Förderkreis
"Synagoge in Vöhl"
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Liste der Veranstaltungen 2022

Dienstag, 8. November 2022, 19 Uhr, Kino am Dienstag mit Filminfo


Bild von mohamed Hassan auf Pixabay

Der Förderkreis Synagoge in Vöhl zeigt in seiner Reihe „Dienstagskino in der Synagoge“ einen deutschen Spielfilm der Regisseurin Caroline Link aus dem Jahr 1996, der im Jahr 2021 neu aufgelegt wurde.  Der Titel darf aus Lizenzgründen nicht genannt werden.

Zum Inhalt: Was für ein Geräusch macht die Sonne, wenn sie aufgeht? Wie klingt der Schnee, wenn er auf die Wiese fällt? Das Erraten von Geräuschen ist das Lieblingsspiel von Lara (Sylvie Testud) und ihrem gehörlosen Vater Martin (Howie Seago). In ihrer Familie ist Lara die Einzige, die hören und sprechen kann. Von klein auf unterhält sie sich mit ihren Eltern in der Gebärdensprache und hilft ihnen als Übersetzerin in allen Lebenslagen. Doch als Teenager entdeckt Lara ihr Interesse für die Musik und beginnt, Klarinette zu spielen. Ihr Vater interpretiert dies als persönlichen Affront und distanziert sich immer mehr von ihr. Als Lara dann einen Studienplatz an einer Musikhochschule im fernen Berlin annehmen will, droht die Familie endgültig zu zerbrechen. Erst durch einen tragischen Schicksalsschlag findet Martin allmählich Verständnis für Laras Liebe zur Musik...

Die Geschichte einer jungen Frau, die ihren eigenen Weg durchs Leben sucht und findet.

Mittwoch, 9. November 2022, 19.30 Uhr, Gedenken an die Pogromnacht, Martinskirche



Eine Andacht zur Pogromnacht findet ab 19.30 Uhr
in der Martinskirche statt.

Die anschließende Gedenkfeier findet  um 20.00 Uhr in der ehemaligen Synagoge statt. Wie jedes Jahr werden die Namen der Opfer verlesen und Kerzen entzündet, das jüdische Totengebet, das Kaddish, wird in Aramäisch und in Deutsch vorgetragen. In seiner Gedenkrede wird Karl-Heinz Stadtler vor allem regionale und lokale Aspekte ansprechen.

Sonntag, 23. Oktober 2022, 15.00 Uhr, Spaziergang auf den Spuren Vöhler Juden


Foto: Privat

er offenen Auges durch Vöhl geht, findet immer noch Spuren jüdischen Lebens. Da sind in der Tür einer alten Schmiede Namen wie die von Abraham Katzenstein oder Selig Frankenthal neben denen von christlichen Bauern hinein geschnitten worden, da gibt es die Inschrift in hebräischen Schriftzeichen über der Tür eines Hauses, das im 19. Jahrhundert der Händlerfamilie Schaumburg gehörte, und da sind natürlich der jüdische Friedhof in der Herzingsgrube und die ehemalige Synagoge. Diese Spuren sind letzte Zeugen einer jahrhundertelangen Präsenz jüdischer Menschen im Ort. Sie waren Kaufleute und Händler, hatten im Unterschied zu vielen anderen Gegenden Deutschlands oft eine kleine Landwirtschaft und waren als Handwerker tätig. Da gab es aber auch Seifensieder und Aschesammler, Färber und Lumpensammler.

Im Vöhler Gemeinde- und im Marburger Staatsarchiv, aber auch in Berlin und Jerusalem hat Karl-Heinz Stadtler viele Akten und Dokumente über die Vöhler jüdische Gemeinde gefunden,  zu der auch die Juden aus Basdorf, Marienhagen und Ober-Werba gehörten. Er zeigt die Häuser, in denen sie lebten, erzählt von ungewöhnlichen Handelsgeschäften, vom Leben armer und reicher Juden, von ihrem Zusammenleben mit den Nichtjuden, aber eben auch von dem, was ihnen bis zum 6. September 1942 in Vöhl oder später in irgendwelchen Konzentrations- und Vernichtungslagern angetan wurde. An jenem 6. September nämlich – wir kennen sogar die Uhrzeit – wurden die letzten drei jüdischen Frauen aus ihren Häusern geholt und auf eine Reise ohne Wiederkehr geschickt.

