Selig Stern

geb. 22.3.1800 in Vöhl
gest. 14.2.1893, Nachmittags um zehn und einhalb Uhr, in Vöhl

Eltern:
Kaufmann David Stern und dessen Ehefrau
Merle, geb. Rothschild

Geschwister:
Simon Stern (1799- nach 1858) [1]
Bär Stern (1805- 1868 oder 1877)

Ehegatte:
1. Rikel, geb. Hess (vor 1817- ca 1854)
2. Helene, geb. Kugelmann (1839- nach 1893)
Heirat:
17. Juni 1864 [2]

Kinder:
Helene (nach 1820- nach 1871) [3]
David Stern (1832- 1921)
Nadan Stern (geb. 1834)
Isaac Stern (1836- 1855 oder 1856)
Madilde Stern (geb. 1854)
Tochter (geb. 1864) [4]

Wohnung:
Haus Nr. 21, heutiges Haus Arolser Str. 19

Beruf:
Handelsmann


1821
Er ist Vorstandsmitglied der jüdischen Gemeinde.

1827
Er ist Vorstandsmitglied der jüdischen Gemeinde; in dieser Eigenschaft hat er sich mit der Weigerung der Basdorfer auseinander zu setzen, sich an den Kosten der vor einiger Zeit fertiggestellten jüdischen Schule zu beteiligen.

1828
Am 8. September wurde er in der 1823 eingerichteten Ortsbürgerliste rezepiert; dort heißt es: Geb.-ort Vöhl, Geb.-jahr 1799; Beruf Handelsmann.

1829
Er war nach Angaben Simon Kugelmanns als eines von 14 Gemeindemitgliedern an der Verlosung von Plätzen in der Synagoge beteiligt; er ersteigerte wohl den ersten und teuersten Platz für 12 fg.
Er war 1829 zur Zeit des Baus der Synagoge Rechner der jüdischen Gemeinde.

1831/32
Er wird zu einer Geldstrafe von 5 Gulden verurteilt, "Weil er ein Arbeitspferd unbegraben hat liegen lassen."
Denunziant war Landratsdiener Diez.

1833
Selig Stern hat eine Forderung von 19 Gulden gegen Peter Schäfer aus Vöhl. Landrichter Koch ordnet eine Versteigerung durch Bürgermeister Küthe an. Schäfer stellt Pfänder zur Verfügung.

1834
Er unterzeichnet als Vorstandsmitglied der jüdischen Gemeinde ein Schreiben über die Bezahlung der Stände in der Synagoge.

1835
Seelig (!) Stern war Vorsteher der jüdischen Gemeinde in Vöhl.[5]
Er beantragt beim Kreisrath die Einstellung des jüdischen Lehrers David Schönhof.
Er ist einer von 20 Unterzeichnern des Anstellungsvertrages für ihn.
Physikus Dr. Nuß findet im Keller des Hauses eine Mikwe vor, die sich in schlechtem Zustand befindet. Stern erklärt, sie werde für die ursprünglichen Zwecke nicht mehr genutzt, dürfe aber auch nicht zugeschüttet werden, weil die Keller ansonsten voller Wasser wären; dem kann Dr. Nuß nicht widersprechen.

1836
Selig Stern wird am 19. November jüdisches Mitglied des Schulvorstandes.

1837
Er ist Vorstandsmitglied der jüd. Gemeinde.
Er hat bei der Gemeinde einen Hund für die Steuer angemeldet.

1838:
Es gibt eine Beschwerde wegen der Gewerbesteuer: Der Großherzoglich Hessische Steuercommissariaths-Verwalter des Bezirks Vöhl fordert Bürgermeister Prinz auf, die Ansicht des ganzen Gemeinderathes einzuholen zu der Frage, "wie groß ungefähr jährlich die Quantität Wolle und Frucht, so wie die Anzahl der Pferde seyn mag, welche derselbe (Selig Stern) kauft und verkauft." Der Beamte will schriftliche Nachricht auch darüber, "wie viel in der Herrschaft Itter 1 Centner Wolle, so wie das Malter Korn, Hafer und Gerste im Durchschnitt kostet." [6]

