Förderkreis
"Synagoge in Vöhl"
Förderkreis
"Synagoge in Vöhl"
Förderkreis
"Synagoge in Vöhl"
Förderkreis
"Synagoge in Vöhl"
Förderkreis
"Synagoge in Vöhl"
↑ Hier bitte das Menü aufklappen!


Logo 2020

Förderkreis
"Synagoge in Vöhl" e.V.

Stadtler ist neuer Vorsitzender

Förderkreis der Synagoge in Vöhl wählt neuen Vorstand

Stadtler ist neuer Vorsitzender

Seit 17 Jahren setzen sich Ehrenamtliche für den Erhalt der alten Vöhler Synagoge ein.

Vöhl. Der Förderkreis der Synagoge in Vöhl hat Karl-Heinz Stadtler zu seinem neuen Vorsitzenden gewählt. Zwei Jahre lang hatte Ingeborg Drüner nach dem Tod von Kurt Willi Julius kommissarisch die Aufgaben an der Spitze des Vereins übernommen. Sie trat von ihrem Posten nun zurück.

Einstimmig entschieden sich die Vereinsmitglieder für Karl-Heinz Stadtler als ihren Nachfolger. Er hatte den Förderkreis vor 17 Jahren mit gegründet und als Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats und dann auch als Beisitzer im Vorstand mitgearbeitet.

Einzigartige Klangmuster

Einzigartige Klangmuster

Das Trio Santiago (auf dem Bild ohne Percussionist Christoph Repp) gastierte mit dem Oud-Spieler Faleh Khaless (Mitte) in der Vöhler Synagoge. Foto: Hennig

Von Armin Hennig

Vöhl. Ein überaus erfreuliches Wiederhören gab es beim 134. Synagogenkonzert mit Johannes Treml. Der Gitarrist und Weltmusiker ist seit Jahren immer wieder in den unterschiedlichsten Konstellationen in der Alten Synagoge aufgetreten und hat das Publikum jedes Mal angenehm überrascht. So auch beim zweiten Gastpiel des Trio Santiago und dem Oud-Virtuosen Faleh Khaless.

Erfreute das Quartett die Zuhörer beim ersten Mal mit einer Reise durch die musikalischen Kulturen rund ums Mittelmeer, so gelang im Verlauf des Konzerts am Samstag die bislang einzigartige Kombination von arabischen und lateinamerikanischen Klangwelten.

Im Eröffnungsstück „La Partida“ verschränkten sich die leichtere andalusische Gitarre Johannes Tremls mit dem etwas gewichtigeren orientalischen Klang der Oud von Faleh Kaless, ehe Katharina Fendel mit der Querflöte eine sich immer schneller drehende Accelerandospirale in Gang setzte.

Von Mexiko bis in die Anden

Doch schon im zweiten Stück wagte die arabische Laute den Sprung über den großen Teich nach Brasilien: Im elastischen Groove des Bossanova „Xodo“ gaben die vier Musiker die erste überzeugende Kostprobe der neuen Cross-over-Qualitäten, auch die orientalischen Soli von Faleh Kaless entwickelten sich aus dem lateinamerikanisch geprägten Kontext.

Von Mexiko bis in die Anden führte der musikalische Weg der dritten Komposition „Huapango“, in deren Verlauf die vier Musiker unverkennbare charakteristische Rhythmen und Klangfarben einsetzten, bis hin zu Piccololäufen, die an die Inkas und ihre Panflöten erinnerten.

Alle drei Flöten kamen in der arabischen Trilogie „Ya Bent Bladi/Anoreza/Chihlet Layeni“ zum Einsatz, in dessen Mittelteil die Bassflöte das rhythmische Fundament für den Zwiegesang der Saiteninstrumente lieferte, während die Piccolo beim abschließenden, immer schneller werdenden Tanz die Spitzenakzente setzte.

Das atmosphärische und rhythmisch vertrackte „Nubes de buenos aires“ mit seinen zahlreichen Wechseln bei Tempo und melodischer Führungsrolle erwies sich als weiteres Glanzstück der musikalischen Crossover-Qualitäten des Trio Santiago und des tunesischen Oud-Spielers.

Die Buena-Vista-Social-Club-Hommage „Chan Chan/Mandinga“ gehörte zu den Favoriten der zweiten Hälfte.

 

Es waren Nachbarn und Schulkameraden

Gedenkveranstaltung für Volkmarser Juden

Es waren Nachbarn und Schulkameraden

Gedenken in Volkmarsen auf dem jüdischen Friedhof.

Eine Gedenkveranstaltung für die ermordeten Volkmarser Jude fand am jüdischen Friedhof von Volkmarsen statt.

Seit 15 Jahren richtet der Verein "Rückblende Gegen das Vergessen" in Volkmarsen jeweils am 27. Januar, dem Holocaust-Gedenktag,  eine besondere Gedenkfeier aus. Über 60 Gäste, unter ihnen Bürgermeister Hartmut Linnekugel und weitere Volkmarser Kommunalpolitiker, Bürgermeister Reinhard Schaake aus Wolfhagen, Vertreter der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Kassel, des Fördervereins Synagoge in Vöhl und des Internationalen Suchdienstes Bad Arolsen versammelten sich an der Villa Dr. Bock.

Ernst Klein erinnerte an die Schicksale der Volkmarser Juden, die während der NS-Zeit ausgegrenzt, gedemütigt und am Ende in den Vernichtungslagern ermordet wurden. Er machte auch am Beispiel der Familie Lichtenstein deutlich, dass sich viele deutsche Juden nicht vor der Verfolgung retten konnten, weil sie trotz verzweifelter Versuche keine Aufnahme in anderen Ländern fanden.

 

 Nach dem gemeinsamen Gang zum jüdischen Friedhof wurden dort die Namen der 26 ermordeten Juden verlesen, an der Lesung beteiligte sich auch ein Konfirmand und Pfarrerin Holk-Gerstung. Gleichzeitig wurden für alle Opfer Lichter angezündet und von den Gästen in die Öffnungen der Gedenkmauer gestellt.

Copyright © 2021 Synagoge Vöhl. Alle Rechte vorbehalten.