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"Synagoge in Vöhl"
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"Synagoge in Vöhl" e.V.

Willkommen in unserer Synagoge


Link zu unserem


Auf den ersten Blick sieht es nicht viel anders aus als in früheren Jahren. Bei genauerem Hinsehen werden Sie jedoch einige Unterschiede erkennen. Wir haben weniger Konzerte als sonst im Programm. Natürlich hängt das mit der Corona-Pandemie zusammen. Drei Konzerte bieten wir als Open-Air-Veranstaltungen in den Sommermonaten an: Aquabella, Nadine Fingerhut & Band sowie Sistanagila.
Eine frühzeitige Anmeldung ist dringend zu empfehlen.
Mitte Oktober und Ende November – die Hoffnung stirbt zuletzt – werden wir vielleicht alle oder fast alle geimpft sein und können wieder Konzerte in der Synagoge erleben. Anderenfalls werden wir uns zusammen mit den Künstlern etwas einfallen lassen.
Wir schließen eine Erweiterung des Konzertprogramms nicht aus.
Ein Highlight im kommenden Jahr wird sicher die Ausstellung der Stelenobjekte für die Synagoge unter dem Motto „Erinnern – Wachen – Erleben“ sein.


Sonntag, 8. August 2021, 15.00 bis 17.00 Uhr
 
Spaziergang auf den Spuren Vöhler Juden


Foto: Privat

Wer offenen Auges durch Vöhl geht, findet immer noch Spuren jüdischen Lebens. Da sind in der Tür einer alten Schmiede Namen wie die von Abraham Katzenstein oder Selig Frankenthal neben denen von christlichen Bauern hinein geschnitten worden, da gibt es die Inschrift in hebräischen Schriftzeichen über der Tür eines Hauses, das im 19. Jahrhundert der Händlerfamilie Schaumburg gehörte, und da sind natürlich der jüdische Friedhof in der Herzingsgrube und die ehemalige Synagoge. Diese Spuren sind letzte Zeugen einer jahrhundertelangen Präsenz jüdischer Menschen im Ort. Sie waren Kaufleute und Händler, hatten im Unterschied zu vielen anderen Gegenden Deutschlands oft eine kleine Landwirtschaft und waren als Handwerker tätig. Da gab es aber auch Seifensieder und Aschesammler, Färber und Lumpensammler.

Im Vöhler Gemeinde- und im Marburger Staatsarchiv, aber auch in Berlin und Jerusalem hat Karl-Heinz Stadtler viele Akten und Dokumente über die Vöhler jüdische Gemeinde gefunden,  zu der auch die Juden aus Basdorf, Marienhagen und Ober-Werba gehörten. Er zeigt die Häuser, in denen sie lebten, erzählt von ungewöhnlichen Handelsgeschäften, vom Leben armer und reicher Juden, von ihrem Zusammenleben mit den Nichtjuden, aber eben auch von dem, was ihnen bis zum 6. September 1942 in Vöhl oder später in irgendwelchen Konzentrations- und Vernichtungslagern angetan wurde. An jenem 6. September nämlich – wir kennen sogar die Uhrzeit – wurden die letzten drei jüdischen Frauen aus ihren Häusern geholt und auf eine Reise ohne Wiederkehr geschickt.

Eine Gebühr für den geführten Rundgang wird nicht erhoben. Spenden für die Fortsetzung der Restaurierungsarbeiten an der Synagoge sind willkommen.
Treffpunkt: Synagoge in der Mittelgasse.



Dienstag, den 10. August 2021, Dienstagskino mit Filminfo


Bild von mohamed Hassan auf Pixabay

Am Dienstag, den 10. August setzt der Förderkreis Synagoge in Vöhl seine Reihe „Dienstagskino inder Synagoge“ fort mit einer Komödie des Regisseurs Dani Levy aus dem Jahr 2004, deren Titel aus Lizenzgründen nicht genannt werden darf.
Zum Inhalt: In Erwartung einer Erbschaft findet sich die Familie Zuckermann zusammen. Doch Mammes Testament hält eine besondere Überraschung parat: Das Erbe fällt ihnen nur dann zu, wenn sich die seit über 40 Jahren verfeindeten Söhne Samuel und Jakob versöhnen - und wenn sie samt ihrer Familien das jüdische Gesetz einhalten und sieben Tage strengste Totenwache halten. Die Brüder könnten unterschiedlicher nicht sein, Jakob (Jaeckie) ein Lebemann, der mit dem Judentum nichts mehr am Hut hat, und Samuel, der mit seiner Familie streng nach dem jüdischen Glauben lebt. Dennoch müssen sie sich zusammen raufen, denn beide Familien befinden sich in finanziellen Schwierigkeiten. Eine charmant-rasante Familienkomödie, die gerne Klischees bedient, um sie gleichermaßen ad absurdum zu führen. Mit jüdischem Humor nähert sich Levy nicht nur dem komplizierten deutsch-jüdischen Verhältnis, sondern thematisiert auch ein Stück deutsch-deutscher Vergangenheit. "Endlich ein Film, der nicht die Gefahr birgt, dass man über uns Juden lacht, sondern in dem man mit uns lacht", schrieb Henryk M. Broder. Der Flilm wurde 2005 mit dem Deutschen Filmpreis in Gold als bester Spielfilm ausgezeichnet. In den Hauptrollen Henry Hübchen, Hannelore Elsner, Udo Samuel und Rolf Hoppe.

