Liebmann Schönthal

geb. 28. Januar 1810 in Altenlotheim
gest. 25. Februar 1888, Vormittags um sieben Uhr, in Marienhagen

Eltern:
Handelsmann Jacob Schönthal und dessen Frau
Rosa, geb. Blum aus Höringhausen

Geschwister:

?

Ehegatte:
Johanna (Hanchen), geb. Mehrgeld (1815- 1893)

Kinder:
Jacob (1842- 1908)
Frida (1845- 1919)
Moses (1847- 1913)
Vogel Schönthal (1851- 1929)
Dorchen Schönthal (geb. 1853)
Helene Schönthal (geb. 1855)

Wohnung:
Haus No 50

Beruf:
?


1847
Zusammen mit Heinemann Kratzenstein meldet er am 28. Dezember bei Bürgermeister Dietzel den Tod des 18 Tage alten Moses Mehrgeld. Er wird als "Schutzjude" bezeichnet.

1848
Er ist eines von 6 Mitgliedern der Marienhagener und von 34 Mitgliedern der Religionsgemeinde insgesamt. Sein Steuerkapital beträgt 57 8/10 Gulden.

1857
Er erhält von der Gemeinde die Konzession für einen Handel mit Kurzwaren.

1858
Zusammen mit Liebmann Schönthal ist er Trauzeuge für Joseph Kratzenstein und Karoline, geb. Frankenbthal.

1859
Am 27. Januar erhält er von der Gemeinde eine Konzession für Fruchthandel.

1877
Nach der Steuerliste der Vöhler Juden zahlt er eine Normalsteuer von 11,05 Mark sowie einen Beitrag für 6 "Ziele" von 99,24 Mark [1].

1881
Liebmann Schönthal beteiligt sich im Oktober 1881 an dem Rezeß zur Ablösung der von den Hausbesitzern zu Basdorf, Marienhagen und Asel an die Kantor- und Organistenstelle in Vöhl zu entrichtenden Fruchtabgaben.


[1] Den genannten Betrag hat er sechs Mal pro Jahr zu zahlen. Die Höhe des Betrags lässt auf ein gut gehendes Geschäft schließen.