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Vielfalt verteidigen

 

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Gedenkfeier in Vöhl: Silas Klöcker, Vanessa Herzen, Sanja Mohnen, Najila Nazeri und Tom Wiesemann (von links) entzündeten 72 Teelichter für Holocaust-Opfer. Fotos Nadja Zecher-Christ
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Nadja Zecher-Christ

Von Nadja Zecher-Christ

Vöhl. Zum 80. Mal hat sich am Freitag die Reichspogromnacht gejährt, bei der auch in Waldeck-Frankenberg tausende jüdische Menschen durch die Rassenpolitik der Nationalsozialisten ihr Leben ließen. Mit einer Gedenkfeier haben Vöhler Bürger den Holocaust-Opfern, den Ehepartnern und Kindern gedacht.

Den Auftakt bildete ein Friedensgebet in der Martins-kirche. „Nur wenige Einzelpersonen traten den Novemberpogromen entgegen“, sagte Pfarrer Jan-Friedrich Eisenberg.

Unter ihnen sei der schwäbische Pfarrer Julius von Jan gewesen, der in einer Predigt betont habe, dass die „Gebote Gottes missachtet“ worden seien. Heutzutage seien antisemitische Übergriffe wieder Bestandteil der Nachrichten. Man habe die Verantwortung aus den Fehlern von damals zu lernen, betonte er.

Bei der Rede zur Gedenkfeier in der Vöhler Synagoge sagte Karl-Heinz Stadtler (Vorsitzender Förderkreis Synagoge): „Auch die Menschen hier bei uns in Vöhl, haben nicht Nein gesagt. Sie haben die verständnisheischenden Kommentare in den Zeitungen, die Anschuldigungen gegen die Juden schweigend, oft auch zustimmend zur Kenntnis genommen. Sie haben zugeschaut, aber nicht hingesehen.“ Stadtler schilderte das Schicksal der Vöhler Juden Max und dessen Cousin Moritz Mildenberg. Max wurde 1942 in Auschwitz-Birkenau umgebracht. Moritz wurde nicht deportiert und starb 1945 in Waldeck-Sachsenhausen an einer Rippenfellentzündung. „Immer wieder zeigen uns die Nachrichten, dass Hasskriminalität in Deutschland zunimmt“, sagte Stadtler. Straftaten, die sich gegen Nationalitäten, Hautfarben oder Religionen richteten, rechtsextremistisches, fremdenfeindliches Gedankengut seien in allen Schichten der Gesellschaft angekommen. Man müsse sich fest vornehmen den Anfängen zu wehren. „Dieses System der Freiheit, der Toleranz und der Vielfalt zu verteidigen, das sind wir auch den Opfern des 9. November 1938 schuldig“,machte er deutlich.

Das Gesangsensemble „Da Capo“ aus Frankenberg und die Evangelische Bläsergruppe Marienhagen umrahmten die Gedenkfeier mit besinnlichen Liedern. Pfarrer im Ruhestand Günter Maier verlas das Kaddisch-Gebet auf Deutsch, danach trug es Michael Dimor aus Israel auf aramäisch vor. Silas Klöcker, Vanessa Herzen, Sanja Mohn, Najila Nazeri und Tom Wiesemann entzündeten 72 Teelichter für die Holocaust-Opfer.

Gedachten ihrer Vorfahren: vorn von links Gisela Frees, Amir Dimor; hinten von links Noga Friedlender, Michael Dimor, Dalia Dimor und Ziv Dimor.
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