Eine Gebühr für den geführten Rundgang wird nicht erhoben. Spenden für die Fortsetzung der Restaurierungsarbeiten an der Synagoge sind willkommen.
Treffpunkt: Synagoge in der Mittelgasse. 15.00 bis 17.00 Uhr.

Versal: Bild von Emmie Norfolk auf Pixabay

Samstag, 22. Oktober 2022, 19 Uhr, Synagogenkonzert, Florian Mayer + Falk Zenker, "Hörkino"


177. Synagogenkonzert
Florian Mayer + Falk Zenker
"Hörkino"

Das Konzert ist aus gesundheitlichen Gründen abgesagt!

Foto: Peter Hoffmann

Wenn Falk Zenker und Florian Mayer auf der Bühne zusammentreffen, dann entfesseln sie ein wahnwitzig virtuoses Zusammenspiel, schwelgen im nächsten Moment in verträumten Fantasien und würzen das Ganze mit spontanem humorigem Entertainment. Einem musikalischen Gespräch gleich überraschen sich die beiden langjährigen Musikerfreunde gegenseitig mit unerwarteten Wendungen und improvisatorischen Ausflügen, die sie kongenial und traumwandlerisch immer wieder zu neuen vollendeten Höhenflügen verweben und so jedes Konzert zu einem inspirierenden und einmaligem Ereignis werden lassen.
Auf dem Programm stehen Zenkers Kompositionen oder Bearbeitungen zwischen Mittelalter, Klassik, Flamenco und abgedrehter Weltmusikmoderne, Mayers grandiose Paganini-Bearbeitungen und neuerdings gemeinsame Improvisationen über Klassiker der französischen Konzertmusik, wie Satie und Fauré.

Der Weimarer Gitarrist und Komponist Falk Zenker wurde unlängst von der Fachzeitschrift Akustik Gitarre zu einem „der kreativsten Nylongitarristen des Landes“ gekürt und spielte mit seiner fantasievollen und assoziativen Musik bisher ca. 1500 Solokonzerte im In- und Ausland. Außerdem tourt er mit seinem Ensemble Nu:n, das sich der modernen Betrachtung frühester Musik verschrieben hat, und realisiert diverse Klangkunstprojekte und Musik für Film, Fernsehen, Theater und Hörbücher. Mit Florian Mayer verbindet ihn seit 2000 eine langjährige Zusammenarbeit. Dieser hat in Dresden bis zum Meisterstudium Violine studiert. Nach Abschluss begab er sich neben der Klassik auf die abenteuerlichen Pfade der improvisierenden Folk-, Jazz- und Weltmusik. Als Geiger beim „Blauen Einhorn“ ebenso wie mit seinem Soloprogramm „Mein Paganini“, im Duo mit Harfe oder Klavier, einer eigenen Dresdner Veranstaltungsreihe „Mayer trifft“, zahllosen Schauspiel- und Tanzproduktionen als auch als Studiomusiker brilliert er in vollendeter Virtuosität, mit herzzerreißenden und gleichzeitig augenzwinkernden Melodien und diabolischen Improvisationen, ergänzt mit seiner legendären Mundperkussion.

Eintritt: 20/18/16 €, an der Abendkasse + 2 €.Kartenbestellung: Frau Anna Evers unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 05635-1022. Vorab-Überweisung an: Förderkreis Synagoge in Vöhl e.V.; Sparkasse Waldeck-Frankenberg; IBAN: DE48523500050007051501; Überweisungszweck: Konzert mit ... am ... Die Karten liegen dann an der Abendkasse für Sie bereit. Falls Sie nicht vorab überweisen, zahlen Sie den Abendkassenpreis (+2€).

Sonntag, 9. Oktober 2022, 15 Uhr, Literaturcafé

 

