13.5.2024, Mit „Hump­pa“ in die Her­zen der Zu­hö­rer mu­si­ziert

Mon­tag, 13. Mai 2024, Wal­de­cki­sche Lan­des­zei­tung / Gu­ten Mor­gen, Wal­deck!

Mit „Hump­pa“ in die Her­zen der Zu­hö­rer mu­si­ziert

Gast­spiel der fin­ni­schen Band „Tjan­go!“ in der Syn­ago­ge Vöhl

VON AR­MIN HASS

Die fin­ni­sche Band „Tjan­go!“ beim Kon­zert in der Syn­ago­ge Vöhl: (von links) Ant­ti Lein­onen, Te­ro Hyvä­luo­ma, Ol­li Ran­ta­la und Ju­ha Save­la. Fo­to: Ar­min Haß

Vöhl – Die fin­ni­sche Band „Tjan­go!“ mu­si­zier­te sich in der Vöh­ler Syn­ago­ge in die Her­zen der gut 50 Zu­hö­rer. Da­bei brach­ten die vier Mu­si­ker mit ih­ren akus­ti­schen In­stru­men­ten nicht nur ein Stück Finn­land nä­her, son­dern setz­ten auch deut­li­che Ak­zen­te mit bra­si­lia­ni­schen, ar­gen­ti­ni­schen und nord­ame­ri­ka­ni­schen Stil­ele­men­ten.

„Tjan­go!“ ste­hen für ar­gen­ti­ni­schen und fin­ni­schen Tan­go und für den Jazz des gro­ßen Djan­go Rein­hardt. In den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren seit der ers­ten CD-Ver­öf­fent­li­chung hat das Quar­tett Blues, Bos­sa, Blue­grass, fin­ni­schen „Hump­pa“ und Folk­ele­men­te ih­rer Hei­mat mit Gypsy Jazz zu ei­nem ei­ge­nen Stil ver­schmol­zen.

Band­lea­der Ant­ti Lein­onen am Ak­kor­de­on, der Vio­li­nist Te­ro Hyvä­luo­ma, der Bas­sist Ran­ta­la und Ju­ha Save­la über­zeug­ten durch ihr le­ben­di­ges Zu­sam­men­spiel. Da­bei ga­ben die raf­fi­nier­ten Ar­ran­ge­ments der aus­nahms­los selbst­kom­po­nier­ten Stü­cke auch Raum für kur­ze so­lis­ti­sche Aus­flü­ge der vir­tuo­sen Mu­si­ker. So man­cher Zu­hö­rer in der Syn­ago­ge tipp­te mit den Fü­ßen den Takt mit, wenn die Vier so rich­tig schön groov­ten, oder summ­te im Geis­te me­lo­diö­se Pas­sa­gen mit. Was sich so lo­cker an­hört, ist frei­lich das Er­geb­nis von aus­ge­zeich­ne­ter mu­si­ka­li­scher Aus­bil­dung und lang­jäh­ri­ger Er­fah­rung. Ei­ne An­zahl von Ti­teln mach­te im Syn­ago­gen­kon­zert das Er­le­ben der Na­tur hör­bar, et­wa bei „Poh­jantäh­ti“ – auf Deutsch Po­lar­stern – oder bei der jah­res­zeit­lich et­was ana­chro­nis­ti­schen Zu­ga­be „The Lea­ves Are Fal­l­ing“ – in die sich ver­ein­zel­te Vo­gel­stim­men in der Abend­däm­me­rung mi­schen.

Ant­ti Lein­onen führ­te die Zu­hö­rer in deut­scher Spra­che und mit sei­nem ei­ge­nen tro­cke­nen Hu­mor durch das viel­sei­ti­ge Pro­gramm. Es war in Vöhl das 13. Kon­zert der dies­jäh­ri­gen Tour­nee von „Tjan­go!“, die nach ei­nem wei­te­ren Gast­spiel in Es­sen in Greifs­wald beim Fes­ti­val Nor­di­scher Klang en­de­te.

Die Deutsch-Fin­ni­sche Ge­sell­schaft (DFG) hat die Band für ih­re Deutsch­land-Tour­nee en­ga­giert, in Vöhl tra­ten sie in Ko­ope­ra­ti­on mit dem För­der­kreis der Syn­ago­ge auf, der in­zwi­schen das drit­te Kon­zert zu­sam­men mit der DFG aus­rich­te­te.

„Tjan­go!“ selbst wa­ren be­reits 2016 im Rah­men des DFG-Kul­tur­ange­bo­tes in Deutsch­land un­ter­wegs.

