löwenstein das. |
|
|
|
|
- |
24 |
| 58 |
Joseph Kugelmann das. |
|
|
|
|
1 |
18 |
| 59 |
Christ. Schluckebier, Basdorf |
|
|
|
|
- |
24 |
| 60 |
Thierarzt Hartmann, Marienhag |
|
|
|
|
- |
12 |
| 61 |
Hermann Müller, Vöhl |
|
|
|
|
- |
7 |
| 62 |
Ruben Rothschild das. |
|
|
|
|
31 |
28 |
| 63 |
Mittler, Thalitter |
|
|
|
|
37 |
45 3/4 |
| 64 |
Salomon Bär, Vöhl |
|
|
|
|
- |
9 |
| 65 |
Klein, Dorfitter |
|
|
|
|
- |
5 |
| 66 |
Friedrich Berges, das. |
|
|
|
|
10 |
30 |
| 67 |
Friedrich Zwick (?), Basdorf |
|
|
|
|
- |
4 |
| |
Summa = |
|
|
|
|
528 |
36 1/2 |
1858
Liebmann erhält die gemeindliche Erlaubnis zum Handel mit Seife
und Öl.
Er erhält am 3. März 1858 eine Konzession als Seifenhändler.
[5]
1864
Nach einem Häuserverzeichnis zur Volkszählung hat sein Haus
die Nr. 25. Es handelt sich wohl um das Grundstück, das heute die
Bezeichnung Arolser Str. 21 trägt. Das Liebmannsche Haus soll zu
einem nicht bekannten Zeitpunkt abgebrannt sein. Das heutige Haus auf
dem besagten Grundstück wurde dann errichtet.
In einem Faszikel mit der Mobiliarversteigerung des Hermann Prinz aus
Vöhl gibt es eine undatierte Liste, die im selben Zusammenhang
stehen könnte und wo vermerkt ist, dass Salomon Liebmann einen
Gegenstand erworben und 5 fg 50 kr bezahlt hat.
1877
Nach der Steuerliste der Vöhler Juden zahlt er eine Normalsteuer
von 1,48 Mark und einen Beitrag für 6 "Ziele" von 13,26
Mark [6], damit gehört
er zum "unteren jüdischen Mittelstand".
1878
Er besitzt nach dem Vöhler "Rezeß" von 1878 "Auf
dem Krahm" 37 a 10 qm; außerdem Hofraum im Dorf von 147 qm.
Seine darauf fallende Grundsteuer beträgt 0,86 M.
1881
Er zeigt beim Standesamt am 2. Juni den Tod von Salomon Baer an.
1883-1889
In einem Auszug aus der Gewerbesteuer-Rolle des Kreises Frankenberg
heißt es, dass Salomon Liebmann in der Steuerklasse B I sei, weiter
heißt es dort: Gewerbe: Seifensieder, Handel mit S..... und Kurzwaren;
Umfang des Betriebs: gering; monatl. Steuersatz: 0,50 M; Bemerkungen:
abgemacht d. 14.X.86 [7]
1888
Er wohnt in Offenbach.
1890
In einem Schreiben des Amts- an das Ortsgericht Vöhl heißt
es, dass die Firma S. Liebmann, Inhaber Salomon Liebmann, erloschen
ist und das Ortsgericht den Aufenthaltsort der Inhaber oder Erben feststellen
soll.
[1] Minna Baer, Ehefrau des Lehrers
Salomon Baer, ist eine geborene Liebmann. Da es einige Verbindungen
zwischen Baers und Liebmanns gibt (z.B. Vormundschaft Baers für
Emanuel Liebmann; Salomon Liebmann meldet Salomon Baers Tod bei der
Gemeinde) ist eine Verwandtschaft zu unterstellen. Altersmäßig
könnten sie Geschwister sein.
[2] Bezüglich Hermanns gibt
es einige Unklarheiten. Im Anhang zum Ehevertrag zwischen Salomon Liebmann
und Regina Feist, wird nur Emanuel genannt und als Kind aus erster Ehe
Salomons bezeichnet. Wenn Hermann - wie aus Salomons Brief aus dem Jahre
1888 zu schließen ist - 1866 geheiratet hat, muss er viel älter
als Emanuel sein und aus einer früheren Ehe stammen, wenn er kein
uneheliches Kind ist.
[3] Während die Ehen Salomon
Liebmanns mit Philippina Brück und Regina Feist durch Ehevertrag
dokumentiert sind, gibt es über die Eheschließung mit Rosa
Ruthenburg keine weiteren Anhaltspunkte als die Todesurkunde Rosas.
[4] Eine Aufstellung der
Schulden und Außenstände wurde im Zusammenhang mit der Eheschließung
von Salomon Liebmann und Regina Feist erarbeitet.
[5] Möglicherweise
ist mit Beidem dasselbe gemeint.
[6] Dies bedeutet, dass
er den Beitrag in 6 gleichen Raten pro Jahr zu zahlen hat.
[7] Unklar ist, ob an diesem
Tag Liebmann Vöhl verließ oder der Eintrag erfolgte.
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