Foto: Hermann auf Pixabay

Ingeborg Drüner stellt den Titel "Ehrensache: Kämpfen gegen Judenhass" von Burak Yilmaz vor. Burak Yilmaz, 1987 als Sohn türkisch-kurdischer Eltern in Duisburg geboren, lebt als selbstständiger Pädagoge in seiner Heimatstadt. Er initiierte u.a. das Projekt Junge Muslime in Auschwitz und leitet die Theatergruppe Die Blickwandler. Für sein vielfältiges Engagement gegen Antisemitismus und für eine inklusive Erinnerungskultur bekam er aus den Händen Frank-Walter Steinmeiers das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Karl-Heinz Stadtler präsentiert "Die Versöhnung mit dem Bösen" von Leon Weintraub. Stadtler hat den 96jährigen Weintraub vor wenigen Wochen in Lodz kennengelernt. Dieser hat die Ghettozeit im damaligen Litzmannstadt von Anfang bis Ende miterlebt, war anschließend unter anderem in Auschwitz und Flossenbürg, wurde nach dem Krieg Gynäkologe, wurde Ende der 60er Jahre wegen des Antisemitismus in Polen entlassen und emigrierte nach Schweden. Von dort aus reist er nach Beendigung seiner beruflichen Tätigkeit durch Europa und hält - vor allem in Schulen - Vorträge über den Holocaust und sein Leben. Das in Interview-Form geschriebene Buch erzählt er seine Lebensgeschichte.
Die Buchhandlung Thalia aus Korbach, wird Exemplare zum Verkauf zur Verfügung stellen.
Es gibt Kaffee und Kuchen.
Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Melden sie sich bitte bei Frau Anna Evers unter 05635-1022 oder überDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an.

 

Dienstag, 11. Oktober 2022, 19 Uhr, Kino am Dienstag mit Filminfo


Bild von mohamed Hassan auf Pixabay

Der Förderkreis Synagoge in Vöhl zeigt in seiner Reihe „Dienstagskino in der Synagoge“ eine US-amerikanische Filmkomödie des Regisseurs Zach Braff aus dem Jahr 2017.  Der Titel darf aus Lizenzgründen nicht genannt werden.

Zum Inhalt: Die lebenslangen Freunde Willie (Morgan Freeman), Joe (Michael Caine) und Al (Alan Arkin), genießen den Ruhestand, bis sie eines Tages erfahren, dass die Bank ihre verdiente Rente verjubelt hat. Die drei beschließen, dem beschaulichen Leben als friedlicher Bürger den Rücken zu kehren und erstmals im Leben vom Pfad der Tugend abzuweichen. Als sie die Rechnungen nicht mehr bezahlen und ihre Familien nicht mehr versorgen können, setzen sie alles auf eine Karte und planen einen halsbrecherischen Coup, um eben jene Bank abzuzocken, die sich ihr Altenteil unter den Nagel gerissen hat. In späten Jahren beginnt für die drei Freunde das größte Abenteuer ihres Lebens – zu verlieren haben sie ja nichts.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Melden sie sich bitte bei Frau Anna Evers unter 05635-1022 oder über

info@synagoge-voehl.de an.


Sonntag, 2. Oktober 2022, 11 Uhr, Matinée, Riverside Jazz Messengers


Matinée am 12.4.2015 in der Synagoge, Foto: Riverside Jazz Messengers

Riverside Jazz Messengers

Zwei frühere Termine in diesem Jahr mussten wegen Corona und Krankheit ausfallen. Umso mehr freuen wir uns auf das Konzert Anfang Oktober. Die acht Bandmitglieder gingen oder gehen ganz normalen Berufen nach:  Physiotherapeutin, Ingenieur, Grafiker, Techniker, Historiker, Polizist, Lehrer und Landwirt sind vertreten. Sie sind in den Gemeinden Guxhagen, Gensungen, Röhrenfurth, Melsungen, Kassel und Edermünde an Fulda oder Eder (Riverside!) zu Hause. Sie treffen sich als Liebhaber des traditionellen amerikanischen Jazz und des Blues. Trompete, Klarinette, Posaune und Saxophon bilden zusammen mit Banjo/Gitarre, Klavier, Bass und Schlagzeug den Klangkörper.  In ihrer Freizeit treten die „Riverside Jazz Messengers“ gelegentlich öffentlich auf. Unter anderem veranstalten sie seit vielen Jahren in der Guxhagener Gaststätte  „Zur Breitenau“  von November bis April jeweils gegen Monatsende  ein Treffen nordhessischer Jazzbands, das sich regen Besuchs erfreut. Näheres kann man über www.jazz-in-der-breitenau.de  erfahren.

Der Eintritt ist frei. Eine Spende wird erbeten.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Melden sie sich bitte bei Frau Anna Evers unter 05635-1022 oder über Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an.

Samstag, 24. September 2022, 15 Uhr, Vernissage der Ausstellung, "In deinen Mauern wohnt das Leid"

 

Erinnerungen an das KZ Theresienstadt.

von Alexis und Dr. Wolfgang Werner


Foto: Karl-Heinz Stadtler

Foto: Wolfgang Werner

Die Ausstellung geht bis zum Sonntag, den 27. November 2022.