14.3.2024, Musikalischer Hochnuss

Don­ners­tag, 14. März 2024, Wal­de­cki­sche Lan­des­zei­tung / Lo­ka­les

Mu­si­ka­li­scher Hoch­ge­nuss

Kers­tin En­gel und Mar­kus Gell­rich be­geis­tern in der Syn­ago­ge

Ge­lun­ge­nes mu­si­ka­li­sches De­büt: Kers­tin En­gel und Mar­kus Gell­rich bei ih­rem Auf­tritt in der Vöh­ler Syn­ago­ge. Fo­to: Wal­ter Schau­der­na/PR

Vöhl– Ste­hend ap­plau­dier­te das Pu­bli­kum in der Vöh­ler Syn­ago­ge Kers­tin En­gel und Mar­kus Gell­rich nach zwei Stun­den mu­si­ka­li­schem Hoch­ge­nuss. Das Klez­mer-Pro­gramm des neu ge­grün­de­ten – üb­ri­gens noch na­men­lo­sen – Du­os um­fass­te al­le Fa­cet­ten die­ses emo­tio­nal viel­sei­ti­gen Mu­sik­gen­res, dar­ge­bo­ten mit Hin­ga­be und Vir­tuo­si­tät an Kla­ri­net­te und Ak­kor­de­on.

Dass die bei­den Mu­si­ker viel Spaß beim Pro­ben für ihr ers­tes Kon­zert ge­habt ha­ben, spür­te man gleich vom ers­ten Ton an. So er­klang zu­nächst ein Stück ei­nes gro­ßen Vor­bilds von Kers­tin En­gel, des Kla­ri­net­tis­ten Da­vid Or­low­sky: „No­e­ma“ um­fass­te gleich die vol­le Band­brei­te der mu­si­ka­li­schen Emo­tio­nen von zart und zu­rück­hal­tend bis über­schäu­mend.

In den Bann der viel­fäl­ti­gen Klän­ge ge­zo­gen lausch­te das Pu­bli­kum ver­schie­dens­ten Tän­zen aus der ost­eu­ro­päi­schen Tra­di­ti­on so­wie neu­en Kom­po­si­tio­nen, char­mant und hu­mor­voll an­mo­de­riert von Kers­tin En­gel. Vor dem in­ne­ren Au­ge sah man den jun­gen Mann mit sei­ner ers­ten Lie­be tan­zen („Ersther Vals“) so­wie die schwar­ze Kat­ze durch das Pa­ri­ser Ca­fé strei­chen („Le chat noir“, Or­low­sky).

Ein Stück von Gui­do Jä­ger, kom­po­niert für des­sen Toch­ter San­na, er­klang in­des nicht zum ers­ten Mal in der Syn­ago­ge. Schon das Je­ru­sa­lem-Duo hat­te das Stück mit Kla­ri­net­te und Har­fe in­ter­pre­tiert. Die über­aus ab­wechs­lungs­rei­che „Bal­kan­plat­te“ (Or­low­sky) ent­ließ das Pu­bli­kum in die Pau­se. In „Nokh a por Teg“ (Gui­do Jä­ger) er­klang dann das Bas­sett­horn, ein recht sel­te­nes In­stru­ment, das vor al­lem Mo­zart ge­liebt hat und das so­zu­sa­gen das Cel­lo in der Kla­ri­net­ten­fa­mi­lie re­prä­sen­tiert. Mit ei­nem Freilach nahm die zwei­te Kon­zert­hälf­te an Fahrt auf. Eben­so flott vor­an ging es in dem Stück „7:40“, ei­ner Zug­fahrt von Ber­dit­schew nach Kiew, bei der von den hier­zu­lan­de so gern be­klag­ten Ver­spä­tun­gen im Bahn­ver­kehr nichts zu spü­ren war. Beim jid­di­schen Lied „Sho­lem sol sa­jn“ (Frie­de muss sein) von Joa­chim Johow er­klang die zar­te Me­lo­die in un­ter­schied­li­chen Klang­far­ben, je­weils mit Bas­sett­horn, Kla­ri­net­te und Quer­flö­te ge­spielt.

Freu­de am Spiel merk­te man den Mu­si­kern durch­weg an, ob schnell oder lang­sam, laut oder lei­se, tan­zend und Ge­schich­ten er­zäh­lend – im­mer er­gänz­ten oder un­ter­stütz­ten sich Ak­kor­de­on und Kla­ri­net­te, wo­bei Mar­kus Gell­rich, am Ak­kor­de­on mal un­auf­dring­lich im Hin­ter­grund, mal ei­gen­stän­di­ge Parts über­neh­mend stets mehr als nur Be­glei­ter ist. Un­ter­stüt­zung hol­te sich das Duo in „Ose Shalom“, bei dem das Pu­bli­kum ei­nen Grund­ton summt, auf des­sen Klang­tep­pich das Frie­dens­lied er­klingt.