1840
Laut "Verzeichniß des Salzbedarfs der Bürgermeisterei Vöhl - Gemeinde Vöhl nach Maasgabe der Seelenzahl und des Viehstandes vom Jahr 1840" gehören zu Haushalt und Besitz:
6 Personen über 8 Jahre,
2 Person unter 8 Jahre,
2 Pferde,
2 Ochsen, Kühe und Rinder,
15 Schaafe, Ziegen und Schweine

1841 und 1843
Im namentlichen Verzeichnis sämmtlicher Gewerbesteuerpflichtigen für die beiden Jahre heißt es:
Haupt-Gewerbe: Wollhändler im Kleinen
Neben-Gewerbe: Frucht- u. Pferdehändler u. Spinnereikrämer

1842
Der frühere Ortseinwohner Heinze hat Schulden bei Selig Stern und der Spar- und Leihkasse. Sein Dorfgrundstück und zwei Äcker werden deshalb auf Verfügung von Landrichter Koch durch Bürgermeister Prinz versteigert.

1843/44
Es gibt eine Appellation des Selig Stern gegen Heinrich Heinze I. in einer Konkursangelegenheit.

1845
Er ist Vorstandsmitglied der jüdischen Gemeinde.
Kreisrat Zimmermann fordert Bürgermeister Wiesemann auf binnen 8 Tagen zu erklären, ob Stern oder eine andere Person hinsichtlich des Betragens, der Fertigkeit im Rechnen und Schreiben sowie nach seinen sonstigen Verhältnissen sich eher zum Vorstandsmitglied für die jüdische Gemeinde eignet. Der Bürgermeister antwortet, beide seien für dieses Amt geeignet, doch Stern könne besser rechnen und schreiben.
Er ist Mitglied der Vöhler Gruppe des ca 1832 in Darmstadt gegründeten Vereins für sittliche und bürgerliche Verbesserung der Israeliten; sein Mitgliedsbeitrag beträgt 18 Kreuzer.
M. Mildenberg beschwert sich: Selig Stern und Isaac Rothschild hätten in der Synagoge gestört.

1847
Im Vöhler Verzeichnis der Vorräte an Getreide, Mehl, Reis, Hülsenfrüchte und Kartoffeln ist verzeichnet, dass Selig Stern 9 1/2 Malter Gerste verkauft, außerdem 17 Malter Korn am 6. Mai an Richter Brühne, 8 Malter Hafer nach Oberwerba, 15 Malter Korn à 19 Gulden 30 an J. Figge in Ebbe (!). (1 Malter = 128 Liter)
Ferner wird von einem Verkauf von 12 Malter Korn à 18 Gulden und 2 Malter Gerste zu 16 Gulden an Brühne berichtet.
Am 14. Mai verkauft er 12 Malter Korn und 5 Malter Gerste an Richter Brühne in Usseln; als Betrag sind 21 und 20 Gulden genannt. An die Gemeinde Herzhausen verkauft er 8 Malter Korn, an Kirchlotheim 4 Malter; Betrag: 21 Gulden. Am 20 Mai verkauft er wieder an Brühne 11 Malter Korn und 5 Malter Gerste. Möglicherweise verkauft er auch Kartoffeln.
Auf einem Notizzettel im Gemeindearchiv im Zusammenhang mit Nahrungsmittelan- und verkäufen wird er erwähnt. Hinter seinem Namen steht die Zahl 3.
Im Verzeichnis der Vorräte an Getreide, Mehl, Reis, Hülsenfrüchte und Kartoffeln sind hinter seinem Namen notiert (Maßeinheit unklar): 7 Weizen, 90 Korn, 30 Gerste, 80 Hafer, 24 Bohnen.
Ab 1847 hat Stern wieder einen Hund angemeldet.

1848
Er ist Vorstandsmitglied der jüdischen Gemeinde.
Er ist eines von 21 Mitgliedern der Vöhler und von 34 Mitgliedern der Religionsgemeinde insgesamt. Sein Steuerkapital beträgt 63 Gulden.

