Selig Salomo Rothschild [1]

geb. wohl vor 1780
gest. nach 1840

Eltern:
evtl. Salomon Abraham Rothschild (vor 1747- vor Mai 1816)
?

Geschwister:
vielleicht Ascher Rothschild (1780 (oder 1781)- 13. Januar 1859)

Ehegatte:
Ranchen, geborene Rubine (oder Rubino oder Regine oder Razine); geb. wohl vor 1780)

Kinder:
Belchen, verh. Kaiser (1798- 1882)
Isaak (1800- 1875)
Mathilde (geb. 1801/1802)
Minna, verh. Kugelmann (1803- 1892)
Ruben (1805- 1895)
Abraham (geb. 1808)


1816
Er wird als Gelderheber erwähnt.

1821
Er ist Vorstandsmitglied der jüdischen Gemeinde.

1823
Er ist Rechner der jüdischen Gemeinde.

1824
Er wird in einem Brief des Landrats erwähnt, in dem letzterer jüdische Vertreter aus Altenlotheim, Höringhausen, Eimelrod und Vöhl auffordert, sich bei Selig Rothschild zu treffen, um Deputierte zu wählen. Er hatte wohl eine führende Stellung in der Gemeinde inne.

1827
Er ist Vorstandsmitglied der jüdischen Gemeinde: in dieser Eigenschaft hat er sich mit der Weigerung der Basdorfer auseinanderzusetzen, sich an den Kosten der vor einiger Zeit fertiggestellten jüdischen Schule zu beteiligen.

1831
Landrichter Koch erkennt gegen Selig Rothschild auf Pfändung wegen 65 Thaler Schulden bei einem Mann namens Wittmer, evtl. aus Mahlsberg (?)
19. Okt.: Er erscheint wegen angemahnter Schulden vor der Behörde in Vöhl.

1832
Rothschild betreibt beim Landgericht eine Pfändungssache gegen Georg Henkel; es geht um Schulden aus einem Getreidegeschäft.
Am 9. Februar fertigt er ein Schreiben an das Regierungsamt Vöhl als Vorstand der jüdischen Gemeinde in einer Pfändungsangelegenheit an: Joseph Blum soll auf Kugelmanns Antrag ausgepfändet werden; Rothschild setzt sich für Blum ein; die jüdische Gemeindekasse soll wohl aushelfen. Seine Schrift wirkt recht ungeübt.

1833
Selig Rothschild hat 375 fg Schulden bei Simon Kugelmann, der gegen ihn klagt. Landrichter Koch ordnet Pfändung und Versteigerung an. U.a. werden gepfändet: eine Kuh, Ein Kontor, Ein Kannbeh (?), Eine Komote, Zwey Dische in der Wohnstube.

1834
Er unterzeichnet als Vorstandsmitglied der jüdischen Gemeinde ein Schreiben über die Bezahlung der Stände in der Synagoge.

1840
Laut "Verzeichniß des Salzbedarfs der Bürgermeisterei Vöhl - Gemeinde Vöhl nach Maasgabe der Seelenzahl und des Viehstandes vom Jahr 1840" gehören zu Haushalt und Besitz:
4 Personen über 8 Jahre,
0 Person unter 8 Jahre,
0 Pferde,
2 Ochsen, Kühe und Rinder,
9 Schaafe, Ziegen und Schweine


[1] Er wird mehrmals als Seligman bezeichnet.