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Geschichte wachhalten

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Geschichte anschaulich machen: ALS-Schüler präsentieren ihre Ausstellung „Schicksale“ über Inhaftierte im Konzentrationslager Breitenau, die zurzeit in der Vöhler Synagoge zu sehen ist. Foto: Rösner
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Rösner, Stefanie

Von Stefanie Rösner

Vöhl. Eingesperrt, gefoltert und misshandelt: Was die Nazis Häftlingen im Lager Breitenau (Cuxhagen) ab 1933 antaten, erschüttert die Schüler der Alten Landesschule, die dazu eine aufschlussreiche mobile Ausstellung geschaffen haben. Am Sonntag wurde sie in der Synagoge in Vöhl eröffnet. Dort bleibt sie bis zum 27. Mai. Danach ist sie für jeden im Landkreis verfügbar, der die Informationen weitergeben möchte.

Darauf weist die Geschichtslehrerin Dr. Marion Lilienthal hin. Ihr ist es wichtig, dass die 18 Roll-Ups, also die transportablen Infotafeln nach dieser ersten Ausstellung nicht in Schränken verstauben, sondern über Monate und Jahre immer wieder genutzt werden. Ob Vereine, Kirchen, Schulen oder andere Institutionen in Waldeck-Frankenberg - jeder, dem Bildung und die Aufklärung über die Zeit des Nationalsozialismus wichtig sind, kann das anschaulich zusammengestellte Material ausleihen.

Die Nationalsozialisten waren kaum an der Macht, schon setzten sie 1933 eine gnadenlose Verhaftungswelle in Gang. Kommunisten, Juden, Sozialdemokraten: Alle, die aus Sicht der Nazis nicht ins System passten und anders dachten, wurden oft mit Gewalt gefangen genommen.

Schläge und Prügel waren im Konzentrationslager Breitenau an der Tagesordnung, berichten die ALS-Schüler. „Man hat immer in Todesangst gelebt“, zitieren sie einen, der die Schikanen und Misshandlungen erlebte. Von unbarmherzigen SS- und SA-Männern und Aufsehern ist die Rede. Chronischer Nahrungsmangel, körperliche und seelische Schäden betrafen die Insassen. Viele von ihnen stammten aus dem heutigen Waldeck-Frankenberg. Mit „Schicksale“ zeigen Dr. Marion Lilienthal und ihre Schüler die Leidenswege von Menschen aus Waldeck-Frankenberg, soweit sie diese anhand von Akten und durch intensive Recherche nachvollziehen konnten.

Herausgekommen ist eine umfangreiche Broschüre über Hintergründe und einzelne Schicksale, mit Fotos, Dokumenten und Schriftstücken. Übrigens ist auch diese Broschüre für jeden, der die Roll-Ups für eine Ausstellung ausleiht, kostenfrei verfügbar.

Folgende Schüler waren beteiligt: Dominic Antony, Kamil Cuppok, Philipp Jahn, Paul Keller, Paul Rinau, Florian Schultze, Lars Viskaal, Felix Wilke, Maik Zubiks, Alex Breus, Lisa Finaschin und Katharina Wiegand.

Service: Die Ausstellung ist bis 27. Mai täglich von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Wer die Wanderausstellung ausleihen möchte, wendet sich an die ALS oder über www.gedenkportal-korbach.de.

 

      
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