geb. 9.3.1887 in Vöhl vormittags um neun und einhalb in
der elterlichen Wohnung im Haus Nr. 18 [1];
der Vater zeigt die Geburt zwar am Tag des Geschehens an, weiß aber
wohl noch keinen Namen und lässt ihn erst am 1. April eintragen.
gest. 29.9.1959 in Bensheim
Eltern:
Levi Mildenberg (1853-1935) und
Lina, geb. Frankenthal (1861-1941)
Geschwister:
Hermann (1888-1961)
Sally (1891-1978)
Albert (1898-1984)
Ehegatten:
1. Ehe: Jenny; soll ein Hotel in Bad Mergentheim besessen haben
2. Ehe: Bertha (Heirat in Frankfurt im Nov. 1930, starb im Kindbett
1932)
3. Ehe: Lilli, in Shanghai gestorben; sie war Günther eine gute Mutter
(Auskunft: Ursula Behrend; in dieser Zeit haben Max u. Lilli wohl in
Vöhl gewohnt)
4. Ehe: Friedel (Frieda Friederike, geb. Wiener); sie starb 1994, war
nach Auskunft Ursula Behrends nicht Jüdin
Kinder:
Leo, Sohn mit Jenny, geb. 1919
Günther, Sohn mit Bertha, geb. 1932
Wohnung:
Geboren in Haus Nr. 18. Das Nachbarhaus war das Stammhaus der Mildenbergs,
wo die Familie des älteren Bruders seines Vaters wohnte. Er besaß zeitweise
das Haus No 49 und übereignete es dann seinem Bruder Sally.[2]
Beruf:
Metzger
Mitglied der Vöhler Burschenschaft, Mitgliedsnr. 296
1901-1904
Er erhält jährlich eine Legitimationskarte für Gewerbetreibende.
1902
Er ist Metzgerlehrling in Beverungen.
1903
Er arbeitet als Metzgergehülfe in Kassel.
1904
Er wird im November mit einer Ordnungsstrafe von 1 Mark belegt und arbeitet
als Metzger in Vöhl.
1907
Max Mildenberg meldet sich am 10.10. freiwillig ins Infanterieregiment
von Wittich (3. Kurhess. Regiment Nr. 83).
1914
Im August 1914 wird er zum Kriegsdienst eingezogen, und zwar zum Generalstab
des 26. Res. Korps. Zu dieser Zeit ist er Mitglied des Gesangvereins
Sängerlust Vöhl.[3]
1919
Sohn Leo wird geboren.
1927
Im Oktober muss ein Max Mildenberg ein Ordnungsgeld von 5 Mark wegen
Verstoßes gegen die Polizeiverordnung bezahlen.[4]
1930
In zweiter Ehe heiratet er Bertha.
1932
Sohn Günther wird geboren, Bertha stirbt im Kindbett.
Ursula Behrend berichtet: Max Mildenberg sei in Shanghai interniert
gewesen, dort sei seine dritte Frau gestorben; nach dem Krieg habe er
in den USA seine 4. Frau Friedel geheiratet, sei mit ihr nach Frankfurt
zurückgekehrt, habe mit ihr zusammen ein gutgehendes koscheres Restaurant
betrieben, und beide seien in Frankfurt gestorben und auf dem dortigen
jüdischen Friedhof begraben: Block 2 Qu Achse L.47.[5]
Lebensdaten nach Descendancy Chart: 1887-1959
[1] Bis mindestens 1864 hatte in
diesem Haus Selig Schönhof gewohnt.
[2] Information von Sallys Tochter
Ursula Behrend.
[3] Quelle: Gesangverein "Sängerlust
Vöhl" 1863 e.V., Dokumentation über 140 Jahre Vereinsgeschichte 1863-2003,
zusammengestellt von Karl Schäfer, Vöhl 2004, S. 53
[4] Wahrscheinlich ist der andere Max Mildenberg gemeint.
[5] Paul Arnsberg (Die jüdischen
Gemeinden in Hessen) berichtet fälschlicherweise, Max Mildenberg sei
irgendwo in Frankreich gestorben.