geb. 20.9.1883 in Korbach
gest. wohl am 3. Juni 1942 in Sobibor
Eltern:
Jacob Schönthal (1842- 1908) und
Johanna, geb. Mosheim (1855- 1933)
Geschwister:
Frieda (1879- 1942)
Albert (geb. 1881)
Erich (1887- 1919)
Max (1887- 1972)
Wohnung:
Bis 1938 im Haus der Familie in Korbach, Stechbahn 20; ab 16.1.1942
Grabenstr. 2b bei Lazarus, am 31.5.1942 "unbekannt verzogen".
1942
Metha Schönthal wird nach Kassel und von dort am Dienstag, dem
1. Juni, nach Osten deportiert. Wahrscheinlich am 3. Juni kommt der
Zug in Lublin an. Die arbeitsfähigen Männer müssen dort
aussteigen und werden nach Majdanek getrieben, während der Zug
mit den Frauen, Kindern und alten Männern, also wahrscheinlich
auch mit Metha Schönthal, nach Sobibor weiter fährt. Wahrscheinlich
wird sie dort innerhalb von 2 Stunden nach ihrer Ankunft vergast. [1]
[1] Quelle: Monica Kingreen, Telefongespräch
am 20. Februar 2003; außerdem: "Die gewaltsame Verschleppung
der Juden aus den Dörfern und Städten des Regierungsbezirks
Kassel in den Jahren 1941 und 1942"