Die Veranstalter waren bemüht, Zeitzeugen zu finden, die über ihren Aufenthalt in Theresienstadt berichten können. Zuletzt gab es einen Kontakt mit Helmut Sonneberg aus Frankfurt, der als Kind in Theresienstadt war und sich auch bereiterklärte, nach Vöhl zu kommen. Das Alter und die Gesundheit lassen dies nun doch nicht zu. Quasi als Ersatz wird eine Dokumentation des Hessischen Rundfunks von Anfang des Jahres über ihn gezeigt. Sie hat den Titel „Sonny – eine Geschichte über den Holocaust, Eintracht und Frankfurt“; sie nimmt Bezug darauf, dass Helmut Sonneberg ein glühender Eintracht-Fan ist.

Dienstag, 13. September 2022, 19 Uhr, Kino am Dienstag mit Filminfo


Bild von mohamed Hassan auf Pixabay

Der Förderkreis Synagoge in Vöhl zeigt in seiner Reihe „Dienstagskino in der Synagoge“ eine Tragikomödie des Regisseurs Peter Farrelly von 2018. Der Titel darf aus Lizenzgründen nicht genannt werden.

Im Zentrum der Filmbiografie, die nach einer wahren Begebenheit gestaltet ist, versetzt die Zuschauer*innen in die USA im Jahr 1962: Dr. Don Shirley (Mahershala Ali) ist ein begnadeter klassischer Pianist und geht auf eine Tournee, die ihn aus dem verhältnismäßig aufgeklärten und toleranten New York bis in die amerikanischen Südstaaten führt. Als Afroamerikaner muss er sich nicht nur auf die dort vorherrschende Rassentrennung einstellen, sondern auch gegen unliebsame Überraschungen wappnen. Mit dem Nachtklub-Türsteher Tony "Lip" Vallelonga verpflichtet er nicht nur einen erfahrenen Chauffeur, sondern auch einen bewährten Mann fürs Grobe.

Auf ihrer Route orientieren sie sich am sogenannten Negro Motorist Green Book, in dem die wenigen Unterkünfte und Restaurants aufgelistet sind, in denen auch schwarze Gäste willkommen sind. Je mehr Tony die Unmenschlichkeit der Rassentrennung erlebt, umso mehr wundert er sich, warum sich sein weltgewandter Auftraggeber bewusst diesen Demütigungen aussetzt. Während der langen Fahrt entwickelt sich langsam eine besondere Freundschaft zwischen den beiden sehr gegensätzlichen Männern.

Im Rahmen der Oscarverleihung 2019 erhielt der Film fünf Nominierungen und wurde als bester Film und für das beste Originaldrehbuch ausgezeichnet, Mahershala Ali erhielt den Preis als bester Nebendarsteller.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Melden sie sich bitte bei Frau Anna Evers unter 05635-1022 oder über

info@synagoge-voehl.de an.

Sonntag, 11. September 2022, 15 Uhr, Vortrag: "Vöhls letzte Juden"

Ein bebilderter Vortrag von Karl-Heinz Stadtler

Muster eines Heimeinkaufsvertrags für Theresienstadt von 1942
Nachweis: Kommission zur Erforschung der Geschichte der Frankfurter Juden: Dokumente
Forschungsprojekt www.juedische-pflegegeschichte.de an der Frankfurt University of Applied Sciences
Zum Vergrößern bitte anklicken!

Ältere deutsche Juden die 1942 nach Thersienstadt deportiert werden sollten, schlossen mit der "Reichsvereinigung der Juden in Deutschland" einen "Heimeinkaufsvertrag" ab. Er versprach lebenslange kostenfreie Unterbringung, Verpflegung und Krankenversorgung. Eine Bezahlung erfolgte im voraus mit hohen Geldbeträgen und Vermögensübertragungen.
Die Deportierten wurden in Theresienstadt aber zumeist nach wenigen Tagen umgebracht.

Auch Selma Rothschild aus Vöhl schloss diesen Vertrag ab.

Vorstellung des Poesiealbums der Selma Rothschild,
eine Leihgabe an den Förderverein.

