Regine Schönthal,
geb. Kratzenstein |
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geb. 26. Nov. 1861 in Marienhagen[1]
+ 20. 10. 1933, Vormittags um ein Uhr in Marienhagen (Todesursache:
Herzasthma)
Eltern:
Gast- und Landwirth Joseph Kratzenstein (1821- 1896)
und dessen Ehefrau Karoline, geb. Frankenthal (1825- 1911)
Geschwister:
Selig Kratzenstein (1864- 1919)
Ehegatte:
Moses Schönthal (1847- 1913)
Heirat:
14.2.1892
Kind:
Louis Schönthal, 1895- ca 1941/42
Beruf:
Köchin
Wohnung:
Marienhagen, Haus Nr. 50
1894
Sie hat am 24. Januar nachmittags um ein Uhr eine Totgeburt.
1895
Am 1. April vormittags um elf Uhr wird Sohn Louis geboren; ein Zwillingskind
wird tot geboren oder stirbt bei der Geburt.
1928
Anfang November 1928 brannte das Haus nach einem Blitzschlag ab. Vom
6. bis 23. November wohnte sie mit der Familie ihres Sohnes Louis deshalb
in Korbach, Arolser Landstraße.
Fritz Müller (Marienhagen) erzählt, weil Regine Schönthal
am Schabbes gestorben und dies von der Familie und den Glaubensgenossen
als Sünde betrachtet worden sei, sei eine Bestrafung der Leiche
durchgeführt worden [2]. Er
könne sich auch erinnern, wie das Pferdefuhrwerk mit dem einfachen
Holzsarg durch Marienhagen und das "Alte Feld" zum Friedhof
nach Vöhl gebracht worden sei. Eine Person sei vorweg gelaufen
und habe gerufen: "Grüß mir den Abraham! Grüß
mir den Abraham!" Die dem Wagen folgenden Leute hätten geantwortet:
"Mi aa!" [3] (wohl im
Sinne von "Von mir auch!")
Grab auf dem jüdischen Friedhof Vöhl (Reihe
10 Grab 1):
| Hebräische
Inschrift |
Deutsche Inschrift |
keine |
Hier
ruht
meine liebe Mutter
Regine Schönthal
geb. Kratzenstein
geb. 26.11.1861
gest. 20.10.1933 |
| Übersetzung |
Bild |
| entfällt
Anmerkung von Karl-Heinz Stadtler:
Regine Schönthal wohnte in Marienhagen. Sie stammte aus der Marienhagener
Familie Kratzenstein, war die Frau von Moses, Mutter von Louis
Schönthal. |

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weitere Bilder
[1] In Karl Wilke, Die Geschichte
der jüd. Gemeinde Korbach, S. 274, wird ihr Geburtsdatum angegeben mit:
"geb. 24.11.1878"; die Daten auf dem Grabstein sind wohl richtig.
[2] Regine Schönthal starb tatsächlich
an einem Freitag. Vgl. hierzu den Abschnitt "Märchen oder Wahrheit"
in "Der Jüdische Friedhof in Vöhl" auf dieser Website.
[3] Zum Zeitpunkt des Ereignisses
war der Berichtende drei Jahre alt.