Mit „Vod­ka afi­na­ta“ (Or­low­sky) ging der Kon­zert­abend zu En­de, be­vor das Pu­bli­kum sich mit Ap­plaus als Zu­ga­be noch „Gold­fin­ger“ (Flo­ri­an Dor­mann) er­klatsch­te. – Ein viel­ver­spre­chen­der An­fang in der Mu­sik­land­schaft Nord­hes­sens, der auf vie­le wei­te­re mu­si­ka­li­sche Er­leb­nis­se hof­fen lässt.  red

26.3.2024, Ein Signal gegen das Vergessen

 

Ein Signal gegen das Vergessen

Förderkreis „Synagoge Vöhl“ bringt Gedenktafel an Haus in Marienhagen an

Einweihung der Gedenktafel am Haus im Schulweg in Marienhagen: (von links) Pfarrer Jan Friedrich Eisenberg, Christian Schnatz, Hauseigentümer Nick Albrecht, Dr. Heinrich Knoche und Bürgermeister Karsten Kalhöfer. Fotos: Osterhold

Vöhl-Marienhagen – Erst Bauernhaus, dann Gastwirtschaft, Hotel und Landschulheim und heute ein Wohnhaus: Das große Fachwerkhaus im Schulweg in Marienhagen hat eine wechselvolle Geschichte, die seit Kurzem an einer Tafel an der Fassade nachzulesen ist.

Erster Eigentümer war die jüdische Familie Kratzenstein, die um 1800 nach Marienhagen gezogen war. Dr. Heinrich Knoche vom Förderkreis Synagoge Vöhl hat in Archiven und alten Gerichtsunterlagen nachgeforscht und die Geschichte des Hauses und deren Bewohner akribisch recherchiert.

Bis 1935 war das Haus im Besitz der Familie Kratzenstein, dann wurde es an zwei Holländer im Tausch gegen zwei Häuser in den Niederlanden übertragen. Nach dem Krieg versuchten Nachkommen der Familie Kratzenstein, das Haus per Gerichtsbeschluss zurück zu bekommen, was aber nicht gelang.

1981 erwarb der „Schullandheim-Verein Marienhagen des Gymnasiums Stadtmitte und des Reinhard-und- Max-Mannesmann-Gymnasiums Duisburg“ das Haus und 1997 ging es in Privatbesitz über. Seit 2016 besitzt Nick Albrecht das beeindruckende Gebäude, das mit den symmetrisch angeordneten Holzbalken, -riegeln und -streben und ausgeputzten Lehmgefachen schon von Weitem auffällt. Auch mit Nick Albrechts Hilfe war es möglich, die Geschichte des alten jüdischen Hauses zu recherchieren und aufzuschreiben.

Eine Haustafel, initiiert von dem Förderkreis „Synagoge Vöhl“ und finanziert vom Landkreis Waldeck-Frankenberg, erinnert nun vor Ort an diese „Haus-Geschichte“ und das Schicksal der Bewohner. Sie wurde am vergangenen Samstag in einer Feierstunde übergeben.

Heinrich Knoche berichtete von der Geschichte des Hauses und der Bewohnerinnen und Bewohner, die in die Dorfgemeinschaft integriert waren und nach ihrem Wegzug von Marienhagen bis auf wenige Überlebende alle in Konzentrationslagern der Nationalsozialisten umgebracht wurden.

Der Förderkreis sieht die Tafel an dem Haus in Marienhagen und auch mehrere weitere in Vöhl als Signal gegen das Vergessen. Pfarrer Jan Friedrich Eisenberg hob die Bedeutung der Tafel hervor: „hinzusehen, zu erinnern und zu mahnen“ für den Frieden. Bürgermeister Karsten Kalhöfer betonte, dass es die Menschen sind, die die Geschichte der Häuser schrieben, und mahnte zur Verantwortung hier und jetzt.

Entworfen und umgesetzt hat die Steintafel Christian Schnatz aus Dorfitter, der schon mehrere Erinnerungstafeln und Stehlen für den Förderverein gefertigt hat. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde vom Posaunenchor Marienhagen.

29.1.2024, Lichter und Worte gegen den Rechtsextremismus

 

Lichter und Worte gegen den Rechtsextremismus

„Wir sind bunt“: Synagoge in Vöhl erstrahlt in verschiedenen Farben

In bun­ten Far­ben er­strahl­te die Vöh­ler Syn­ago­ge am frü­hen Sams­tag­abend. Fo­tos: Pe­ter Frit­schi

Am dar­auf­fol­gen­den Sams­tag lud der För­der­kreis der Syn­ago­ge in Vöhl zu ei­ner of­fe­nen Dis­kus­si­on für die De­mo­kra­tie ein. Die­ser Tag bot die Mög­lich­keit, Mei­nun­gen zu ar­ti­ku­lie­ren. Es war ein Tag des Pro­tests ge­gen den rech­ten Ex­tre­mis­mus in ganz Deutsch­land und ein Ge­denk­tag für die Op­fer des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus.