Die Leihgeberin  Frau Mahaj und Karl-Heinz Stadtler stellen das Album vor. Es wurde im Rahmen einer Haushaltsauflösung in Korbach erworben; es ist nicht bekannt, welcher Haushalt aufgelöst wurde. Wir möchte die Gelegenheit nutzen, nachzufragen, ob jemand vielleicht etwas über ähnliche Funde von Jüdinnen und Juden aus unserer Region weiß.
Zu Selma Rothschild: Sie wurde 1867 im Vöhler "Prinz Wilhelm" geboren. Aus dem Jahre 1880 datiert der erste Eintrag im Poesiealbum, bis 1901 hat sie das Album geführt. Am 6. September 1942 holten Vöhler Nazis auf Weisung der Gestapo Kassel Selma Rothschild aus ihrem Haus, einen Tag später wurde sie von Kassel aus nach Theresienstadt deportiert. Für diese Deportation, für Wohnen, Essen und Trinken und die medizinische Versorgung zahlte sie 2887,73 Reichsmark. Tatsächlich wurde sie schon am 29. September desselben Jahres in das Vernichtungslager Treblinka deportiert und dort vergast.

Aus konservatorischen Gründen kann das Album nicht angefasst werden. Auf dieser Website wird das Poesiealbum der Selma Rothschild mit Hintergrundinformationen erschlossen.

Samstag, 10. September 2022, 19 Uhr, Synagogenkonzert, The Klezmer Tunes, "Back to Odessa"


176. Synagogenkonzert
The Klezmer Tunes - „Back to Odessa“
Tag des Offenen Denkmals


Foto: The Klezmer Tunes

Zum Tag des offenen Denkmals hat die Synagoge Vöhl am Samstag, 10. September das Ensemble „The Klezmer Tunes“ zu Gast. Musikalische Basis der Gruppe ist die unendliche Fundgrube der Klezmer-Musik. Den Ursprung dieser Musik nicht aus dem Blick verlierend begeben die Musiker sich aber auch auf den Weg, die Wandlungsfähigkeit dieser Musik erlebbar zu machen. Für den Zuhörer eine spannende Geschichte über Klezmer-Verwandlungen und -Verwandtschaften. Von leichtfüßigen Säbeltänzen über Csárdás und finnischer Polka führt der Spurenlauf zum Jazz über Filmmusiken bis hin zu Mackie Messer.

Alle Arrangements stammen von den Musikern selbst. Dimitri Schenker studierte klassische Klarinette in Moskau und Düsseldorf. Es folgten Stationen u.a. bei der Rheinischen Philharmonie in Koblenz, als Solo-Klarinettist an der Kölner Kammeroper, heute unterrichtet er in Leverkusen und Düsseldorf. Igor Mazritsky studierte Violine am berühmten Gnessin Institut in Moskau und der Rubin Akademie für Musik in Jerusalem und war langjähriger Konzertmeister und Solist der Jungen Philharmonie Köln. Michael Meier-Etienne, Kontrabass, studierte Musikpädagogik an der Musikhochschule Köln, Standort Wuppertal und widmet sich seitdem u.a. der Aufgabe, besonders  Kindern den Kontrabass nahezubringen. Vadim Baev stammt aus Sewerodwinsk, Nord-Russland. Das Akkordeon studierte er an der Gnesin-Musikakademie in Moskau und wechselte dann 2014 nach Deutschland ins „Master of Musik Programm“ bei Prof. Helmut Quakernack an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln.

Eintritt: 10 €, an der Abendkasse + 2 €.
Kartenbestellung: Frau Anna Evers unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 05635-1022. Vorab-Überweisung an: Förderkreis Synagoge in Vöhl e.V.; Sparkasse Waldeck-Frankenberg; IBAN: DE48523500050007051501; Überweisungszweck: Konzert mit ... am ... Die Karten liegen dann an der Abendkasse für Sie bereit. Falls Sie nicht vorab überweisen, zahlen Sie den Abendkassenpreis (+2€).

Gefördert von der Sparkassen-Kulturstifung Hessen-Thüringen
Sparkasse Waldeck Frankenberg
im Rahmen der Reihe:"Hör-mal im Denkmal"

Freitag, 9. September 2022, 17 Uhr, Präsentation der Landkulturboten


Cara Richter und Mali Klöcker

Luisa Wilke und Kim Simon

Niko und Lena Sell
Fotos: Karl-Heinz Stadtler

Die diesjährigen Landkulturboten stellen ihre Projekte in dieser Abschlussveranstaltung dar.

