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Jüdisch-christliche Parallelen deuten

 Jüdisch-christliche Parallelen deuten
Jan Friedrich Eisenberg Pfarrer in Vöhl
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Vöhl - Das Judentum und der christliche Glauben sind eng miteinander verbunden, doch nur den wenigsten Menschen ist das bewusst - eine ökumenische Kampagne soll deshalb 2021 die vielen Gemeinsamkeiten, aber auch Eigenheiten aufzeigen.

Unter dem Motto „Beziehungsweise: jüdisch und christlich - näher als du denkst“, werden über das gesamte Jahr bundesweit 14 Plakate veröffentlicht, die nicht nur ein Zeichen gegen Antisemitismus setzen, sondern auch einen Beitrag zum Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ darstellen sollen.

An dieser Aktion beteiligt sich auch die Vöhler Kirche. „Wenn ein Ort für dieses Projekt geeignet ist, dann Vöhl“, betont Pfarrer Jan Friedrich Eisenberg. Zusammen mit dem örtlichen Förderkreis Synagoge plane er zurzeit mehrere Veranstaltungen. Eisenberg sagt: „Die Glaubensrichtungen haben die gleichen Wurzeln, das möchten wir den Menschen in vier Präsentationen deutlich machen.“

Zwei dieser Termine sollen deshalb in der Synagoge stattfinden, die anderen beiden in der Martinskirche. Ein Vorhaben, von dem auch der Förderkreis-Vorsitzende Karl-Heinz Stadtler begeistert ist: „Es ist ein interessantes und gutes Projekt, diese beiden Religionen in Beziehung zu setzen.“ Geplant sei, dass Experten Vorträge in Vöhl halten und sich dialogisch austauschen. Auch die Nachkommen der ehemaligen Vöhler Juden sollen mit einbezogen werden.

Nachdem im Januar zuerst die Hebräische Bibel im Mittelpunkt steht, die sowohl für Juden, als auch für Christen als Grundlage dient, werden im Februar Purim und Karneval in Beziehung gesetzt. So hat jeder Monat einen Schwerpunkt.

Die Vöhler Veranstaltungen, die zusätzlich stattfinden, starten dann mit den Festen Passah und Ostern, anschließend wird Pfingsten mit Shavuot in Verbindung gesetzt, danach wird über Jom Kippur und das Abendmahl gesprochen und abschließend Weihnachten mit Chanukka verglichen.

Dabei sollen vor allem die vielen Parallelen deutlich werden, die eine einzigartige Beziehung zwischen Judentum und Christentum erzeugen. red/sk

In Beziehung setzen: Eine Kampagne wird im nächsten Jahr die enge Verbindung zwischen christlichem und jüdischem Glauben aufzeigen. In der Martinskirche (links) und der Synagoge sind Veranstaltungen geplant. Fotos: JANZEN/Archiv/pr
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