Der För­der­kreis-Vor­sit­zen­de Karl-Heinz Stadt­ler fass­te es sinn­ge­mäß am En­de in fol­gen­den Wor­ten zu­sam­men: „Die Ver­an­stal­tung war ein star­kes Zei­chen ge­gen die­je­ni­gen, die heu­te dar­über spe­ku­lie­ren, Men­schen mas­sen­wei­se aus Deutsch­land zu de­por­tie­ren, weil sie nicht im­mer in Deutsch­land leb­ten, weil sie kei­ne oder ei­ne an­de­re Re­li­gi­on ha­ben, weil ih­re Haut­far­be nicht ei­ner selbst de­fi­nier­ten Norm ent­spricht, oder weil sie den For­de­run­gen nach ei­ner nicht zu de­fi­nie­ren­den deut­schen Leit­kul­tur nicht ent­spre­chen.“ Die­se Ge­dan­ken er­in­ner­ten stark an das Deutsch­land zwi­schen 1933 und 1945. Auch in Vöhl und bei den De­mos ge­gen Rechts in Kor­bach und Fran­ken­berg zeig­ten vie­le Men­schen am Wo­chen­en­de den Fein­den der De­mo­kra­tie die Ro­te Kar­te.

Am Sams­tag war um 17 Uhr die Syn­ago­ge in der Mit­tel­gas­se in Vöhl in hel­lem Licht er­strahlt. Wie in den bei­den Vor­jah­ren nahm der För­der­kreis an ei­ner bun­des­wei­ten Ak­ti­on von Ge­denk­stät­ten und Er­in­ne­rungs­in­itia­ti­ven teil.

Die Vor­stands­mit­glie­der Pe­ter Gö­bel, Wal­ter Schau­der­na und Bert­hold Her­berz be­leuch­te­ten die Syn­ago­ge viel­far­big nach dem Mot­to „Wir sind bunt!“ Die­se Ak­ti­on wird auch auf der Web­site „Lich­ter ge­gen Dun­kel­heit“ er­schei­nen. „Auch hier­mit ge­den­ken wir al­ler Men­schen, die Op­fer der na­tio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ver­bre­chen wur­den“, sag­te Pe­ter Gö­bel. Mit die­ser Ver­an­stal­tung wei­se der För­der­kreis dar­auf hin, dass er auf der Sei­te ge­sell­schaft­lich mar­gi­na­li­sier­ter Grup­pen ste­he – sei­en sie von An­ti­se­mi­tis­mus, An­ti­zi­ga­nis­mus, Ras­sis­mus, Ho­mo­pho­bie oder an­de­ren For­men der Men­schen­feind­lich­keit be­trof­fen, er­gänz­te Stadt­ler.

Die „Dun­kel­heit“ im Ti­tel der Ver­an­stal­tung meint in der Ge­gen­wart ins­be­son­de­re auch den ver­bre­che­ri­schen rus­si­schen An­griffs­krieg ge­gen die Ukrai­ne so­wie den Über­fall der Ha­mas auf Is­ra­el. Auch an an­de­re Krie­ge auf die­ser Er­de so­wie an je­ne Ge­walt und Un­ter­drü­ckung, die vie­le Re­gie­run­gen ge­gen ih­re Be­völ­ke­run­gen an­wen­den, soll­te durch die Ver­an­stal­tung in der Vöh­ler Syn­ago­ge hin­ge­wie­sen wer­den.

Der Ver­ein freu­te sich über die Teil­neh­mer, die sich für ei­ne of­fe­ne, to­le­ran­te und viel­fäl­ti­ge Ge­sell­schaft aus­spra­chen und sich ge­gen die Fein­de ei­ner frei­en Ge­sell­schaft po­si­tio­nier­ten.  pf

29.1.2024, GEDENKEN

 

GEDENKEN  In Vöhl wird an die NS-Opfer erinnert – Diskussion für Demokratie Schüler setzen sich für Werte ein

 
Ha­ben in Vöhl ein deut­li­ches Zei­chen für De­mo­kra­tie ge­setzt: (von links) Leh­rer Olaf Berg und die Schü­ler Paul, Lu­is, Lu­ca, Ty­ler, Mi­ka, Jus­tin, Lu­is, Ida, Mia, Ali­na, Ame­lie, An­to­nia, Em­ma, Stel­la, Si­mon, Gjiy­la, Quen­tin so­wie Leh­re­rin Chris­tia­ne Schi­ma­na-Schrei­ber. Fo­tos: Pe­ter Frit­schi

An­läss­lich des Tags des Ge­den­kens an die Op­fer des Na­tio­nal­so­zia­lis­mus fan­den in der Vöh­ler Syn­ago­ge am Wo­chen­en­de zwei Ge­denk­ver­an­stal­tun­gen statt. Auch die De­mo­kra­tie wur­de ge­fei­ert.

