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Zeichen gesetzt gegen Rassismus

 
Zeichen gesetzt gegen Antisemitismus
 
Facetten des Faschismus in Geschichte und Gegenwart: Vom Kinderbuchklassiker über die Aussteigerbeichte eines früheren Neonazis bis zu praktischen Handreichungen reichte die Bandbreite der präsentierten Texte in der Alten Synagoge. Foto: armin hennig
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Hennig, Armin

VON ARMIN HENNIG

Vöhl - Als Reaktion auf den Anschlag von Halle setzten Besucher in der Alten Synagoge Vöhl ein Zeichen. Sie lasen aus Klassikern der Literatur gegen den Antisemitismus und aus aktuellen Texten, die sich mit dem Phänomen des Rechtspopulismus auseinandersetzen. „Das Unsägliche geht leise über das Land“, dieses bedrohliche Fazit zog Ingeborg Bachmann in ihrem Gedicht „Früher Nachmittag“ über das neue Behagen der alten Nazi-Eliten im Nachkriegsdeutschland.

Barbara Küpfer hatte sich unter dem Eindruck des Anschlags auf die Synagoge von Halle für die schaurig-subtile Momentaufnahme mit überzeitlichen Momenten entschieden. Die Täter von einst spielen keine aktive Rolle mehr im politischen Leben, manche überholt geglaubte Einstellungen kommen wieder, „da eine immer kompliziertere und unübersichtlichere Welt die Regression auf den Nationalismus und das Vertraute begünstigt, erklärte Karl-Heinz Stadtler.

Ulrich Müller stellte in seiner Lesung aus einem im Spiegel erschienen Artikel dagegen die Techniken vor, mit denen rechtspopulistischen Einstellungen unter Kollegen oder Verwandten begegnet werden kann, ohne in eine Eskalationsspirale zu geraten. Die Bandbreite reichte von freundlichem, aber entschiedenen Widerspruch im persönlichen Gespräch bis zur Aufdeckung von Scheinzusammenhängen, bei denen ein Problem überhaupt nichts mit dem anderen zu tun hat. So etwa bei den Themen Obdachlosigkeit und der Versorgung von Asylsuchenden, da die Finanzierung der Bedürftigen aus ganz unterschiedlichen Etats stamme.

Die Schere zwischen Theorie und Praxis beziehungsweise persönlicher Überzeugung und unmittelbarer Konfrontation mit rechten Einstellungen im Alltag bestimmte die Diskussion. Denn alle Anwesenden waren in Beruf und Alltag mit Konstellationen konfrontiert worden, in denen es mit bloßem Widerspruch gegenüber Vorurteilen nicht immer getan war.

„Einem Schüler, der von einer populistischen Seite oder rechten Band verhetzt ist, kann man leicht widersprechen. Ein gestandener 60-Jähriger, der um seine gerade verstorbene Mutter trauert und dabei rassistische Überzeugungen äußert, ist hingegen schon ein schwierigerer Fall“, gab Pfarrer Eisenberg zu, der bei Musikwünschen zu Trauungen sehr genau hinsieht. Nach eingehender Prüfung des Textes hatte er das Liebeslied einer einschlägig verrufenen Band aber zugelassen.

 

      
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