Rosa Schönthal
geb. Löwenstein (genannt Alma) |
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geb. 13.12.1902 in Affoldern,
gest. wohl um den Jahreswechsel 1941/42 oder wenig später in Riga,
nach anderen Angaben 1944 in Riga
Eltern:
Handelsmann Elias Löwenstein und Goldisen, geb. Goldschmidt in Affoldern
[1]
Geschwister:
Selma Änne, verh. Dannenberg
Ehegatte:
Louis Schönthal (1895- ca 1941/42)
Heirat:
am 18. 10. 1925 in Affoldern
Kind:
Ilse Schönthal (1927- ca 1941/42)
Wohnung:
Marienhagen, Haus Nr. 35; dann Herford
Nach Auskunft von Ilse Ette, geb. Maier, Enkelin der Dina Kratzenstein,
hatte Rosa Schönthal, ebenso wie ihre Tochter Ilse, blondes Haar.
1925
Rosa Schönthal zieht nach der Eheschließung zu ihrem Mann
nach Marienhagen.
1927
Am 15. November wird Tochter Ilse geboren.
1928
Vom 6. bis 23. November war die Familie in Korbach (Arolser Landstraße)
gemeldet, zog dann aber wieder nach Marienhagen. Grund für den
Umzug nach Korbach war wohl der Brand ihres Hauses durch Blitzschlag.
1937
Im Juni verzieht die Familie nach Herford.
1941
Am 9. Dez. muss sich die Familie zusammen mit 30 weiteren Herforder
Juden am "Marktplatz einfinden und wird zum 'Kyffhäuser' nach
Bielefeld gebracht, der Sammelstelle für die Deportation aus dem
Regierungsbezirk Minden. Etwa 400 Menschen werden hier unter unzulänglichen
Bedingungen zusammengetrieben. Die Deportation mit Wagen der Reichsbahn
beginnt am Sabbat, Samstag, dem 13. Dezember 1941, nach Riga. Kaufmann
Louis Schönthal mit Frau und Tochter und andere Familien gehen
in den Tod. Frau Schönthal wird zusammen mit ihrer Tochter erschossen,
die sich zum Schutz der Mutter in deren Arme geworfen hat [2]
1950
Louis, Rosa und Ilse Schönthal werden vom Amtsgericht Herford
am 14. Juli 1950 für tot erklärt; der Todestag wird festgesetzt
auf den 8. Mai 1945, 24 Uhr.
[1] Quelle: Geburtsurkunde
[2] Quelle: Juden in
Herford: 700 Jahre jüdische Geschichte und Kultur; Christine und
Lutz Brade/ Jutta und Jürgen Heckmanns (Hg.), Bielefeld 1990; in
diesem Buch wird "Rosa" Schönthal "Alma" genannt