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Reinl, Reta


kleines großes Zelt, schimmernd (2005), ©Kurt-Willi Julius

Reta Reinl
kleines großes Zelt, schimmernd (2005)

*1960 in Frankenberg (Eder)
lebt in Lichtenfels-Sachsenberg


Reta Reinl über ihr Kunstwerk:
„Seit dem ersten
Betreten der Synagoge ich fasziniert vom Sternenhimmel in der Kuppel der Synagoge. Der Sternenhimmel als Versuch das Universum nachzubilden veranlasste das Nachdenken über Religion. Jede Religion könnte verstanden werden als Versuch, Weite, Unfassbares, Ahnen und Staunen beschützt und greifbarer zu machen.

Die Synagoge mit Sternenhimmel und rotem Sandsteinboden ist eine wunderbare Metapher für Menschen auf Wander-schaft. Ein Sinnbild für das Leben als Auf-dem-Weg-sein, auf der Suche im Universum.
Der dunkle Aspekt, dass besonders Juden oft auf Wanderschaft und Flucht waren, ver-stärkt Wirkung und Bedeutung des Raums, fordert Achtung vor jedem, der versucht auf dem Weg oder der Flucht Würde zu behalten und Hoffnung.
Das erinnert (in der Synagoge) an die vergangenen Lebenswege der sechs Millionen Juden und all derer, die ihren Weg nicht frei suchen konnten.
Die Idee des Verteilens der Sternenbretter an Künstler von allen Kontinenten vergegenwärtigt die verschiedenen Wege unterm Sternenzelt, auf denen Menschen überall auf der Welt heute sind. Das sagt der Titel „kleines großes Zelt, schimmernd" der Sternenbrettinstallation aus. Gerissene Papiersterne, zwischen denen gelbe und schwarze Pigmente schimmern, hängen an zarten Kupferdrähten und bilden einen Raum (ein Zelt).
Auf dem 175-jahre alten Synagogenbrett stehen die Zeilen aus einem Gedicht von Hans Carossa: „Viel Wanderer gehen fern im Sternenschimmer. Und mancher noch ist auf dem Weg zu dir."
Menschen und Aspekte schimmern wie Sterne. Sie reflektieren Licht und Aufmerksamkeit. Vielleicht sagt die Arbeit ein wenig über den Griff nach dem unfassbar Schwebenden, das Begreifen von gelbem und schwarzem Sternenstaub.
Das kleine Hufeisen im 7-fach gebrochenen Bodenstein hat Marcel Pinas, Künstler aus Surinam, im Synagogenboden gefunden als er mir beim Aufbau der Installation behilflich war. Alle waren erstaunt über diesen Fund. Niemand hatte bei den Renovierungsarbeiten zuvor etwas im Boden gefunden. Sie sahen es als Glückssymbol und so wurde das Hufeisen in die Installation integriert.

Das Tesakreppkreuz, mit dem der Restaurator das morbide Brett für den Rausriss aus dem Sternenhimmel markierte, wurde in einen der Papiersterne eingearbeitet.“


©Kurt-Willi Julius

©Kurt-Willi Julius

der in 7 Teile zerbrochene ausgesuchte Stein; April 2005
© Kurt-Willi Julius


Reta Reinl beim Aufbau; 24. Mai 2005
© Walter Schauderna


©Kurt-Willi Julius

©Kurt-Willi Julius

©Kurt-Willi Julius

©Kurt-Willi Julius

      
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