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"Synagoge in Vöhl"
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Bilder aus der Synagoge

Bilder aus der Synagoge
 
 
Ausstellung mit Bildern von Wilhelm Thielmann in der Synagoge in Vöhl: Die Werke schauen sich (von links) Walter Schauderna, Karl-Heinz Stadtler, Elke Müller und Dagmar Keller an. Foto: Daum
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Osterhold, Hans Peter

Von Hans-Peter Osterhold

Vöhl. „Wir sind für das Miteinander“, sagte Karl-Heinz Stadler, Vorsitzender des Förderkreises Synagoge in Vöhl e.V. und stellt sich in einem freien Land wie Deutschland bei aller Vielfalt der Religionen Einigkeit vor. Bei der Vernissage zur Gemälde- und Fotoausstellung in der Vöhler Synagoge betonte Stadler bei seiner Begrüßung vor allem die gegenseitige Toleranz und das historisch bedingte Verantwortungsgefühl, gerade in unserem Land.

Zu sehen gibt es Gemälde des Malers Wilhelm Thielmann (1868 bis 1924), die aus Skizzen und Porträts zu Bildern komponiert wurden. Sie zeigen die ehemalige Kasseler Synagoge hauptsächlich von innen, gottesdienstliche Handlungen und führende Leute der Gemeinde, seinerzeit in Auftrag gegeben zur Dokumentation für eine interessierte Öffentlichkeit. Die Kasseler Gemeinde im 19. Jahrhundert galt als sehr liberal. Thielmann hatte als Lehrer und Illustrator von Zeitschriften gearbeitet und ging als „Maler und Zeichner der Schwalm“ in die Kunstgeschichte ein. Die Zeichnungen waren als Lithografien in einer Mappe zusammengestellt, und die wurde in den 1990er-Jahren mit Sponsorenhilfe neu aufgelegt. Zusätzlich zu den Gemälden gibt es eine Fotoausstellung mit Bildern von Dr. Wolfgang Werner, die die aktuelle Synagoge in unterschiedlichen Perspektiven zeigen. Spektakuläre Farbgebung und architektonische Details geben einen lebendigen Eindruck vom Inneren des Gebäudes.

Passend dazu erläuterte Ester Haß, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, in einem Vortrag die Entstehungsgeschichte dieser neuen Synagoge. Die alte Synagoge sei in der Nazizeit zwar geplündert worden, aber ein Brand sei verhindert worden. In der Nachkriegszeit habe man eine kleine Gemeinde wieder aufgebaut, die nach der Öffnung der Grenzen in den 1990ern und mit vielen Zuwanderern aus Osteuropa bis auf 1200 Mitglieder anwuchs. Ab 1995 habe es Pläne zur Vergrößerung des Gebäudes gegeben. Nach langen Verhandlungen hin und her sei das alte Gebäude abgerissen worden und man habe ein neues erstellt, das im Jahr 2000 eingeweiht wurde. Hier verlor sich Esther Haß etwas in den Details der Finanzierung des Gebäudes. Heute zähle man etwa 800 Mitglieder, und auch der jüdische Religionsunterricht werde nordhessenweit vom Rabbiner übernommen. Man praktiziere ein lebendiges Gemeindeleben mit Chor, Theatergruppe und Seniorenkreis, leide aber auch wie mancherorts an Überalterung. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Jörg Müller und Dr. Wolfgang Werner (Gitarre und Gesang) und der Musicalgruppe „Strong Together“ der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis der Eder unter Leitung von Jenny Heise.

Kippas und Torarollen

Info: Die Ausstellung kann bis zum 9. November vor und nach den Veranstaltungen in der Synagoge oder nach Absprache (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) besucht werden. In der oberen Etage der Synagoge gibt es zudem noch eine Ausstellung, die unter anderem jüdische Kippas, Gebetsbücher, Tallits und Torarollen zeigt.

Erläuterte die Gemälde von Wilhelm Thielmann und die Baugeschichte der neuen Synagoge: Esther Haß. Foto: Osterhold
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Osterhold, Hans Peter

      
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