Das Album zum Blättern
Selma Rothschild ist in Vöhl 1867 geboren und 1942 in Treblinka umgebracht worden. Die Einträge im Album sind von 1880 bis 1901. 48 Personen haben sich eingetragen. 22x13,7x1,4cm, Einband mit Prägedruck. Restauriert 2022. Das Poesiealbum ist 2022 von Frau Renate Mahaj (Korbach) dem Förderkreis geschenkt worden.
Poesiealben an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert
Poesiealbumen sind ein fest eingebundenes, mit weißen Seiten, in das Zitate in Form von Reimen und Versen (Zweizeiler, Vierzeiler usw.) eingetragen werden können. Die poetischen Verse wurden durch Weitergabe des Albums an Verwandte, Mitschüler, Lehrer, Freunde und Bekannte gesammelt. Dabei stand jedem Eintrag in der Regel nur eine, die rechte, Buchseite zur Verfügung. Die linke Seite blieb leer. Die eingetragenen Lebensweisheiten, Ratschläge und Mahnungen religiösen und weltlichen Inhalts sollen einen Beitrag an theoretischer Lebenshilfe und -bewältigung leisten. Der Albumbesitzer/in übte im Allgemeinen keinen Einfluss auf die Auswahl des Textes bzw. die äußere Gestaltung der Eintragung aus (Quelle: Wikipedia).
Die einzelnen Seiten mit Transkription und Autor/innen
Frau Elizabeth Foote hat zusammmen mit K.-H. Stadtler die Informationen zu Autoren/innen verfasst.
Frau Mahaj hat die Einträge , welche hauptsächlich in Sütterlin-Schrift verfasst sind, in Vereinfachte Ausgangsschrift übertragen.
Zum Vergrößern bitte Foto, Namen oder „Original + Transkription“ anklicken!
Das soziale Umfeld von S. Rothschild 1880-1901
Über die Marker können die Namen aufgerufen werden.
Keine Doppelnennungen vorgenommen!
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Das soziale Umfeld wurde in die vier Gruppen: Jüdisch, Christlich, Einheimisch und Verwandt eingeteilt. Die Autoren sind sowohl Frauen als auch Männer und die Personen sind in den vier Gruppen bunt gemischt. Dies mag auch daran liegen, dass S. Rothschild in einer Familie aufwuchs, die eine Hotel betrieb. Die größten 3 Gruppen sind die jüdischen Verwandten und die jüdischen verwandten Einheimischen neben den jüdischen Einheimischen. Neben diesen gibt es noch andere kleine Gruppen, wie jüdische Autoren, die nicht zu den 3 Gruppen gehören und christliche Autoren als Einheimische und Auswärtige. Erklärungsbedürftig ist die Gruppe der christlichen Verwandten, die auch als jüdisch zählen. Dies sind zum Christentum konvertierte Juden, die die NS-Regierung weiter als Juden behandelte.