1849
Er ist Vorstandsmitglied der israelit. Religionsgemeinde, bisher zusammen mit Levi Blum und Michael Mildenberg; er bleibt ein weiteres Jahr im Amt. Bei einer Ergänzungswahl ist er als einziger für die Wiederwahl Blums, die anderen Wahlberechtigten entscheiden sich für Salomon Kugelmann. Er bildet also nun den Vorstand gemeinsam mit Salomon Kugelmann und Abraham Rothschild.
Stern hat dem Herzhäuser Christian Stephan 17 1/2 Mette Korn verkauft, die dieser nicht bezahlt, aber auch nicht abgeholt hat. Landrichter Koch fordert Bürgermeister Prinz auf, das Korn bei Stern zu holen und es meistbietend zu versteigern.

um 1850
Selig Stern besitzt ein Haus in der Ackerrijje (Arolser Straße) als Nachbar des Salomon Liebmann.

1851
Er ist Vorstandsmitglied der jüdischen Gemeinde; in diesem Jahr scheidet er aus.

1853- 1860
Er ist wieder Vorstandsmitglied der jüdischen Gemeinde.

1853
Stern erhält aus Gemeinde-Eigenthum einen Bauplatz an der Staatsstraße in der Nähe von der Linde. [7]

1853-57
Er gehört zur höchstbesteuerten Hälfte der Bevölkerung.

1854
Im namentlichen Verzeichnis sämmtlicher Gewerbesteuerpflichtigen für das Jahr 1854 heißt es:
Gewerbe: Woll- und Fruchthändler, Spinnereikrämer, Branntweinhändler, Eisenhändler im Kleinen mit ständiger Niederlage, Metzger ohne ständigen Laden.

1854-60
Er unterzeichnet als Vorstandsmitglied den "Voranschlag über Einnahmen und Ausgaben der israelitischen Religionsgemeinde zu Vöhl, Basdorf, Marienhagen und Ob.Werba".

1859
Selig Stern kauft am 4. Juni als Vorstand der israelitischen Gemeinde Vöhl eine Immobilie von Johannes Bock für 50 Gulden, die sofort nach Bestätigung des Kaufbriefs durch das Großherzogliche Landgericht bezahlt werden sollen; die Übergabe der Immobilie hatte bereits im April vorab stattgefunden; allerdings haben die Ehefrau des Daniel Wiesemann und die Ehefrau des Jeremias(?) Löwenstein noch nicht genau bekannte Ansprüche, und außerdem haben Vatter (!) und Mutter des Verkäufers ein Einsitzrecht.

1860
Selig Stern beantragt bei der Gemeinde den Bau eines Holzstalls.
Er ist Stimmgeber. [8]

1864
17. Juni: Selig Stern heiratet Helene Kugelmann; die Trauung vollzieht Salomon Baer; Zeugen sind Salomon Liebmann und Koppel Katzenstein.
Der Text der Trauungsurkunde lautet:

Der
Trauungsbevollmächtigte des Großhl. Rabbinats zu Gießen, Lehrer S. Baer zu Vöhl
hat heute nach Ansicht Gr. Kreisamtlichen Heirathsscheines, so wie Gr. Landgerichtlicher Bescheinigung, daß dem Vollzuge der Ehe kein privatrechtliches Hinderniß im Wege stehe den Selig Stern zu Vöhl mit Lenchen Kugelmann von hier heute in Gegenwart der beiden Zeugen: Salomon Liebmann und Koppel Katzenstein, beide von hier, nach jüdischem Ritus ehelich getraut.
Vöhl,
d. 17ten Juni 1864 S. Baer
  Trauungsbevollmächtigter
8. Juli: Geburt einer Tochter; ein Name wird im Geburtenregister nicht genannt.
Nach einem Häuserverzeichnis bei der Volkszählung hatte sein Haus die Nr. 21.
In einem Faszikel mit der Mobiliarversteigerung des Hermann Prinz aus Vöhl gibt es eine undatierte Liste, die im selben Zusammenhang stehen könnte und wo vermerkt ist, dass S. Stern einen Gegenstand erworben und 1 fg 52 kr bezahlt hat.

