Waldeckische Landeszeitung und/oder Frankenberger Zeitung
Dienstag, 6. September 2005

"Kunsttreff" lädt zur Ausstellung ins Haus der Vereine ein:
"Sternenbretter" aus der Vöhler Synagoge

FRANKENBERG (r). Der „Kunsttreff" lädt in Zusammenarbeit mit dem Förderverein für die Vöhler Synagoge am Samstag, 10. September, zu einer Vernissage für die Ausstellung „Shtil, di Nacht iz oysgeshternt - Kunst aus Sternenbrettern" ein. Beginn ist um 17 Uhr im "Haus am Geismarer Tor".

Die Einführung übernimmt Kurt-Willi Julius von der Vöhler Synagoge, das Gitarren- und Flöten-Ensemble "Sulam Ya'akov" ist mit Musikbeiträgen vertreten. Wie ist es zu der Ausstellung gekommen? Bei der Restaurierung des Deckenhimmels in der Vöhler Synagoge mussten einige Bretter abgenommen werden. Sie waren so vom Holzwurm befallen und von Feuchtigkeit zerstört, dass nur ein Ersatz durch neue in Frage kam. Auf den alten Brettern befanden ich 22 goldene Sterne oder Teile von ihnen. 18 von ihnen sind als Brettfragmente erhalten geblieben, sie bildeten das Ausgangsmaterial für dieses Kunstprojekt. Die Bretter gingen auf Reisen nach Indien, Togo, Surinam, Argentinien, Neuseeland, Israel, Deutschland und wurden von zum Teil weltbekannten Künstlern bearbeitet.


Auch der Kölner Künstler und Musiker Wolfgang Niedecken hat ein Brett
des "Sternenhimmels" aus der Synagoge gestaltet. (Foto: NH)

Die Ausstellung ihrer kunstvoll gestalteten Bretter in der Vöhler Synagoge wird in Fortsetzung in Frankenberg gezeigt. Sie ist vom 11. September bis ß. Oktober jeweils samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr und nach telefonischer Vereinbarung unter Telefon 06451/4840 oder Telefon 25292 zu sehen.