Vöhl – Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Eder­see­schu­le Herz­hau­sen ver­sam­mel­ten sich am Frei­tag­abend in der Syn­ago­ge, um un­ter dem Mot­to „Der Op­fer ge­den­ken – die De­mo­kra­tie fei­ern“ an die dunk­le Ver­gan­gen­heit zu er­in­nern und die Wer­te der De­mo­kra­tie zu fei­ern.

Die Ver­an­stal­tung kon­zen­trier­te sich auf Ar­ti­kel 3 des Grund­ge­set­zes. Die­ser ga­ran­tiert die Gleich­heit vor dem Ge­setz, die Gleich­be­rech­ti­gung der Ge­schlech­ter und ver­bie­tet Dis­kri­mi­nie­rung und Be­vor­zu­gung auf­grund be­stimm­ter Ei­gen­schaf­ten. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler setz­ten sich mit der Gleich­heit von Mann und Frau aus­ein­an­der, mit der Gleich­heit von Men­schen un­ab­hän­gig von ih­rer Her­kunft, ih­rer Spra­che oder Re­li­gi­on und un­ab­hän­gig da­von, ob sie ei­ne Be­hin­de­rung ha­ben. Mit Pla­ka­ten und der Le­sung von Tex­ten stell­ten sie dar, wie die Na­tio­nal­so­zia­lis­ten die­se Rech­te auf ver­bre­che­ri­sche Wei­se au­ßer Kraft ge­setzt ha­ben.

Die Herz­häu­ser Re­al­schü­ler und Re­al­schü­le­rin­nen der zwei ach­ten Klas­sen hat­ten sich bei ei­ner Pro­jekt­wo­che mit Un­ter­stüt­zung ih­rer Leh­re­rin Chris­tia­ne Schi­ma­na-Schrei­ber und ih­rem Leh­rer Olaf Berg so­wie Karl-Heinz Stadt­ler, dem Vor­sit­zen­den des För­der­krei­ses der Syn­ago­ge Vöhl, auf die Ver­an­stal­tung vor­be­rei­tet. Seit drei Jah­ren sind Schü­ler und Leh­rer mit der The­ma­tik be­fasst.

Be­gon­nen hat es im ers­ten Jahr mit Ar­ti­kel 1 des Grund­ge­set­zes, im zwei­ten mit Ar­ti­kel 2 und in die­sem Jahr war es Ar­ti­kel 3. Karl-Heinz Stadt­ler be­ton­te: „Die­se Ge­denk­fei­ern sind ein wich­ti­ger Teil des En­ga­ge­ments der Schu­le ge­gen An­ti­se­mi­tis­mus.“ Bei ei­ner frü­he­ren Ge­denk­fei­er zün­de­ten Ju­gend­li­che für je­des Op­fer des Ho­lo­caust in Vöhl ei­ne Ker­ze an. Stadt­ler: „Es ist ei­ne be­we­gen­de Art, an die tra­gi­schen Er­eig­nis­se der Ver­gan­gen­heit zu er­in­nern und die Be­deu­tung der De­mo­kra­tie her­vor­zu­he­ben.“

Ab­schlie­ßend ba­ten die Schü­ler die Be­su­cher um Stel­lung­nah­men zum Wert der De­mo­kra­tie. Je­der, der woll­te, konn­te sein Kom­men­tar auf ei­ne Wol­ke schrei­ben und auf das Pla­kat „De­mo­kra­tie“ kle­ben. Die Schü­ler fer­tig­ten auch bun­te Fah­nen zum The­ma De­mo­kra­tie an, die vor der Schu­le auf­ge­stellt wer­den.

Das Schluss­wort hat­te Karl-Heinz Stadt­ler, der die en­ga­gier­te Flei­ß­ar­beit der Schü­ler lob­te. Er hob zu­dem de­ren her­vor­ra­gen­de Re­cher­che­ar­beit her­vor und wür­dig­te auch den wis­sen­schaft­li­chen Bei­trag der Leh­rer, die das Pro­jekt un­ter­stütz­ten. Auch ein klei­nes Ge­schenk über­reich­te er den Schü­lern.

Leh­re­rin Su­san­ne Ku­bat über­brach­te noch Gruß­wor­te des Bür­ger­meis­ters Kars­ten Kal­hö­fer, der lei­der be­dingt durch ei­nen an­de­ren Ter­min nicht teil­neh­men konn­te.

 

25.1.2024, FÖRDERKREIS SYNAGOGE VÖHL WIRD 25

 

FÖRDERKREIS SYNAGOGE VÖHL WIRD 25  Veranstaltungen im JubiläumsjahrKonzerte, Vorträge, Ausstellungen

 

Vöhl – Der Förderkreis der Synagoge in Vöhl besteht seit 25 Jahren. Dieses Jubiläum wird im Juli mit mehreren Veranstaltungen an einem ganzen Wochenende gefeiert. Zudem finden das ganze Jahr über wieder verschiedene Veranstaltungen in der ehemaligen Synagoge in der Mittelgasse 9 statt, von den beliebten Konzerten über Führungen, Lesungen und Ausstellungen bis hin zu Vorträgen.

