Regine Mildenberg
geb. Speyer-Kleeberg

geb. 20. Febr. 1855
gest. 5. Juli 1923, Vormittags um zwölfundeinhalb Uhr in Vöhl, Todesursache: Lungenentzündung, Herzmuskelentzündung, Herzschwäche

Eltern:
Kaufmann Abraham Speier und dessen Ehefrau
Johanna, geb. Wolf, zu Wolfhagen

Geschwister:
?

Ehegatte:
Robert Mildenberg (1845- 1897)

Kinder:
Moritz (1880- 1945)
Recha (1882- ?)

Wohnung:
Haus No 16, nach der Einführung der Straßennamen: Arolser Straße, Grundstück zwischen den heutigen Häusern Seibel und Schmal, inzwischen abgerissen


1880
Sohn Moritz wird am 16. August geboren.


1882
Tochter Recha wird am 23. August geboren.


1895
Die ebenfalls im Haus wohnende Marjanne Mildenberg, Tante ihres Mannes Robert, stirbt am 21. Mai.

1897
Am 3. März stirbt Ehemann Robert.
Seine Witwe wird wegen Verstoßes gegen die Polizeiverordnung mit einer Buße von 1 Mark belegt.

1897/98 - 1901/02
Robert Mildenbergs Witwe wird für einen Hund zur Hundesteuer veranlagt: 4,00 Mark pro Jahr

1911
Sohn Moritz heiratet am 2. März. Schwiegertochter Helene, geb. Kugelmann , kommt in die Hausgemeinschaft. Am 8. Dezember wird Enkelin Ruth geboren.

1914
Am 10. Oktober wird Enkelin Else geboren.


Grab auf dem jüdischen Friedhof Vöhl (eihe 10 Grab 2):

Hebräische Inschrift
Deutsche Inschrift
Hier ruht
unsere innigstgeliebte
gute Mutter
Frau Regine Mildenberg
geb. Speyer
geb. 20. Feb. 1855
gest. 5. Juli 1923
Ruhe sanft
Übersetzung
Bild

Hier liegt begraben
die geachtete und teuere Frau
die Krone ihres Mannes
und die Zierde ihrer Söhne (1).

Ihre Seele möge eingebunden sein in das Bündel des Lebens.

(1) Diese Formulierung findet sich häufig auf Frauengrabsteinen (Vgl. Baumann, Arnulf (Hg.): Der jüdische Friedhof. Friede über Israel, Zeitschrift für Kirche und Judentum, Beiheft 1 - Juni 1989, S. 16).

Anmerkung von Karl-Heinz Stadtler:
Sie war die Ehefrau von Robert, die Mutter von Recha und Moritz Mildenberg. Da sie nur diesen einen Sohn hatte, wirkt die hebr. Grabinschrift - "Söhne" - nicht angemessen, macht aber die Anmerkung der Übersetzerin deutlich, dass dies eine sehr häufige Formulierung auf Grabsteinen für Frauen war - so häufig, dass man sie nicht mehr sorgfältig überprüfte.

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Dienstboten nach Gesinderegister:
19.11.1897- ? Marie Zarges aus Fürstenberg, geb. am 3. August 1877, klein, blaue Augen, spitze Nase, gewöhnl. Mund, blond, keine besond. Merkmale, als Magd (Dienstherrin: Regine Mildenberg, Metzgerei, Vöhl) [1]

[1] Möglicherweise ist sie notiert, weil ihr Mann schon tot ist