Förderkreis
"Synagoge in Vöhl"
Förderkreis
"Synagoge in Vöhl"
Förderkreis
"Synagoge in Vöhl"
Förderkreis
"Synagoge in Vöhl"
Förderkreis
"Synagoge in Vöhl"
Link zur Broschüre "Erinnern an jüdisches Leben in Waldeck-Frankenberg"

Sonntag, 10. Februar 2019, 15 Uhr, Querflötenquartett "Quadrofolio"


Foto: Quadrofolio

Unter der Leitung von Eva Maria Scholze spielt das Querflötenquartet "Quadrofolio" aus Frankenberg im "Offene-Bühne"-Format. Die "Offene Bühne" ist für Künstler aus der Region eine Gelegenheit, dort zu spielen, wo sonst hochrangige Gruppen aus Deutschland und darüber hinaus gastieren. Vor, während und nach dem Konzert werden Kaffee und selbstgebackener Kuchen angeboten.

Sonntag, 10. März 2019, 19 Uhr, Ein Reisebericht, "Annäherung an Auschwitz"


Interessengebiet des KZ Auschwitz
original graphic by Thomas Maierhofer, reworked by OnlyOneUpload (esp. better colors), Interessengebiet KZ Auschwitz, als gemeinfrei gekennzeichnet

Im Rahmen einer Studienreise mit dem Bildungswerk Stanislaw Hantz im Mai 2018 hat Karl-Heinz Stadtler viele neue Eindrücke von Auschwitz bekommen, das gleichzeitig Arbeits-, Kriegsgefangenen-, Konzentrations- und Vernichtungslager war, wo aber auch landwirtschaftliche und industrielle Forschung zu Kriegszwecken und zur "Besiedlung neuen Lebensraums im Osten" stattfand.

Sonntag, 1. September 2019, 10 Uhr, "Ihr Tod reißt nicht die geringste Lücke" Eröffnung


Hier der Link zum Artikel über die Ausstellung

Ausstellung zum Thema "NS-Euthanasie", 1. September 2019

Dr. Wilhelm Völcker-Janssen: Zur Entstehung der Ausstellung Dr. Georg Lilienthal: „Krankenmord im Nationalsozialismus.“, Einführung Unter Mitwirkung der Theatergruppe des Lebenshilfe-Werks Waldeck-Frankenberg e.V. unter Leitung von Sonja Schmitt-Zenker Dr. Wilhelm Völcker-Janssen ist Leiter des Wolfgang-Bonhage-Museums. Zusammen mit Dr. Wolfgang Werner, damaliger Geschäftsführer des Lebenshilfe-Werks Waldeck-Frankenberg, hat er diese Ausstellung – allerdings in viel umfangreicherer Form – im Jahre 2009/10 konzipiert und im Museum präsentiert. Dr. Georg Lilienthal war langjähriger Leiter der Gedenkstätte Hadamar, wo Tausende von geistig behinderten Menschen durch Gas, Medikamente oder Verhungernlassen ermordet wurden.

Donnerstag, 19. September 2019, 19 Uhr, Vortrag, "Lebensborn-Kinder"


Bundesarchiv, Bild 146-1973-010-11 / CC-BY-SA 3.0, Bundesarchiv Bild 146-1973-010-11, Schwester in einem Lebensbornheim, CC BY-SA 3.0 DE

Georg Lilienthal: Lebensborn-Kinder, die letzten Opfer der SS. Ungeliebt, verleugnet, nicht anerkannt.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Facetten des Rassismus“

Um den von Heinrich Himmler 1935 gegründeten »Lebensborn e. V.« rankt sich bis heute ein Netz von Legenden. Die Wahrheit ist: In den Heimen brachten ledige deutsche Mütter heimlich ihre Kinder zur Welt und erhielten die Gelegenheit, sie dort - im nationalsozialistischen Sinn - aufzuziehen.
Insgesamt wurden dort über 8000 Kinder geboren. Später wurde die Aktion auf »rassisch wertvolle« Frauen aus den besetzten Ländern ausgedehnt.
In der Regel wurden die Kinder an ideologisch im damaligen Sinne einwandfreie Nazi-Paare vermittelt.
Gespräch mit Adolf Kopp, einem Mann, der seine Eltern nicht kennt.
Dr. Georg Lilienthal unterhält sich mit Adolf Kopp, einem Mann, der in einem Heim in Metz (Lothringen) geboren und von dort an eine stramm nationalsozialistische Familie vermittelt wurde, die ihn jedoch nach kurzer Zeit wieder los werden wollte.

