geb. wohl vor 1785
gest.zw. 1843 u. 1854, wahrscheinlich 1848 [2]
Eltern:
?
Geschwister:
?
Ehegatte:
Märle Mildenberg, geb. Kahn
Kinder:
Michael Mildenberg (1805- 1860/62)
Simon Mildenberg (vor 1809- 1887)
Marjanne (1809-1895)
Wohnung:
Sohn Michael wohnte in Nr. 16 (mittlere Arolser Straße; zwischen
den Häusern Seibel und Schmal, inzwischen abgerissen); es ist bisher
nicht bekannt, ob hier auch Mayer Mildenberg wohnte.
Beruf:
Metzger
1799
Mayer Michel erwähnt
1810
Meier Mildenberg erwähnt
1821
Er ist Vorstandsmitglied der jüdischen Gemeinde.
1827
Mayer Mildenberg ist Vorstandsmitglied der jüdischen Gemeinde;
in dieser Eigenschaft hat er sich mit der Weigerung der Basdorfer auseinanderzusetzen,
sich an den Kosten der in diesem Jahr fertiggestellten jüdischen
Schule zu beteiligen.
1829
Er ist nach Angaben Simon Kugelmanns als eines von 14 Gemeindemitgliedern
an der Verlosung von Plätzen in der Synagoge beteiligt.
1834
Er unterschreibt einen Aufruf zur Ablehnung von zusätzlicher Bezahlung
für Stände in der Synagoge mit "Mayer Mildenberg";
nach der Handschrift zu urteilen, hat Mayer Mildenberg das Schreiben
wohl selbst formuliert; andere schließen sich an. Er spielt in
dieser Angelegenheit also wohl eine führende Rolle.
1835
"Meyer Miltenberg" ist einer von 20 Unterzeichnern des Anstellungsvertrages
für den Lehrer David Schönhof.
1837
Er zahlt für einen Hund Hundesteuer.
1840
Laut "Verzeichniß des Salzbedarfs der Bürgermeisterei
Vöhl - Gemeinde Vöhl nach Maasgabe der Seelenzahl und des
Viehstandes vom Jahr 1840" gehören zu Haushalt und Besitz
von Mayer Mildenberg:
8 Personen über 8 Jahre,
1 Person unter 8 Jahre,
0 Pferde,
1 Ochsen, Kühe und Rinder,
2 Schaafe, Ziegen und Schweine
1841
Im namentlichen Verzeichnis sämmtlicher Gewerbesteuerpflichtigen
für das Jahr 1841 heißt es, sein Hauptgewerbe sei "Metzger
ohne ständigen Laden".
Bei seinem Namen gibt es eine Anmerkung: "bekommt ein Freipatent"
1843
Auch das namentliche Verzeichnis sämmtlicher Gewerbesteuerpflichtigen
für das Jahr 1943 gibt an, das Haupt-Gewerbe sei eine Metzgerei
ohne ständigen Laden; auch diesmal lautet die Anmerkung: "erhält
ein Freipatent".
1848
Er ist eines von 21 Mitgliedern der Vöhler und von 34 Mitgliedern
der Religionsgemeinde insgesamt, sein Steuerkapital ist 56 Gulden.
1854
Im namentlichen Verzeichnis sämmtlicher Gewerbesteuerpflichtigen
für das Jahr 1854 wird er nicht mehr genannt; er hat das Geschäft
also entweder seinem Sohn Michael übergeben oder ist inzwischen
verstorben.
[1] Der Name kommt auch in anderen
Varianten vor: Meier, Maier oder Meyer. Möglicherweise ist Mayer
Mildenberg mit Mayer Michel identisch. Vor der Einführung von Familiennamen
hätte er dann den Namen seines Vaters seinem Vornamen hintangestellt.
Nach der Einführung von Familiennamen hätte er dann den Vatersnamen
durch den Namen Mildenberg ersetzt, der vielleicht auf seinen oder seiner
Vorfahren Herkunftsort verweist.
[2] 1849 gibt es einen Briefwechsel
zwischen Landgericht und Bürgermeister, bei dem es um "Sterbprotocolle"
geht und überprüft werden soll, ob Michael Mildenberg eine
Unterschrift selbst geleistet hat; da in diesem Zusammenhang auch der
Name Meier Mildenberg genannt wird, ist es möglich, daß dieser
1848 gestorben ist; vgl. Gemeindearchiv Abt. XIII, Abschnitt 1, Konv.
1, Fasz. 4