| Michael Simon Mildenberg
[1] |
|
1780- 1786
erwähnt
1799
werden seine Erben erwähnt
[1] Insbesondere unter aschkenasischen
(d.h. aus Mittel- oder Osteuropa stammenden) Juden gab es die Tradition,
einem Sohn den Namen des verstorbenen Großvaters väterlicherseits
zu geben. In einer Zeit, in der Juden noch keine Familiennamen führten,
wurde dann dem Vornamen der Name des Vaters angehängt und im Laufe
der Zeit die Verbindungssilbe "ben" (= Sohn von) weggelassen.
Mit der Einführung von Familiennamen wurde der Name des Vaters
dann zweiter Vorname oder fiel ganz weg. Wenn der den Familiennamen
eintragende oder festsetzende Beamte der jüdischen Familie ein
Mitspracherecht bei der Wahl des Namens einräumte, entschieden
diese sich häufig für den Herkunftsort der Familie als Familiennamen.
Die hier dargestellte Familie Mildenberg wird sich also für diesen
Namen entschieden haben, weil sie - was allerdings noch nicht belegt
ist - aus Miltenberg am Main stammt. Wenn die hier gemachten Annahmen
stimmen, ist Michael Simon der älteste bekannte Mildenberg in Vöhl.