Kimberley Simon
Judenverfolgung im Mittelalter
Cara Richter
Das Sonderkommando von Auschwitz
Luisa Wilke
Von der Demokratie zur Diktatur
Mali Klöcker
Kinder und Jugendliche in KZ´s
Niko Sell
Polnische Zwangsarbeiter
Lena Sell
Arisierung und Restitution

Unter anderem wird das Video gezeigt:

von Mali Klöcker, Cara Richter und Luisa Wilke

Dienstag, 30. August 2022, 19 Uhr, Vortrag: Die Deportation von Juden, Dr. Akim Jah, Arolsen Archives

© Arolsen Archives

Die Deportation der Juden aus Deutschland
Vortrag von Dr. Akim Jah


Der Referent ist seit 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Forschung und Bildung der Arolsen Archives. Er ist Historiker der Initiative #LastSeen. Bilder der NS - Deportationen, einer Wanderausstellung der Arolsen Archives, die bis 14. September 2022 auf dem Opernplatz in Kassel zu sehen ist. Ein Eintrittsgeld wird nicht erhoben. Der Förderkreis um eine Spende bittet um eine Spende.

Unknown author, Umschlagplatz; loading, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons


Finissage der Ausstellung: "Aktion Reinhardt",
30. Mai bis 30. August 2022

Freitag, 12. August 2022, 19 Uhr, Synagogenkonzert, dezibelles, Female A Cappella


175. Synagogenkonzert

dezibelles
mit
 "best of dezibelles"

Foto: Aram Ohanian
 
dezibelles
setzt sich aus
Nicole Hitz, Aude Freyburger
, Daniela Villiger und Editha Lambert
zusammen.

Die vier jungen Frauen haben sich dem A-cappella-Gesang in all seinen Formen verschrieben und sind auf Klangwelten von der Klassik über die internationale Volksmusik bis hin zu Pop und Jazz spezialisiert. Das mehrfach ausgezeichnete Ensemble bietet ein authentisches Live-Erlebnis und ergänzt das hohe musikalische Niveau der vier Sängerinnen durch treffende Inszenierungen und eine Prise Humor. 2009 gegründet, stieg das Ensemble bald zu einem wichtigen Bestandteil der deutschsprachigen A-cappella-Szene auf.
Seit 2018 ist das Ensemble
in gänzlich professioneller Besetzung unterwegs.

Das Quartett hat bislang vier Alben veröffentlicht:
»sturm & gsang« (2012),
»nachtschattenklänge«
(2016),
das Weihnachtsalbum »Im Kerzenschein«
(2019)
und die Live-CD »die thronfolgerinnen«
(2020).
»schwerelos« wird voraussichtlich 2022

aufgezeichnet.

PREISE
Vocal Champs Contest 2019: 1. Platz
Internationaler a cappella Wettbewerb Leipzig 2018: amarcord Sonderpreis für das beste unverstärkte Stück
Jugend kulturell Förderpreis 2015: Publikums- und Jurypreis in der Vorrunde, 1. Platz im Finale

Eintritt: 20/18/16 €, an der Abendkasse + 2 €.Kartenbestellung: Frau Anna Evers unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 05635-1022. Vorab-Überweisung an: Förderkreis Synagoge in Vöhl e.V.; Sparkasse Waldeck-Frankenberg; IBAN: DE48523500050007051501; Überweisungszweck: Konzert mit ... am ... Die Karten liegen dann an der Abendkasse für Sie bereit. Falls Sie nicht vorab überweisen, zahlen Sie den Abendkassenpreis (+2€).

Dienstag, 9. August 2022, 19 Uhr, Kino am Dienstag mit Filminfo


Bild von mohamed Hassan auf Pixabay

Der Förderkreis Synagoge in Vöhl zeigt in seiner Reihe „Dienstagskino in der Synagoge“ einen Spielfilm aus dem Jahr 2017 von Regisseur Claus Räfle und Co-Autorin Alejandra López zum Thema jüdischer Widerstand in der Zeit des Nationalsozialismus‘. Der Filmtitel darf aus Lizenzgründen nicht genannt werden.