Donnerstag, 29. September 2019, 19 Uhr, Vortrag, "Die gewaltsame Eindeutschung polnischer Kinder"


Bundesarchiv, Bild 146-1973-010-31 / CC-BY-SA 3.0, Bundesarchiv Bild 146-1973-010-31, Mutter mit Kindern, CC BY-SA 3.0 DE

„Auf der Suche nach der eigenen Identität: Die gewaltsame Eindeutschung polnisch-deutscher Kinder“

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Facetten des Rassismus“

„Weil sie ihrem ideologischen Schönheitsideal entsprachen – blond und blauäugig, raubte die SS-Organisation Lebensborn in den osteuropäischen Ländern einst unzählige Kinder. Viele davon wurden überzeugten Nationalsozialisten zur Adoption angeboten. …
…Was an gutem Blut überhaupt auf der Welt vorhanden ist, an germanischem Blut, das haben wir zusammen zu holen“, hatte SS-Führer Heinrich Himmler 1942 auf einer Tagung erklärt. Und so raubten seine Verbände in Polen, Slowenien, Tschechien, Norwegen und der Sowjetunion sogenannte „rassisch wertvolle“ Kinder mit dem Ziel, sie „einzudeutschen“, wie es hieß. Viele Opfer wissen bis heute nicht, woher sie kommen und wer ihre wahren Eltern sind, da man sie als Kinder mit einer neuen Identität ausstattete. Wie viele Kinder von der SS verschleppt wurden, lässt sich nur mutmaßen, weil die meisten Unterlagen gegen Kriegsende vernichtet wurden und fundierte wissenschaftliche Untersuchungen bislang fehlen.“
Katharina Öhl beschreibt in ihrem Vortrag solche Schicksale.

Freitag, 4. Oktober 2019, 19 Uhr, Vortrag: "Krankenpflege im Nationalsozialismus"


Von 1933 bis 1945 verwendete Flagge der Frauenabteilung des DRK
Fornax
, Deutsches Rotes Kreuz 1933-1945 weiblich, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

„Mit Tränen in den Augen haben wir die Spritzen aufgezogen“
Die Geschichte der
Krankenpflege in Deutschland in der Zeit des Nationalsozialismus

Ruth Piro-Klein, 2. Vorsitzende des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde, schildert am Freitag, 4. Oktober, um 19 Uhr in der Synagoge in Vöhl in einem Bildvortrag den Mitgliedern und Gästen des Förderkreises „Synagoge in Vöhl“ die Rolle der Krankenpflege und ihrer Berufsorganisationen in der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland. Die Pflegerin gilt seit dem 19. Jahrhundert als Helferin des Arztes, dessen Anordnungen sie widerspruchslos zu befolgen hatte. Dies führte dazu, dass auch die professionelle Krankenpflege an den Maßnahmen der Rassenhygiene beteiligt wurde. Sie arbeiteten an staatlich geregelten geburtsfördernden Programmen zur Erhaltung und Förderung hochwertiger Erbanlagen für Erbgesunde ebenso mit wie an der Ausschaltung minderwertiger „Ballastexistenzen“.
Die neuen Machthaber erkannten früh den Wert dieser Berufsgruppe für ihre Gesundheitspolitik. Vor allem in der ambulanten Pflege waren Pflegerinnen nützlich, da sie in den Familien tiefe Einblicke in die häuslichen Verhältnisse erhielten und so behinderte Kinder und von der Norm abweichendes Verhalten der Erwachsenen erkennen und melden konnten.
Pflegende assistierten bei Zwangssterilisationen und bei der Vernichtung „Lebensunwerter“ in den T4-Anstalten.
Den nicht immer „linientreuen“ Pflegeorganisationen - wie z.B. der katholischen Ordenspflege und der Diakonie - wurde eine neue Struktur entgegengestellt, die NS-Schwesternschaft.
Zum Dank für die Mithilfe bei Maßnahmen der Rassehygiene und der Tötung kranker Menschen wurde allen Pflegenden mit dem Krankenpflegegesetz von 1938 erlaubt, sich Krankenschwester zu nennen. Dieser Berufstitel war bis dahin nur Ordensfrauen und Diakonissen vorbehalten.
Gleichzeitig wurden die jüdischen Pflegevereine ausgegrenzt und auf die Versorgung jüdischer Patienten reduziert.
Am Ende des Nationalsozialismus stand die Krankenpflege in Deutschland wie viele andere Berufsgruppen vor der Aufgabe, dieses Kapitel ihrer beruflichen Geschichte aufzuarbeiten.Ruth Piro-Klein, Lehrerin und Leiterin des Bildungszentrums am Stadtkrankenhaus Korbach a.D., möchte mit ihrem Vortrag an diese dunkle Zeit der deutschen Krankenpflege erinnern, stellt aber auch mutige Krankenschwestern vor, die Widerstand leisteten.