Beginn 19 Uhr. Zugang zur Synagoge gibt es für maximal 25 Personen. Beim Betreten des Raums ist eine medizinische Maske zu tragen, die am Platz abgenommen werden kann. Anmeldung über 05635-1022 mit Angabe Ihrer Kontaktdaten. Die aktuellen Corona-Vorschriften sind zu beachten.
 




Esther Bejarano ist gestorben


Die nur durch einen Zufall dem Tod in Auschwitz entronnene Esther Bejarano gab zweimal ein Konzert in der Vöhler Synagoge. Vorher war sie in der Alten Landesschule in Korbach, um mit Schülerinnen und Schülern über ihr Leben zu sprechen und mit ihnen über Rassismus und Antisemitismus zu diskutieren.
Es war großartig, diese damals schon über 90 Jahre alte Frau zwischen den zwei großgewachsenen Männern - ihrem Sohn und einem Freund - rappen zu sehen. In der Pause ihres ersten Konzerts in Vöhl verließ ein Ehepaar das Konzert schimpfend mit der Bemerkung, dies sei eine Antifa-Veranstaltung. Wir im Vorstand des Förderkreises waren stolz wegen dieser Bemerkung.
Und wir bewundern diese Frau, die noch im hohen Alter ihr Leben dem Kampf gegen Faschismus und Rassismus gewidmet hat. Kurz vor ihrem Tod hat sie eine Petition gestartet, die zum Ziel hat, den 8. Mai - den Tag des Kriegsendes und dem Ende des staatlichen Faschismus in Deutschland - zu einem Feiertag zu machen. Sie meinte - und wir stimmen dem zu -, dass dieser Tag kein Tag der Niederlage, sondern ein Tag des Sieges der Freiheit über die Unfreiheit, der Befreiung von der Diktatur gewesen ist und für Deutschland die Möglichkeit eines Neuanfangs schuf.
Wir sind traurig über ihren Tod. Eine Zeitzeugin weniger, die aus eigenem Erleben über Auschwitz sprechen kann.
Esther Bejarano gestorben
Die nur durch einen Zufall dem Tod in Auschwitz entronnene Esther Bejarano gab zweimal ein Konzert in der Vöhler Synagoge. Vorher war sie in der Alten Landesschule in Korbach, um mit Schülerinnen und Schülern über ihr Leben zu sprechen und mit ihnen über Rassismus und Antisemitismus zu diskutieren.
Es war großartig, diese damals schon über 90 Jahre alte Frau zwischen den zwei großgewachsenen Männern - ihrem Sohn und einem Freund - rappen zu sehen. In der Pause ihres ersten Konzerts in Vöhl verließ ein Ehepaar das Konzert schimpfend mit der Bemerkung, dies sei eine Antifa-Veranstaltung. Wir im Vorstand des Förderkreises waren stolz wegen dieser Bemerkung.
Und wir bewundern diese Frau, die noch im hohen Alter ihr Leben dem Kampf gegen Faschismus und Rassismus gewidmet hat. Kurz vor ihrem Tod hat sie eine Petition gestartet, die zum Ziel hat, den 8. Mai - den Tag des Kriegsendes und dem Ende des staatlichen Faschismus in Deutschland - zu einem Feiertag zu machen. Sie meinte - und wir stimmen dem zu -, dass dieser Tag kein Tag der Niederlage, sondern ein Tag des Sieges der Freiheit über die Unfreiheit, der Befreiung von der Diktatur gewesen ist und für Deutschland die Möglichkeit eines Neuanfangs schuf. Am 10. Juli 2021 ist sie n Hamburg gestorben.
Wir sind traurig über ihren Tod. Eine Zeitzeugin weniger, die aus eigenem Erleben über Auschwitz sprechen kann.


 

Offene Synagoge


Foto: Daniel Baird

Die „Offene Synagoge“ am Sonntag, 1. August 2021, 15-17 Uhr, findet statt. Einzelne Besucher und kleine Gruppen können ohne Voranmeldung die Synagoge besuchen, müssen sich aber der eventuellen Nachverfolgung wegen mit ihren Kontaktdaten in eine Liste eintragen, eine Gesichtsmaske tragen und auf Abstand zu anderen achten.
Auch an anderen Tagen kann die Synagoge, wenn das Schild „OFFEN“ an der Tür hängt, besucht werden.
Gruppen, die die Synagoge besichtigen wollen, können über die Telefonnummer 05635-1491 oder über die E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! einen Termin verabreden.

 




34516 Vöhl, Mittelgasse 9


Vernissage ist am Sonntag, den 15. August 2021, 14.00 Uhr

Finissage ist am Sonntag, den 31. Oktober 2021, 14.00 Uhr


32 Künstler aus allen Teilen Deutschlands stellen 35 Kunstwerke unter dem Leitmotiv „Erinnern – Wachen – Erleben“ vor.

Die Ausstellung wird samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr und nach Voranmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! auch zu anderen Terminen geöffnet sein.


