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"Synagoge in Vöhl"
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Link zur Broschüre "Erinnern an jüdisches Leben in Waldeck-Frankenberg"

Sonntag, 3. November 2019, 14.00 Uhr, Henkelhalle, Migranten berichten



„Migranten berichten“


12-18 Uhr: Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung
14-18 Uhr: „Migranten berichten“
„Migranten“ sind nicht nur die Flüchtlinge, die seit 2015 nach Deutschland kamen, sondern alle Menschen, die ihre Heimat verlassen und in einem anderen Land leben. Seit dem 2. Weltkrieg sind ungefähr 20 Millionen Menschen in das heutige Deutschland gekommen: ungefähr 14 Millionen Flüchtlinge und Vertriebene nach dem Krieg, mehrere Millionen Gastarbeiter vor allem in den 60er und 70er Jahren, viele tausend sogenannte Kontingentflüchtlinge aus Vietnam und anderen Ländern in den 70er und 80er Jahren, eine Million aus dem frühe-ren Jugoslawien in den 90er Jahren, ungefähr 5 Millionen (Spät)-Aussiedler mit Familienangehörigen zwischen 1950 und heute, ungefähr eine Million Flüchtlinge – überwiegend aus Vorder- und Mittelasien und Afrika – seit Herbst 2015.
Menschen aus verschiedenen Gruppen berichten über die Gründe für ihre Flucht, ihre Erlebnisse auf dem Weg in eine neue Heimat, über ihre Aufnahme bei uns und darüber, was aus ihnen geworden ist. Interessant sind sicher auch die Beiträge von Richard Mannheimer, des-sen Mutter Auschwitz überlebt hat und in die USA emigrierte, sowie von Jeanette Küpfer, die den Holocaust durch ihre Flucht nach Shanghai überlebte.
Und dazu: Kaffee, Kuchen und zwischendurch immer wieder Musik
 

Bei der Veranstaltung in der Henkelhalle am Sonntag, 3. Nov., ab 14 Uhr werden folgende Migranten berichten:

Gerhard Stumpe, Zierenberg, kam 1945 als Vertriebener aus Gablonz im tschechischen Nordböhmen, heute Jablonec nad Nisou, in einem Flüchtlingszug nach Herzhausen, von wo aus die Flüchtlinge auf die Dörfer verteilt wurden; Stumpe kam nach Basdorf; er wird auch über die Vertriebenen aus dem Egerland berichten, von denen sehr viele in Waldeck-Frankenberg wohnten bzw. noch wohnen.

Öslem Aras, Frankenberg, kam als Gastarbeiter aus dem Osten der Türkei nach Deutschland.

Richard Oppenheimer, USA, z.Zt. als Gast in Bad Wildungen; Mutter und Großmutter überlebten KZs und emigrierten in die USA.

Shams Haydari, Frankenberg, Afghane, floh 2015 aus dem Iran, kam über Türkei und Balkanroute nach Deutschland.

Bayaza Rostom, Külte, Kurdin, kam 2017 über Türkei, Griechenland, Balkanroute.

Khadar Mahammed Dahir, Frankenberg, Somali, floh 2016 aus Äthiopien über Sahara, Mittelmeer, Italien

Essa Almohammad Alessa, Frankenberg, Syrer, floh 2016 über Türkei, Griechenland und Balkanroute nach Deutschland.

Jeanette Küpfer, Achern, floh als einjähriges Kleinkind mit Eltern und Geschwistern nach Shanghai, lebte dort 14 Jahre und emigrierte dann zunächst nach Italien, später nach Deutschland.

Wir werden spannende, aber wahre Geschichten über die Situation in der früheren Heimat, über die Flucht und die Anfänge in Deutschland hören.

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