Internationale Künstler und renommierte Fachleute werden zu Gast sein und das vielfältige Programm gestalten. Karl-Heinz Stadtler, Vorsitzender des Förderkreises, und Karin Keller haben das umfangreiche kulturelle Angebot nun vorgestellt.

Ein Vortrag über den Nahostkonflikt am vergangenen Wochenende war bereits der Auftakt zur Veranstaltungsreihe. „Wir werden sicherlich noch weitere Veranstaltungen zu diesem aktuellen Thema anbieten“, kündigt Karl-Heinz Stadtler an.

An diesem Wochenende geht es anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus weiter mit einem Abend, den Schüler der Ederseeschule Herzhausen gestalten. Am Freitag, 26. Januar, um 19 Uhr präsentieren die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeiten zum Thema „Der Opfer gedenken – die Demokratie feiern“.

Am Samstag, 27. Januar, 17 Uhr, sind alle herzlich eingeladen zu einer offenen Gesprächsrunde zum Thema Demokratie und gegen Rechtsextremismus. Die Synagoge wird bunt beleuchtet werden.

Das erste Synagogenkonzert in diesem Jahr und das insgesamt 185. steht unter dem Motto „Klezmer“: Am Samstag, 9. März um 19 Uhr werden die regionalen Musiker Kerstin Engel (Klarinette) und Markus Gellrich (Akkordeon) auf der Bühne stehen. Das Duo aus Korbach wird alte und neue Klezmer-Stücke spielen.

Einen spannenden Einblick in seine Lebensgeschichte wird Thomas Raufeisen am Dienstag, 19. März, ab 19 Uhr bieten. „Wenn die Freiheit plötzlich weg ist...“ lautet der Titel seines Berichtes über sein Leben in der Diktatur und in Freiheit. Thomas Raufeisens Vater war ein Spion der Stasi und nahm seine Familie eines Tages mit in den Osten. Der Referent, der in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen tätig ist, berichtet in der Synagoge über seine persönlichen Erfahrungen mit der Stasi in der DDR.

Für Montag, 6. Mai, 19 Uhr, ist in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Finnischen Gesellschaft ein Konzert mit der Gruppe „Tjango“ geplant. Die Besucher erwartet finnischer Tango des Folk-Jazz-Quartetts aus Helsinki. Die Musiker an Bass, Geige, Akkordeon und Gitarre versprechen exzellente Qualität.

Die Vöhler Musikerin Nadine Fingerhut und ihre Band werden am Samstag, 22. Juni, um 19 Uhr im Garten der Synagoge auftreten. Sie werden Stücke aus dem aktuellen Album „Hafen & Meer“ spielen.

„Und weil der Mensch ein Mensch ist“: Unter diesem Motto singen und spielen Die Grenzgänger am Samstag, 7. September, um 19 Uhr Lieder und Texte aus den Lagern und Gefängnissen des NS-Staates und vom Widerstand gegen das Hitler-Regime.

Beim Tag des offenen Denkmals am 8. September wird die Synagoge von 12 bis 18 Uhr geöffnet sein. An dem Tag ist unter anderem um 15 Uhr ein Konzert mit Schülern der Musikschule Frankenberg geplant.

Am Donnerstag, 12. September, 19 Uhr, werden die diesjährigen Landkulturboten ihre Projekte vorstellen.

Das Konzert am 19. Oktober, 19 Uhr, wird sich in das Gitarrenfestival Edersee einreihen. Das Publikum darf sich freuen auf „Samba-Tango-Bossanova“ mit Maximilian Mangold an der Gitarre und Dante Montoya an der Querflöte.

Am Samstag, 9. November ist zum Gedenken an die Pogromnacht um 19.30 Uhr eine Andacht in der Martinskirche geplant. Anschließend wird das Gründungsmitglied Prof. Krause-Vilmar eine Gedenkrede in der Synagoge halten.

Die Harmonist:innen aus Volkmarsen werden mit „Swinging Christmas“ am 7. Dezember um 19 Uhr das Konzertjahr in der Synagoge abschließen.  srs

Eintrittskarten für Konzerte in der Synagoge kosten 20/18 Euro (ermäßigt 4 Euro weniger), an der Abendkasse zwei Euro mehr. Reservierung: bei Anna Evers, 05635/1022; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

25.1.2024, Festwochenende mit Aquabella

 

Festwochenende mit Aquabella

Das a-ca­pel­la-En­sem­ble Aqua­bel­la stand schon oft in Vöhl auf der Büh­ne und hat schon ei­ni­ge Fans in der Re­gi­on. Am 13. Ju­li ist sie wie­der in Vöhl. Fo­to: Al­fred Har­tung

Den Hö­he­punkt des Ju­bi­lä­ums 25 Jah­re För­der­kreis Syn­ago­ge Vöhl bil­det das Wo­chen­en­de von Frei­tag, 12. Ju­li bis Sonn­tag, 14. Ju­li. Laut Karl-Heinz Stadt­ler ha­ben be­reits 15 Nach­fah­ren von Vöh­ler Ju­den ih­ren Be­such an­ge­kün­digt.