Sonntag, 20. Oktober 2019, 19 Uhr, Reisebericht, "Die vergessenen Mordlager im Holocaust"


Blick auf die Gedenkstätte Majdanek
Ralf Lotys (Sicherlich), 2003-11 KZ Majdanek, CC BY 2.5

Belzec, Sobibor, Treblinka – die vergessenen Mordlager im Holocaust. Ein Reisebericht

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Facetten des Rassismus“

1942 errichtete die SS im äußersten Osten des damaligen Generalgouvernements drei Lager, die nicht der Ausbeutung von Arbeitskraft, sondern ausschließlich der Vernichtung dienten: Belzec, Sobibor und Treblinka. Innerhalb von nur eineinhalb Jahren wurden hier 1,6 bis 1,8 Millionen Juden und ca. 50.000 Roma in Gaskammern ermordet. Ihr in die Lager mitgebrachtes Eigentum – im Wert von 178.745.960,59 Reichsmark – vereinnahmte das Deutsche Reich.
Karl-Heinz Stadtler nahm im vorigen Jahr an einer Bildungsreise des Bildungswerks Stanislaw Hantz (Kassel) teil, während der die an diese Lager erinnernden Gedenkstätten, aber auch die des Konzentrations- und Vernichtungslagers Majdanek sowie die früheren Ghettos Piaski und Izbica besucht wurden. Er wird von dieser Reise berichten.

Montag, 7. Oktober 2019, 19 Uhr, Vortrag, "Menschheitsverbrechen und Berufsalltag"


Menschheitsverbrechen und Berufsalltag. J. A. Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz, Vortrag

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Facetten des Rassismus“

Rebekka Schubert ist Gedenkstättenpädagogin im Erinnerungsort Topf & Söhne auf dem ehemaligen Fabrikgelände der gleichnamigen Firma in Erfurt.
In Vöhl wird sie eine Firma – eben J.A. Topf & Söhne – vorstellen, deren Name wie wenige andere Firmennamen mit dem Völkermord an Juden und Sinti und Roma verbunden ist. Topf & Söhne stellte die Verbrennungsöfen und die Entlüftungsanlagen in vielen Konzentrations- und Vernichtungslagern, z.B. auch in Auschwitz, her. Von den Firmenbesitzern wird gesagt, sie seien keine Nazis gewesen. Ein Widerspruch?
Topf & Söhne ist ein sehr typisches Beispiel für die Beteiligung deutscher Industrieunternehmen am Völkermord.

Donnerstag, 17. Oktober 2019. 19 Uhr, Vortrag, "Die Macht der Vorurteile"


„Die Macht der Vorurteile. Die Diskriminierung und Verfolgung von Sinti und Roma im 20. Jahrhundert“

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Facetten des Rassismus“

Viele Bevölkerungsgruppen wurden in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, und am Ende der Verfolgung stand oft die Vernichtung. Im Zusammenhang mit Rassismus und Völkermord sind neben den Juden insbesondere auch die Sinti und Roma zu nennen, von denen mehrere Hunderttausend in den Konzentrations- und Vernichtungslagern ermordet wurden.
Dr. Engbring-Romang hat sich in zahlreichen Vorträgen, Seminaren und Büchern mit diesem Thema beschäftigt.

Donnerstag, 24. Oktober 2019, 19 Uhr, Vortrag: "Medizinische Experimente der Behring-Werke"


„Medizinische Experimente zur Erprobung von Seren und Impfstoffen. Die Rolle der Behringwerke bei Menschenversuchen im Konzentrationslager Buchenwald“

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Facetten des Rassismus“

In allen Konzentrationslagern wurden die Gefangenen als Opfer medizinischer Experimente missbraucht. In Dachau ging es zum Beispiel um die Höhenflugforschung, in Auschwitz um die Schmerzempfindlichkeit von Zwillingen, in anderen Lagern um die Auswirkung von Meskaliin auf den menschlichen Willen, um die Überlebenschancen von Häftlingen in kaltem Wasser sowie in Druckkammern, um die Suche nach Impfstoffen, indem man Häftlinge mit Fleckfieber oder Malaria infizierte. Im KZ Buchenwald wurden Impfungen gegen Fleckfieber und Hepatitis getestet. Etwa ein Drittel der Lagerhäftlinge, die an diesen Versuchen teilnehmen mussten, starben daran. Genau darüber spricht Dr. Christoph Franke, denn es waren vor allem die Marburger Behringwerke, die in Buchenwald Präparate gegen Fleckfieber an den Häftlingen testete.