Berlin, 1943. Das Nazi-Regime hat die Reichshauptstadt offiziell für „judenrein“ erklärt. Doch einigen Juden gelingt tatsächlich das Undenkbare. Sie werden unsichtbar für die Behörden. Oft sind  es pures Glück und ihre jugendliche Unbekümmertheit, die sie vor dem gefürchteten Zugriff der Gestapo bewahrt. Nur wenige Vertraute wissen von ihrer wahren Identität. Da ist Cioma Schönhaus (Max Mauff), der heimlich Pässe fälscht und so das Leben Verfolgter zu retten versucht. Die junge Hanny Lévy (Alice Dwyer) blondiert sich die Haare, um als scheinbare Arierin unerkannt über den Ku’damm spazieren zu können. Eugen Friede (Aaron Altaras) verteilt nachts im Widerstand Flugblätter und versteckt sich tagsüber in der Uniform der Hitlerjugend und im Schoße einer deutschen Familie. Und schließlich ist da noch Ruth Gumpel (Ruby O. Fee), die als Kriegswitwe getarnt NS-Offizieren Schwarzmarkt-Delikatessen serviert. Sie alle kämpfen für ein Leben in Freiheit, ohne wirklich frei zu sein...

Das Drehbuch basiert auf Interviews, die Regisseur und Co-Autorin mit Zeitzeugen geführt und in ihren Film integriert haben. Sie erzählen die spannende und hoch emotionale Geschichte dieser wagemutigen Helden und widmen sich damit einem weitgehend unbekannten Kapitel des jüdischen Widerstands.


Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Melden sie sich bitte bei Frau Anna Evers unter 05635-1022 oder über

info@synagoge-voehl.de an.

Sonntag, 7. August 2022, 15 Uhr, Hofeinweihung


Foto: Karl-Heinz Stadtler

Die Bauarbeiten im Hof sind mit der Aufstellung der Stelen, dem Bau der Feuertreppe und dem Aufbau der Sitzbänke beendet. Das ist der Anlass für ein Hoffest mit den Nachbarn in und an der Mittelgasse.
Die 1. Beigeordnete der Gemeinde Vöhl, Frau Susanne Kubat wird eine Ansprache halten.
Musik wird von einem Klezmer-Tango-Ensemble aus Volkmarsen und Umgebung dargeboten.
Es gibt Kaffee und Kuchen!
Eintritt wird nicht erhoben. Spenden für die Fortsetzung der Restaurierungsarbeiten an der Synagoge sind willkommen.

Sonntag, 31. Juli 2022, 15.00 Uhr, Spaziergang auf den Spuren Vöhler Juden


Foto: Privat

er offenen Auges durch Vöhl geht, findet immer noch Spuren jüdischen Lebens. Da sind in der Tür einer alten Schmiede Namen wie die von Abraham Katzenstein oder Selig Frankenthal neben denen von christlichen Bauern hinein geschnitten worden, da gibt es die Inschrift in hebräischen Schriftzeichen über der Tür eines Hauses, das im 19. Jahrhundert der Händlerfamilie Schaumburg gehörte, und da sind natürlich der jüdische Friedhof in der Herzingsgrube und die ehemalige Synagoge. Diese Spuren sind letzte Zeugen einer jahrhundertelangen Präsenz jüdischer Menschen im Ort. Sie waren Kaufleute und Händler, hatten im Unterschied zu vielen anderen Gegenden Deutschlands oft eine kleine Landwirtschaft und waren als Handwerker tätig. Da gab es aber auch Seifensieder und Aschesammler, Färber und Lumpensammler.

Im Vöhler Gemeinde- und im Marburger Staatsarchiv, aber auch in Berlin und Jerusalem hat Karl-Heinz Stadtler viele Akten und Dokumente über die Vöhler jüdische Gemeinde gefunden,  zu der auch die Juden aus Basdorf, Marienhagen und Ober-Werba gehörten. Er zeigt die Häuser, in denen sie lebten, erzählt von ungewöhnlichen Handelsgeschäften, vom Leben armer und reicher Juden, von ihrem Zusammenleben mit den Nichtjuden, aber eben auch von dem, was ihnen bis zum 6. September 1942 in Vöhl oder später in irgendwelchen Konzentrations- und Vernichtungslagern angetan wurde. An jenem 6. September nämlich – wir kennen sogar die Uhrzeit – wurden die letzten drei jüdischen Frauen aus ihren Häusern geholt und auf eine Reise ohne Wiederkehr geschickt.

Eine Gebühr für den geführten Rundgang wird nicht erhoben. Spenden für die Fortsetzung der Restaurierungsarbeiten an der Synagoge sind willkommen.
Treffpunkt: Synagoge in der Mittelgasse. 15.00 bis 17.00 Uhr.

Versal: Bild von Emmie Norfolk auf Pixabay


      
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