geb. 1817 in Eimelrod
gest. nach 1854
Eltern:
Handelsmann Isaac Salomon Salberg aus Eimelrod (1790 in Padberg- 27.7.1856
in Eimelrod)
Rosa, geb. Landecker (April 1800- 15.5.1871 in Korbach)
Geschwister:
11
u.a. Faist Isaak Salberg (1822- 1870)
Ehegatte:
ja, Name unbekannt
Kinder:
Emilie
Theodor
Wohnung:
um 1847 in Vöhl
1854 in New York
1844
Der Großherzoglich Hessische Obersteuerbote Sturtz zu Vöhl
teilt Bürgermeister Wiesemann mit, dass Salomon Salberg und ein
weiterer Bürger (Adam Schmidt) ihre Steuerschuld nicht bezahlt
haben und deshalb gepfändet werden. Versteigerungstermin ist der
20. Juni. Außerdem versteigert der Obersteuerbote am 29. Juli
u.a. eine Wanduhr des Salomon Salberg.
Im Dezember fordert Landrichter Koch Bürgermeister Wiesemann auf,
die bei Salomon Salberg gepfändete Kuh zu versteigern; falls er
es nicht tut, droht er mit Geldstrafe.
1845
Das Kreisamt beauftragt am 7. Januar Bürgermeister Wiesemann mit
Pfändung und Versteigerung gegen Salomon Salberg. Als Pfand erhält
der Bürgermeister eine Kuh.
In einer Notiz erwähnt Landrichter Koch am 27. März den Verkauf
des Hauses von Salberg.
Am 8. März erwähnt Landrichter Koch in einem Schreiben an
Bürgermeister Wiesemann eine Schuld Salbergs bei Johannes Wiesemann
aus einem im Dokument nicht lesbaren Ort.
In einer weiteren Notiz am 18. März wird Bürgermeister Wiesemann
aufgefordert, bei Vermeidung einer Strafe von 45 Kreuzern eine Angelegenheit
in Bezug auf Salberg binnen 14 Tagen zu erledigen. Auf der Rückseite
des Blattes formuliert Bürgermeister Wiesemann am 26. März
die Bekanntmachung einer Versteigerung am Mittwoch, dem 2ten April 1845.
Am 27. Juli fertigt Bürgermeister Wiesemann für Landrichter
Koch ein Verzeichnis der Gebühren an, die für Benachrichtigungen,
Pfändungen und Versteigerungen inzwischen angefallen sind: 1 Gulden
54 Kreuzer.
1846
Am 25. Januar droht Landrichter Koch Bürgermeister Wiesemann wieder
einmal mit einer Geldstrafe von 45 kr, wenn er nicht binnen 8 Tagen
eine Auflage vom Vormonat in Bezug auf Salomon Salberg erfüllt.
1845- 1848
Salberg hat 1845- 1848 eine Schuldenangelegenheit mit der Gemeinde;
aufgrund von Schulden bei den Brüder Mübs oder Möbs aus
Niederwerbe findet 1845 eine Pfändung statt, doch die gepfändeten
Gegenstände bleiben aufgrund eines Versäumnisses von Bürgermeister
Wiesemann in Salbergs Besitz; möglicherweise wechselte Salberg
zwischenzeitlich den Wohnsitz (Umzug nach Dornheim bei Groß-Gerau)
und nimmt die gepfändeten Gegenstände mit; er kommt dann wohl
wieder zurück; 1848 wird wegen Schulden in Höhe von 3000 bis
4000 Gulden ein Konkursverfahren eröffnet.
1847
Salberg wird am 16. Dez. 1847 im Vöhler Gesinde-Register aufgeführt;
es heißt dort, er komme aus Eimelrod und sei selbstständig.
Aus einer Urkunde zur Ablösung für den Grundzins der Güter
des Salomo Salberg am 13. Juni 1847 geht hervor, dass die Zahlung durch
seinen Bruder, den Kaufmann Salberg, erfolgt sei. [1]
1848
Im Februar teilt Landrichter Koch mit, dass das Großherzogliche
Hofgericht der Provinz Oberhessen über das Vermögen Salbergs
den formellen Konkurs beschlossen hat.
1854
Er lebt von nun an in New York.
[1] Der in der Urkunde auch genannte
Vorname ist unleserlich. Wahrscheinlich ist der zu dieser Zeit in Vöhl
wohnende Faist Isaak Salberg gemeint; Salomo war dessen ältester
Bruder.