Sonntag, 24. November 2019, 19 Uhr, Vortrag: "Antisemetismus - Struktur und aktuelle Ausformungen"


"Antisemetismus - Struktur und aktuelle Ausformungen"

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Facetten des Rassismus“

Die Referentin Jana Bonn wird in ihrem Vortrag die allgemeine Struktur und Funktionsweisen des Antisemitismus beleuchten, ihn vom Antijudaismus abgrenzen, zwischen primärem, sekundärem und islamischem Antisemitismus unterscheiden, sich mit „sogenannter Israelkritik“ und dem Antizionismus beschäftigen und zum Antisemitismus in der Migrationsgesellschaft Stellung nehmen.
Antisemitismus ist in der deutschen Gesellschaft wieder zum Problem geworden. Menschen werden vermehrt angegriffen, wenn sie nach außen als Juden erkennbar sind. Der Antisemitismusbeauftragte der deutschen Regierung rät Juden, in der Öffentlichkeit keine Kippa zu tragen, auf Google findet man eine beeindruckende „Liste von Anschlägen auf Juden und jüdische Einrichtungen im deutschsprachigen Raum nach 1945“; auch in anderen Ländern auf dieser Erde werden Juden, weil sie Juden sind, angegriffen. All dies ist natürlich ein Grund, sich mit diesem Problem auseinanderzusetzen.

Sonntag, 1. Dezember 2019, 15 Uhr, Vortrag, "Mischlingskinder im Nachkriegs-Asel"


„Mischlingskinder im Nachkriegs-Asel –
Das Albert-Schweitzer-Kinderheim des Ehepaars Dilloo“

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Facetten des Rassismus“

Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten junge deutsche Frauen oft sexuellen Kontakt zu farbigen amerikanischen Soldaten. Nachdem die Soldaten wieder weg und die Kinder geboren waren, schämten sich die Mütter ihrer „Fehltritte“, wofür sie ihre vorherige Beziehung nun hielten. Sowohl in ihnen wie auch in ihrer Umgebung war rassistisches Gedankengut noch virulent. Sie gaben ihre Kinder ab. In Asel gab es ein solches Heim noch lange Jahre nach dem Krieg. Die Referentin Eva-K. Hack, die ihre Kindheit und Jugend in Asel verbracht hat, berichtet bei Kaffee und Kuchen über jenes Heim, seine Bewohner und ihre Stellung in der dörflichen und weiteren Umgebung.
Es gibt Kaffee und selbstgebackene Kuchen.

Dienstag, 10. Dezember 2019, 19 Uhr, Abend zu Stéphane Hessel


Superbass
, Stéphane Hessel, 2012 (cropped), CC BY-SA 3.0

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren


Ein multimedaler Abend zu Stéphane Hessel – Buchenwald-Überlebender und diplomatischer Kämpfer für Menschenrechte

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Facetten des Rassismus“

Isabel Panek und Christiane Weber, Wissenschaftlerinnen in den Arolsen Archives, dem früheren Internationalen Suchdienst in Bad Arolsen, gestalten diesen Abend mit Lesungen, Erklärungen und filmischen Einspielungen.
Stéphane Hessel , 1917 in Berlin geboren, zog 1924 mit seiner Familie nach Paris; als Zwanzigjähriger wurde er französischer Staatsbürger. Er war in der Résistance aktiv, wurde im KZ Buchenwald interniert, kam durch (un-)glückliche Umstände wieder frei, wurde im Jahr 1946 Büroleiter eines UN-Vize-Generalsekretärs und nahm in dieser Funktion an Sitzungen der neu geschaffenen UN-Menschenrechtskommission teil. Noch im hohen Alter von über 90 Jahren schrieb er 2010 den Aufruf „Empört Euch!“, in dem er harsche Kritik an aktuellen politischen Entwicklungen übt und zum Widerstand aufruft.
Copyright © 2022 Synagoge Vöhl. Alle Rechte vorbehalten.

Aktuell sind 79 Gäste und keine Mitglieder online

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.