Veranstalter ist der Förderkreis Synagoge Vöhl e.V.
(Mitgleid der LAG der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Hessen)
mit Unterstützung der Förderregion Kellerwald-Edersee,

des Hessisschen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst,
des Landkreises Waldeck-Frankenberg und
der Nationalparkgemeinde Vöhl
 

Der Ausstellungsführer

mit Informationen zu den Künstlern/innen und
Kunstwerken ist schon erschienen.
Klicken sie bitte auf das Cover!



Der Katalog liegt während der Ausstellung zur Mitnahme aus.


An allen Tagen gibt es Kaffee und Kuchen sowie Begleitprogramm

zusätzliche Ausstellungen
Vorträge und Lesungen
Konzerte und
Besuche von einzelnen Künstlern/innen der Stelen-Ausstellung.

Hier die vorläufige Aufstellung der Programmpunkte

Diese Aufstellung ist noch nicht vollständig!
Sie wird laufend ergänzt!


Lassen Sie sich überraschen!




Jüdisch-christliche Dialoge

IM JAHR 2021 LEBEN JÜDINNEN*JUDEN NACHWEISLICH SEIT 1700 JAHREN AUF DEM GEBIET DES HEUTIGEN DEUTSCHLANDS. Im Jahr 321 wurde die jüdische Gemeinde in Köln erstmals erwähnt.
Für dieses Jubiläum haben sich verschiedene Initiativen gebildet.
Eine davon ist der neue gegründete Verein:
#2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland







Hier haben sich Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und wichtige Institutionen zusammengeschlossen.
Unter dem Namen  werden bundesweit rund tausend Veranstaltungen ausgerichtet. Darunter Konzerte, Ausstellungen, Musik, ein Podcast, Video-Projekte, Theater, Filme … 
Ziel des Festjahres ist es, jüdisches Leben sichtbar und erlebbar zu machen und dem erstarkenden Antisemitismus etwas entgegenzusetzen. 


Quelle: https://www.juedisch-beziehungsweise-christlich.de/wp-content/uploads/2020/11/Gemeindebrief_Titel_Kampagne_bzw.pdf

Eine ökumenische Kampagne regt dazu an, im Jubiläumsjahr 2021 die enge Verbundenheit des Christentums mit dem Judentum im Alltag neu zu entdecken: „#beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst“. 
Auf Plakaten in unseren Schaukästen, aber auch in digitalen Dialogen auf der Website, geht es um die Verwandtschaft, aber auch um die Eigenheiten der jeweiligen Tradition.
Weit zurück reicht die Verbindung zwischen christlicher und jüdischer Glaubensweise. Das Christentum hat seine Wurzeln ja im biblischen Judentum: Jesus war Jude und seine ersten Jüngerinnen und Jünger auch. Gerade bei unseren kirchlichen Festen wird dieser Zusammenhang vielfach deutlich – ganz besonders bei Ostern / Passah und Pfingsten / Schawuoth („Wochenfest“).

 Im Januar steht die Bibel im Zentrum. Juden und Christen beziehen sich auf die Hebräische Bibel als Grundlage der eigenen Tradition und lesen und verstehen sie auf je eigene Weise. Im Februar werden Purim und Karneval zu einander in Beziehung gesetzt und im März dann Ostern und Passah.

Unterschiede? Jede Menge! Jedoch gibt es immer wieder auch Parallelen und – manchmal an der Oberfläche oder tief verborgen: Gemeinsamkeiten und überraschende Nähe.

Auch der Förderverein "Ehemalige Synagoge Vöhl" wird sich mit der Evangelischen Kirchengemeinde in Vöhl an der Kampagne beteiligen.

Wir haben vier Veranstaltungen geplant.
Hier die Links zur Beschreibung:


Mittwoch, 31. März 2021, 19 Uhr, Jüdisch-christliche Dialoge, Pessach - Ostern

Donnerstag, 27. Mai 2021, 19 Uhr, Jüdisch-christliche Dialoge, Schawuot - Pfingsten

Donnerstag, 23. Sept. 2021, 19 Uhr, Jüdisch-christliche Dialoge, Jom Kippur - Buße Abendmahl

Donnerstag, 9. Dez. 2021, 19 Uhr, Jüdisch-christliche Dialoge, Chanukka - Weihnachten

 

Buch: "Facetten des Rassismus"


"Facetten des Rassismus", das vom Förderkreis herausgegebene Buch zur großen Veranstaltungsreihe mit gleichem Titel aus dem Herbst 2019, ist erschienen. Es dokumentiert unsere Veranstaltungsreihe aus dem Herbst letzten Jahres. Die Vorstellung war am Freitag in der Synagoge.

Foto: Walter Schauderna




Das Buch ist für 15,-€ in der Synagoge und in der
Buchhandlung Jacobi in Frankenberg,
Buchland in Bad Wildungen sowie
Buchhandlung Thalia in Korbach zu kaufen.


 Hier das Inhaltsverzeichnis: Buch: "Facetten des Rassismus"

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