1865
Abraham Rothschild klagt gegen ihn wegen einer Grenzberichtigung. [9]

1868-93
Er gehört zur höchstbesteuerten Hälfte der Bevölkerung.

1869
Er muss für einen Hund Hundesteuer zahlen.

1877
Nach der Steuerliste der Vöhler Juden zahlt er eine Normalsteuer von 13,92 Mark und einen Beitrag für 6 "Ziele" von 124,97 Mark; er zahlt damit nach Levi Kaiser die meisten Steuern unter den Vöhler Juden; außerdem zahlt er gemeinsam mit David Stern eine Normalsteuer von 1,94 Mark und einen 6-"Ziele"-Beitrag 17,40 Mark. [10]
Er ist als Besitzer einer Hofraithe mit Grasgarten eingetragen, die 1852 Christof Weinreich und seit 1856 Christian Köhler und Frau gehörte.

1878
Gemäß Vöhler "Rezeß" von besitzt er:
- "In der Herzingsgrube" 54 a 20 qm und 5 a 2 qm
- "Im kleinen Feld" 91 a 94 qm
- "Vor dem Stumpf" 81 a 52 qm,
zusammen also 2 ha 32 a 68qm,
und in Marienhagen ("Mengenscheid") 28 a 43 qm.
Er besitzt auch Land in Basdorf, hat es jedoch 1881 oder kurz vorher an Heinrich Stadtler III verkauft.
Außerdem gehört ihm im Dorf: ein Hausgarten von 31 qm, Hofraum von 406 qm und ein Garten von 31 qm in der Herzingsgrube. An steuerpflichtigen Liegenschaften sind also für ihn notiert: 2,3268 ha in dem von der Zusammenlegung betroffenen Gebiet und 1,2251 ha außerhalb desselben. Als Grundsteuer soll er hierfür jährlich 9,40 M entrichten.

1879
Für einen Hund zahlt er 3 Mark 43 Steuern.

1883- 1889
Im Auszug aus der Gewerbesteuer-Rolle des Kreises Frankenberg heißt es:
Steuerklasse I; Gewerbe: Handel mit Frucht und Wolle; Umfang des Betriebs: gering; monatl. Steuersatz: 0,50 M
Der Eintrag wurde gestrichen, möglicherweise 1887.

1883- 1893
Für einen Hund zahlt er 3 Mark 43 Steuern pro Jahr.

1886
Er meldet den Tod der Sarah Kugelmann beim Standesamt.

1888
Am 27.1. lässt er durch seine Magd einen Hund abmelden. Am 8.6. wird wieder ein Hund angemeldet.

1890
Der Eintrag für Stern ist in der Steuerliste mit Fragezeichen versehen.

1891
Selig Stern wird im Februar wegen eines nicht ordnungsgemäßen Hundehalsbandes mit einer Buße von 1 RM belegt.

1893
Corbacher Zeitung am 16.2.:
Vöhl, 15. Febr. Gestern Abend um 11 Uhr starb hier nach einem 5wöchigen Krankenlager Herr Selig Stern im 93. Lebensjahr. Der Verstorbene, welcher wahrscheinlich die älteste Person im ganzen Bezirke war, erfreute sich bis vor Kurzem einer für ein so hohes Alter sehr rüstigen Gesundheit und unternahm noch im Vorjahre weitere Reisen.
1902
Am 1. Oktober verkauft Gustav Ueberhorst als Bevollmächtigter der Selig Stern`schen Erben Land (Flur 12, No 625/230, i;) 1 ar 87 qm Garten an Friedrich Schmal II. und dessen Ehefrau Karoline geb. Knoche in Vöhl.


