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Gedenken an den Anschlag in Halle

©Nadja Zecher-Christ

Gedenken an Anschlag in Halle
„Veranstaltung des Gedenkens und Mahnens“: Günter Maier, Karl-Heinz Stadtler und Ulrich Müller (von links) erinnerten an den antisemitisch motivierten Terroranschlag von Halle. Foto: nadja zecher-christ
NewsSuite Nadja Zecher-Christ

Vöhl - Schwer bewaffnet hat ein Rechtsextremist am 9. Oktober 2019 versucht, in die Synagoge von Halle einzudringen, um dort am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur ein Massaker unter den Gläubigen anzurichten. Als er an der massiven Holztür scheiterte, erschoss er vor dem Gotteshaus zwei Menschen und verletzte zwei weitere schwer.

Ein Jahr nach dem Anschlag wurde in Halle und ganz Deutschland den Opfern gedacht. Auch der Förderkreis „Synagoge in Vöhl“ hatte zu einer „Veranstaltung des Gedenkens und Mahnens“ in die ehemalige Synagoge eingeladen. Günter Maier (Förderkreis-Mitglied) betonte: „Es ist eine wertvolle Arbeit, die wir in der Synagoge vor 20 Jahren angefangen haben.“ Während seines Studiums der Theologie habe er nur wenige Juden getroffen, aber durch die Synagoge dazugelernt.

Er zitierte den Rabbiner Leo Baeck: „Für uns Juden in Deutschland ist eine Geschichtsepoche zu Ende gegangen. Eine solche geht zu Ende, wenn immer eine Hoffnung, ein Glaube, eine Zuversicht endgültig zu Grabe getragen werden muss. Unser Glaube war es, dass deutscher und jüdischer Geist auf deutschem Boden sich treffen und durch ihre Vermählung zum Segen werden könnten. Dies war eine Illusion - die Epoche der Juden in Deutschland ist ein für alle Mal vorbei.“ Maier betonte: „Wir müssen den Juden wieder Hoffnung geben, dass sie einen Platz in unserer Gesellschaft haben und ihres Lebens sicher sein können.

Ulrich Müller (Förderkreis-Mitglied) sprach Opfern und Angehörigen sein Mitgefühl aus. Es sei ein Schicksalsschlag, wenn man auf diese Art und Weise aus dem Leben genommen werde. Er bekräftigte „Wir müssen bei Kindern und Jugendlichen Voraussetzungen schaffen, dass sie in guten Verhältnissen aufwachsen und solch ein Hass nicht entstehen kann.

Förderkreis-Vorsitzender Karl-Heinz Stadtler erinnerte daran, dass alle 24 Minuten in Deutschland eine antisemitisch oder rechtsextrem motivierte Straftat passiere, darunter die Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke und der Angriff Anfang Oktober auf einen Hamburger Studenten. Der Täter habe ihn anhand der Kippa als Jude identifiziert. Stadtler appellierte: „Wir dürfen die Augen nicht zumachen!“ Es könne nicht sein, dass Juden wieder Angst haben müssten, getötet zu werden. Es gelte, gemeinsam aufmerksam zu sein, um solche Taten zu verhindern.  nz

 

      
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