Am 12. Ju­li ist um 10 Uhr Emp­fang in der Syn­ago­ge und um 11 Uhr ein Be­such des jü­di­schen Fried­hofs an­ge­setzt. Um 14.30 Uhr wird Pro­fes­sor Chris­ti­na Brü­ning von der Phil­ipps-Uni­ver­si­tät Mar­burg ei­nen Vor­trag hal­ten über die Zu­kunft des Er­in­nerns an den Ho­lo­caust. Um 20 Uhr wird es ei­ne of­fi­zi­el­le Ju­bi­lä­ums­fei­er in der Syn­ago­ge ge­ben.

Am Sams­tag, 13. Ju­li, fin­det um 10 Uhr ein Orts­rund­gang statt mit Ein­wei­hung der Haus­ta­feln für die Fa­mi­li­en Mil­den­berg, Fran­ken­thal, Roth­schild/Flörs­heim/La­ser/Mey­er. Um 15 Uhr steht ei­ne Po­di­ums­dis­kus­si­on auf dem Pro­gramm zur Zu­kunft der Er­in­ne­rungs­ar­beit mit Ver­tre­tern nord­hes­si­scher Ge­denk­stät­ten und Er­in­ne­rungs­in­itia­ti­ven. Um 20 Uhr wird das in Vöhl be­kann­te a-ca­pel­la-En­sem­ble „Aqua­bel­la“ auf­tre­ten und Mu­sik aus al­ler Welt in 20 Spra­chen vor­tra­gen. Am Sonn­tag, 14. Ju­li, ist um 10.30 Uhr ein Fest­got­tes­dienst in der Mar­tins­kir­che ge­plant. An­schlie­ßend Mit­tag­essen.  srs

23.1.2024, Zweistaatenlösung nicht möglich

 

„Zweistaaten-Lösung nicht möglich“

Nahost-Konflikt: Vortrag von Professor Eckart Woertz in der Vöhler Synagoge

Der Nah­ost-Kon­flikt ha­be ei­ne ex­tre­me emo­tio­na­le und po­li­ti­sche Di­men­si­on auf­grund sei­ner Ge­schich­te, sagt Prof. Wo­ertz von der Uni Ham­burg. Fo­to: Ma­ri­an­ne Däm­mer

Vöhl – „Ich se­he kei­ne schnel­le und kei­ne ein­fa­che Lö­sung für den Kon­flikt in Is­ra­el und Pa­läs­ti­na“, sag­te Prof. Dr. Eckart Wo­ertz am Frei­tag­abend in der Vöh­ler Syn­ago­ge. Dort hielt er ei­nen Vor­trag über den Nah­ost­kon­flikt – spann­te den Bo­gen mit Blick auf das kom­pli­zier­te und viel­schich­ti­ge Ge­fü­ge von den An­fän­gen bis in die Ge­gen­wart.

Wo­ertz ist Do­zent an der Uni­ver­si­tät Ham­burg, sein Spe­zi­al­ge­biet ist die Leh­re und For­schung zur Zeit­ge­schich­te und Po­li­tik des Vor­de­ren Ori­ents und Nord­afri­kas. Er ist Di­rek­tor des GI­GA-In­sti­tuts für Nah­ost­stu­di­en und leb­te lan­ge in ver­schie­de­nen Län­dern der Golf­re­gi­on.

Der Zio­nis­mus – das Stre­ben nach ei­nem un­ab­hän­gi­gen jü­di­schen Staat – sei ein­deu­tig be­grün­det im Eu­ro­päi­schen Na­tio­na­lis­mus 1881 bis 1918 und dem er­wei­ter­ten Kon­flikt bis 1948, dem Ho­lo­caust und sei­nen Fol­gen, so Wo­ertz. „Oh­ne An­ti­se­mi­tis­mus in Eu­ro­pa hät­te es den Zio­nis­mus so nicht ge­ge­ben und den Drang, in Pa­läs­ti­na ei­nen ei­ge­nen Staat zu ent­wi­ckeln“. Ver­trei­bun­gen und eth­ni­sche Be­rei­ni­gun­gen hät­ten ei­nen enor­men Lei­dens­druck aus­ge­löst. Wo­bei Pa­läs­ti­na, auf das die Wahl schlie­ß­lich fiel, als po­li­ti­sche Ein­heit erst nach dem Ers­ten Welt­krieg durch die bri­ti­sche Man­dats­macht ge­schaf­fen wur­de. Die Bri­ten hät­ten (Bal­four De­cla­ra­ti­on) Fran­zo­sen, Ara­bern und Ju­den Ver­spre­chun­gen ge­macht, die sich teils kon­trär ge­gen­über­la­gen und da­mit auf al­len Sei­ten für viel Frust ge­sorgt.