Beschäftigte bei Selig Stern gemäß dem Vöhler Gesinde-Register:

Nov. 1844- 13.2. oder Nov. 1847 Maria Krum aus Dorfitter als Dienstmagd
26.2.1845- 1847 Jettchen Goldenberg von Höringhausen als Dienstmagd
1845- ? Katharina Wilke von Langenfeld als Magd
30.11.1853- Martini 1854 Wilhelmine Stein von Herzhausen als Magd
9. 12.1854- ? Annakatharina S-ese (?) von Höringhausen als Magd
11.11.1857 Rosalie Ruttenburg aus Rüthen in Preußen als Haushälterin
Okt. 1860- 12.11.1862 Elisabetha Neuman aus Meinringhausen
31.12.1860- Weihnachten 1862 Rickel Heß aus Schotten als Haushälterin
Martini 1862- 11.11.1865 Henriette Iske von Meinringhausen als Magd
11.3.1887- 13.Nov. 1889 Elisabeth Zarges aus Nieder-Orke, 16 Jahre, geb. am 5 Novber 1870, klein, blaue Augen, lange Nase, gewöhnl. Mund, blond, keine besond. Merkmale, als Magd; Zeugnis: treu + fleißig betragen gez. Selig Stern
23.2.1890- ? Caroline Lamm aus Dorfitter, 14 Jahre, geb. am 31. Mai 1876, schlank, helle Augen, gewöhnl. Nase u. Mund, blond, keine besond. Merkmale, als Magd [11]
1.5.1891- ? Katharine Gräbe aus Asel, geb. den 3. Jan. 1873, klein, dunkle Augen, spitze Nase, kleiner Mund, dunkelblond, keine besond. Merkmale, als Magd


Grab auf dem jüdischen Friedhof Vöhl (Reihe 6 Grab 1):
Hebräische Inschrift
Deutsche Inschrift
Selig Stern
22. 3.1800 - 14. 2.1899
Ruhe in Frieden
Übersetzung
Bild

Hier liegt begraben
Hosea, der Sohn des Leviten David,
geboren am 26. Adar (1) 560 (2), gestorben
am Mittwoch, den 29. (Adar) 659 (3) kleiner Zählung.

Seine Seele möge eingebunden sein in das Bündel des Lebens.

(1) Februar/März
(2) 1800
(3) 1899

[1] Simon Stern stand mindestens vom 10. Juni 1838 bis 1853 unter Vormundschaft Selig Sterns. Er war taubstumm.
[2] die Trauung vollzieht Salomon Baer, Zeugen sind Salomon Liebmann und Koppel Katzenstein
[3] 2. Ehefrau des Ascher Rothschild
[4] Im Geburtenregister für 1864 ist notiert, dass das in diesem Jahr geborene Kind das erste Kind in dieser Ehe und das erste Kind der Mutter sei. Da das Geburtsjahr des Vaters - 1800 - angegeben ist, besteht kein Zweifel an der Identität des Vaters. Wenn die Angabe richtig wäre, würde dies bedeuten, dass Madilde die Tochter Rikels wäre. Es lägen dann mehr als 20 Jahre zwischen der Geburt der Kinder Rikels.
[5] Quelle: Paul Arnsberg, Die jüdischen Gemeinden in Hessen (Frau Kupski nennt für 1835 einen Isaak Stern als Vorsteher; dies ist wahrscheinlich ein Versehen)
[6] Gemeindearchiv Vöhl, Abt. IX, Abschnitt 3, Konv. 12, Faszikel 2
[7] Bei dieser Linde könnte es sich um die Gerichtslinde handeln, die auf dem heutigen Gartengrundstück der Familie Siegert in der Straße "Am Köppel" gehandelt haben. Die "Staatsstraße" Richtung Arolsen führte früher dichter als heute an diesem Grundstück vorbei.
[8] Was diese Bezeichnung bedeutet, ist noch nicht bekannt.
[9] Heute stehen sich die früheren Häuser Selig Sterns und Abraham Rothschilds auf verschiedenen Straßenseiten gegenüber und haben keine gemeinsame Grenze. Denkbar ist, dass es damals eine andere Straßenführung gab.
[10] Das heißt, der genannte Betrag ist 6 Mal pro Jahr zu zahlen.
[11] hinter Sterns Namen ist das Wort Privatmann gestrichen und durch Rentier ersetzt