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Wie "Chanson auf Speed"


Wie „Chanson auf Speed“
Rekordtempo: Juliette Brousset und ihre Mitstreiter hinterließen beim Publikum nachhaltigen Eindruck. Foto: armin hennig
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Hennig, Armin

VON ARMIN HENNIG

Vöhl - Die französische Begrüßung spielten Juliette Brousset und ihre musikalischen Mitstreiter im absoluten Rekordtempo ab. Die Gruppe „Moi et les autres“ vermittelte deshalb zum Auftakt des Auftritts in der Alten Synagoge den Eindruck „Chanson auf Speed“.

Auf den kurzen, aber intensiven Kulturschock, der eventuelle Befremdlichkeiten gleich auf die Spitze trieb, folgte die ironische Frage „Habt ihr auch alles verstanden?“, stellte die Sängerin dann ihre Band und das Programm ausführlich auf Deutsch vor. Anschließend nahm das Energiebündel sein Publikum als Chor bei einer Fahrt über die Seine gleich als staunenden Touristen-Chor mit ins Boot.

Der anschließend angestimmte Titelsong der Tour „Départ“ vermittelte die Aufbruchsstimmung zu neuen Ufern in einem raffinierten Stilmix aus Musette, Tango und Blues mit dem Akkordeon von Eric Dann als transatlantischer Brücke von Paris nach Buenos Aires und ins Mississippi-Delta, dessen musikalischer Strom sich mit typischen Seine-Klängen eine selten gehörte Synthese bildete.

„Riviere“, das anschließend den Fluss des Lebens beschrieb, bildete als klassicher Bossa Nova den Kontrast mit dankbaren Solo-Aufgaben für Bassist Dirk Kunz und Gitarrist David Heinz. Letzterer spielte auch im rockigen „Métro“ eine Hauptrolle, diese vielschichtige Symphonie der Großstadt mit positiver Hektik und Schüben von Panik geriet zum Höhepunkt der ersten Hälfte des Konzerts.

Eine Steigerung in Sachen Intensität bot nur noch „Sel“, die Umsetzung einer aus der Not geborenen Reise über das Mittelmeer, die im nassen Element und dem Untergang im Salzwasser ihr Ende findet. Im atmosphärischen Seestück bildeten die Instrumentalisten die wechselnde Charakteristik der Wellen und die Reaktionen auf das immer bedrohlichere Szenario ab, das in Juliette Broussets Aufschrei „Sel“ gipfelte.

Die gescheiterte Flucht aus Afrika bildete gewissermaßen das Gegenstück zum zuletzt erfolgreich bewältigten persönlichen Aufbruch von Mannheim nach Berlin, dem autobiografischen Kern des jüngsten Streichs „Départ“. Im zweiten Teil erfreuten „Moi et les autres“ die Freunde des klassischen Chansons auch mit einem Rückblick auf die Evolution der Band.

 

      
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