Jacob Schönthal

geb. 14.12.1842 in Marienhagen
gest. 3.1.1908 in Korbach

Eltern:
Liebmann Schönthal (1810- 1888) und
Johanna, geb. Mehrgeld (1815- 1893)

Geschwister:
Frida (1845- 1919)
Moses (1847- 1913)
Vogel (1851- 1929)
Dorchen (geb. 1853)
Helene (geb. 1855)

Ehegatte:
Johanna, geb. Mosheim (1855- 1933) [1]
Heirat:
28.8.78

Kinder:
Frieda (geb. 1879)
Albert (geb. 1881)
Metha (1883- wohl 1942 in Sobibor)
Erich (1887- 1919)
Max (1887- 1972)

Wohnung:
bis 1878, evtl. bis 1883 Marienhagen: Haus Nr. 14
dann Korbach: von 1883- 1938 Stechbahn 20

Beruf:
Korbach: Einzelhändler
(Manufaktur- und Lederwaren)


1877
Nach der Steuerliste der Vöhler Juden zahlt er eine Normalsteuer von 3,02 Mark und leistet eine Zahlung für 6 "Ziele" von 27,12 Mark. [2]

1879
Tochter Frieda wird am 21.10. in Korbach geboren. [3]

1881
Sohn Albert wird am 25.5. in Korbach geboren. [4]

1883
Jacob Schönthal wird in Korbach ansässig, erwirbt das und eröffnet dort eine Einzelhandlung mit Manufaktur- und Lederwaren.
Tochter Metha wird am 20.9. in Korbach geboren. [5]

1887
Die Zwillinge Erich [6] und Max [7] werden am 17.2. in Korbach geboren.

nach 1908
Nach Jacobs Tod führt die ledige Tochter Metha bis 1938 das Geschäft im Haus Stechbahn 20 weiter [5]. Nach dem Krieg wird das Haus abgerissen.


[1] aus Adorf; Tochter von Eli Mosheim und Röschen Löwenstern oder Löwenstein
[2] Er hatte den Betrag also sechs mal pro Jahr zu zahlen. Mit der Höhe des Betrages liegt er "im Mittelfeld" der Vöhler Juden
[3] Frieda heiratet am 18.2.1907 den Kaufmann Jakob Meyer aus Neviges. Sie ist verschollen in Auschwitz
[4] Albert heiratet 1923 eine Lina Hoffmann
[5] Metha wohnt bis 1938 im Haus der Familie, ab 16.1.1942 Grabenstr. 2b bei Lazarus, ist am 31.5.1942 "unbekannt verzogen", deportiert am 1. Juni von Kassel nach Sobibor, wo sie am 3. Juni ankommt und wahrscheinlich am selben Tag vergast wird
[6] gest. 4.3.1919 in Korbach
[7] Max heiratet am 17.1.1924 Taube Jungermann in Berlin-Kreuzberg. Er stirbt am 20.9.1972 in Berlin-Buckow