Die Zio­nis­ten hät­ten von An­fang an auf Ex­pan­si­on ge­setzt, auch wenn sie 1947 den UN-Tei­lungs­plan, im Ge­gen­satz zu den Pa­läs­ti­nen­sern, pro for­ma ak­zep­tiert hät­ten. Is­ra­el ha­be im Sechs­ta­ge­krieg 1967 Je­ru­sa­lem ein­ge­nom­men, mit sei­nem Macht­an­spruch ei­nen im­mensen Er­folg er­zielt, der für die Ara­ber ei­ne dra­ma­ti­sche Nie­der­la­ge be­deu­tet ha­be. Seit­her hät­ten die Is­rae­lis Pa­läs­ti­na grö­ß­ten­teils ganz über­nom­men. Ei­ne Zwei­staa­ten­lö­sung sei durch die is­rae­li­sche Sied­lungs­po­li­tik, den Mau­er­bau und die Vor­herr­schaft von ra­di­ka­len Kräf­ten auf bei­den Sei­ten kaum noch mög­lich. Die Ha­mas re­gie­re au­to­ri­tär, ähn­lich dem is­la­mi­schen Dschi­had. „Die Zwei­staa­ten-Lö­sung ist ei­ne Le­bens­lü­ge west­li­cher Po­li­ti­ker, um sich zu be­ru­hi­gen. Vor Ort glaubt nie­mand mehr dar­an“, be­ton­te Wo­ertz. Bei­de Sei­ten wür­den die Ein­staa­ten-Lö­sung wol­len, wo­bei die Pa­läs­ti­nen­ser 1993 in Os­lo zu­guns­ten ei­ner Lö­sung im­mer­hin in Vor­leis­tung ge­gan­gen sei­en und Is­ra­el als Staat an­er­kannt ha­ben, was Is­ra­el und der Wes­ten um­ge­kehrt nicht ge­tan hät­ten.

Seit Jah­ren ge­be es be­reits ei­ne Ein­staa­ten-Rea­li­tät mit ei­ner drei Klas­sen-Ge­sell­schaft und un­ter­schied­li­chen Rech­ten. Ers­te Klas­se sei die jü­disch-is­rae­li­sche, ge­folgt von ei­ner ara­bisch-is­rae­li­schen, drit­te Klas­se sei­en die Pa­läs­ti­nen­ser in den be­setz­ten Ge­bie­ten. Die Ha­mas sei groß ge­wor­den und ha­be 2006 die Wah­len ge­won­nen, weil es nie zu ei­ner ech­ten Zwei­staa­ten-Lö­sung ge­kom­men sei – der Kon­flikt sei pro­gram­miert ge­we­sen.

Um den Kon­flikt zu be­en­den, müs­se die Be­sat­zung be­en­det wer­den, das se­he er je­doch nicht. In­zwi­schen sei­en 70 Pro­zent der Bau­sub­stanz in Ga­za zer­stört, „wie sol­len die Pa­läs­ti­nen­ser über­haupt zu­rück­kom­men, selbst wenn es er­laubt wird? Wird es nicht er­laubt, ha­ben wir es mit eth­ni­scher Säu­be­rung zu tun, und die wird auch so von der is­rae­li­schen Rech­ten an­ge­kün­digt“.

Wie kann das Pro­blem ge­löst wer­den? Grund­sätz­lich mög­lich sei ei­ne ge­mein­sa­me Kon­fö­de­ra­ti­ons­re­gie­rung, in der bei­de gleich­be­rech­tigt re­gie­ren – al­so ei­ne Ein­staa­ten-Lö­sung mit glei­chen Rech­ten.

Ak­tu­ell aber ha­be Mi­nis­ter­prä­si­dent Ne­tan­ja­hu ein po­li­ti­sches In­ter­es­se dar­an, den Krieg fort­zu­füh­ren, weil er sich vor Ge­richt ver­ant­wor­ten müs­se. Zu­gleich wol­le Is­ra­el sein Ab­schre­ckungs­po­ten­zi­al wie­der­her­stel­len nach dem Ge­sichts­ver­lust, den die Ar­mee durch den Über­fall im Ok­to­ber er­lit­ten ha­be. „Ich bin je­doch vor­sich­tig op­ti­mis­tisch, dass der Kon­flikt re­gio­nal nicht aus­ge­wei­tet wird,“ so Wo­ertz.

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