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"Synagoge in Vöhl" e.V.

Besucher tief beeindruckt

 

Besucher tief beeindruckt

Der Applaus ging in der Vöhler Synagoge mehrfach in rhythmisches Klatschen über, der Funke war übergesprungen bei der gemeinsamen Vorstellung des vorlesenden Hottgenroth und der Musikerinnen Annette Maye und Verena Guido. Foto: Ute Germann-Gysen

Von Ute Germann-Gysen

VÖHL. Tief beeindruckt waren die Gäste beim ersten Abend zur Reihe „Auschwitz“, den der Förderkreis der Vöhler Synagoge am Samstag anbot. Das lag sowohl daran, dass der Schauspieler Markus Hottgenroth seine Lesung mit lebhaften Gesten untermalte, als auch an den virtuosen musikalischen Beiträgen des Duos Annette Maye und Verena Guido.

Die Musikerinnen begleiteten die Vorlesung an Klarinette, Geige und Akkordeon mit einem Arrangement jiddischer Lieder, was schon selbst den Besuch wert gewesen wäre. „S’ drajmen Veigel ojf di Tswajgen“ lautet der Titel eines Kinderliedes, das den Tod der Mutter anklagt.

Auch fröhliche Lieder

Die Musikerinnen kündigten es mit der Bemerkung an, dass sie sich schon fragten, ob sie sich überhaupt anmaßen dürften, solche Lieder zu singen. Aber auch fröhliche Lieder wurden im Konzentrationslager gespielt, bei denen die Zuhörer mit den Füßen wippten. „Odessa Bulgar“ war so ein Lied mit schnellen Takten, wie alle Stücke perfekt dargeboten. Dabei hörte das Publikum sogar die Klarinette förmlich lachen.

Hin und her gerissen von Gefühlen war das Publikum auch von den Erinnerungen des Simon Láks, der das jüdische Männerorchester in Auschwitz geleitet hat. Hottgenroth hatte das Buch des zu einer etwa einstündigen Vorlesung verdichtet.

Menschliche Abgründe

Gefesselt lauschten die Zuschauer den wirkungsvoll vorgetragenen Erzählungen über Grausamkeiten, Irrsinn, menschliche Abgründe, aber auch Ironie, die der Überlebende des Vernichtungslagers beschrieben hat.

Freude über gute Resonanz

Hottgenroth ist Schauspieler am Detmolder Landestheater. Er und die beiden Musikerinnen wurden mit nicht enden wollendem Schluss-Applaus belohnt. „Lass es von Mund zu Mund geh’n“ lautete der Titel des Zugabe-Beitrags, den die Musikerinnen ihren Zuhörern gaben, bevor Karin Keller und Barbara Küpfer vom Förderkreis kleine Geschenke an die Darsteller überreichten. Der Vorsitzende des Förderkreises, Karl-Heinz Stadtler, freute sich über die gute Resonanz und ist auf den Abend in zwei Wochen gespannt. Dann kommen Carol und Stephen Baird. Sie liest, er spielt „scientic Gospels“.

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