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Mahnende Ausstellung in Vöhler Synagoge

 
 Facetten des Rassismus
Die Ausstellung „Ihr Tod reißt nicht die geringste Lücke“ wurde in der Vöhler Synagoge eröffnet. Foto: Armin Hennig
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Hennig, Armin

VON ARMIN HENNIG

Vöhl - Am ersten September jährten sich gleich zwei Verbrechen des Nationalsozialismus: der Beginn des Zweiten Weltkriegs und das Euthanasie-Programm T4. Die Methoden zur Vernichtung „lebensunwerten Lebens“ fungierten als Vorlauf zur Massenvernichtung der Juden.

Die alte Synagoge in Vöhl nahm das historisch belastete Doppeldatum zum Anlass, die Ausstellung „Ihr Tod reißt nicht die geringste Lücke“ erneut der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Die Eröffnung der Ausstellung fungierte zugleich als Start der 101-teiligen Veranstaltungsreihe „Facetten des Rassismus“, die in der Synagoge stattfindet.

In seiner Begrüßungsansprache erwähnte Karl-Heinz Stadtler seine Lektüre von Uwe Timms „Ikarien“ als Ausgangspunkt. Der Großvater seiner Frau war Eugenik-Papst Eugen Ploetz, auf dessen Theorien auch jene Elemente der Nazi-Ideologie aufbauten, die Vernichtung von als minderwertig angesehenen Menschen und Rassen zum methodisch durchgeführten Projekt erhoben hatten.

Dem in zahlreiche Lebensreform-Projekte und wissenschaftlichen Untersuchungen des frühen 20. Jahrhunderts eingebauten Rassegedanken erteilte Stadtler eine klare Absage: „Alle Menschen, egal welcher Hautfarbe, haben dieselben Emotionen, nur die Äußerungen sind der jeweiligen Kultur verpflichtet, das hat die Erforschung der menschlichen DNA gezeigt.“

In diesem Zusammenhang warnten Stadtler, der Vöhler Bürgermeister Matthias Stappert sowie die Referenten Dr. Wilhelm Völcker-Janssen und Dr. Georg Lilienthal vor den aktuellen pränatalen Eugenik-Tendenzen, die wieder mit dem Anspruch des Fortschritts und der Verbesserung der Menschheit unterwegs seien.

Ebenso einig waren sich sämtliche Redner beim Blick auf die politische Entwicklung seit der ersten Ausstellung zum Krankenmord im Nationalsozialismus in der Synagoge. Vor zehn Jahren sei es kaum vorstellbar gewesen, dass die größte Oppositionspartei im Bundestag aktive Holocaustleugner in ihren Reihen haben oder dulden könnte.

In der abschließenden Choreographie „Selektion“ stellte die Theatergruppe der Lebenshilfe gängige Vorurteile gegen Menschen mit Behinderungen sowie den Druck der Mehrheit dar, die zur letztendlich letalen Selektion führten.

 

      
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